Vierschanzentournee 2021/2022

Favorit Geiger und eine Menge Geld: Die Fragen zur Tournee

Karl Geiger zählt bei der Vierschanzentournee 2021/2022 zu den Favoriten. Und es geht um eine Menge Geld.

Karl Geiger zählt bei der Vierschanzentournee 2021/2022 zu den Favoriten. Und es geht um eine Menge Geld.

Bild: Urs Flueeler/KEYSTONE, dpa (Archivbild)

Karl Geiger zählt bei der Vierschanzentournee 2021/2022 zu den Favoriten. Und es geht um eine Menge Geld.

Bild: Urs Flueeler/KEYSTONE, dpa (Archivbild)

Fünfmal so viel Preisgeld: Die Vierschanzentournee-Veranstalter haben den Anreiz für einen Sieg beim Traditionsevent massiv erhöht. Die wichtigsten Fakten.
##alternative##
dpa
26.12.2021 | Stand: 11:04 Uhr

Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck, Bischofshofen. Zehn Tage, acht Wettkampftage, vier Schanzen, zwei Länder. Auch bei der 70. Ausgabe verspricht die Vierschanzentournee der Skispringer jede Menge Spannung. Beenden die Deutschen die 20 Jahre lange Flaute seit Sven Hannawald? Kommen plötzlich wieder die Polen um Kamil Stoch auf? Und: warum springen eigentlich immer nur Männer? Die wichtigsten Fragen und Antworten vor dem Jubiläum:

Wer sind die Favoriten auf den Titel bei der Vierschanzentournee?

Karl Geiger kommt im Gelben Trikot des Weltcup-Spitzenreiters zum ersten Saisonhöhepunkt. Der Oberstdorfer ist nicht nur Tournee-Vorjahreszweiter, sondern auch der beste Skispringer des bisherigen Olympia-Winters. Sein härtester Widersacher dürfte der Japaner Ryoyu Kobayashi sein, der schon mehrere Wettbewerbe wegen einer Corona-Quarantäne verpasste und trotzdem Gesamtzweiter ist. Auch den Norwegern um Halvor Egner Granerud und den Österreichern um Weltmeister Stefan Kraft, der den Auftakt in Oberstdorf besonders gut beherrscht, ist viel zuzutrauen. Die Polen um Titelverteidiger Kamil Stoch haben im bisherigen Saisonverlauf enttäuscht. (Das Wichtigste zur Vierschanzentournee erfahren Sie hier.)

Welche weiteren aussichtsreichen Deutschen gibt es bei der Vierschanzentournee?

Geiger geht als Nummer eins in die Tournee, so viel ist klar. Sein Kumpel und Zimmerkollege Markus Eisenbichler hat in dieser Saison zwar auch schon Topergebnisse erzielt, schwächelte zuletzt aber bei der Generalprobe in Engelberg. Auch Andreas Wellinger möchte nach schweren sportlichen Jahren mal wieder im Rampenlicht glänzen. Erstmals in diesem Weltcup-Winter zum Einsatz kommt Severin Freund, der das Springen in Oberstdorf 2015 gewann.

Vierschanzentournee 2021/2022: Sind Zuschauer in den Arenen erlaubt?

Nein. Für die beiden deutschen Stationen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen war der Ausschluss schon länger klar. Für Österreich wurde dies am 23. Dezember beschlossen. Zunächst hatten die Veranstalter mit 4000 Menschen in Innsbruck und 3500 Menschen in Bischofshofen geplant. Grund für die kurzfristige Streichung des Publikums ist die Omikron-Variante, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) mitteilte. (In unserem Newsblog halten wir Sie über die Vierschanzentournee 2021/2022 auf dem Laufenden.)

Was bekommt der Sieger der Vierschanzentournee?

Deutlich mehr als je zuvor. Der Tournee-Gewinner erhält rund 100.000 Schweizer Franken (rund 96.000 Euro) und damit fünfmal so viel wie bisher, als 20.000 Schweizer Franken ausgeschüttet wurden. Schafft es ein Skispringer, alle vier Qualifikationen und alle vier Springen zu gewinnen, sind über 150.000 Franken Preisgeld möglich. Oben drauf gibt es natürlich den prestigeträchtigen goldenen Adler. (Die wichtigsten Fakten rund um Karl Geiger lesen Sie hier.)

Wann gibt es eine Tournee für Frauen?

Lesen Sie auch
##alternative##
Skispringen

Endlich „Schanzengleichheit“: Erste Reaktionen zur Tournee der Skispringerinnen

Die Veranstalter arbeiten mit Hochdruck daran - heißt es. Doch einen festen Zeitpunkt oder eine detaillierte Planung für den Start der Frauen-Tournee gibt es bislang nicht. Die Skispringerinnen werden allmählich ungeduldig. "Es wurde schon immer viel gesagt, aber noch zu wenig gemacht", sagte Selina Freitag. Immerhin ein Neujahrsspringen gibt es in diesem Winter erstmals. Es findet aber nicht auf der Großen Olympiaschanze von Garmisch-Partenkirchen statt, sondern auf einer Normalschanze im slowenischen Ljubno.

Wo kann man die Springen der Vierschanzentournee sehen?

ARD und ZDF wechseln sich bei der Übertragung ab. Die ARD zeigt die Springen in Oberstdorf und Bischofshofen und setzt auf Experte Sven Hannawald, der vor 20 Jahren als erster Athlet alle vier Wettbewerbe nacheinander gewann. Beim ZDF sind die Springen in Garmisch und Innsbruck zu sehen. Traditionell alle vier Wettbewerbe zeigt Eurosport. Die Ruhetage sind diesmal am 30. Dezember und am 2. Januar. Anders als sonst verlassen die Springer nach dem Finale der Tournee diesmal nicht Bischofshofen, sondern hängen noch ein Weltcup-Wochenende dran.

Lesen Sie auch: Skispringer Karl Geiger führt Aufgebot für 70. Vierschanzentournee an

(Autoren: Patrick Reichardt und Thomas Eßer)

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.