Champions League

FC Bayern peilt in Salzburg nächsten Champions-League-Sieg an - Alaba im Fokus

David Alaba steht beim FC Bayern München im Champions-League-Spiel gegen Red Bull Salzburg im Fokus.

David Alaba steht beim FC Bayern München im Champions-League-Spiel gegen Red Bull Salzburg im Fokus.

Bild: picture alliance/David Inderlied/dpa

David Alaba steht beim FC Bayern München im Champions-League-Spiel gegen Red Bull Salzburg im Fokus.

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Der FC Bayern München will in der Champions League am Dienstag bei Red Bull Salzburg den nächsten Schritt Richtung Achtelfinale machen.
David Alaba steht beim FC Bayern München im Champions-League-Spiel gegen Red Bull Salzburg im Fokus.
dpa
03.11.2020 | Stand: 07:40 Uhr

Deutsch-österreichische Duelle haben im Fußball immer einen besonderen Reiz. Das gilt natürlich auch für die Pflichtspiel-Premiere zwischen Red Bull Salzburg und dem FC Bayern München in der Champions League, zumal beide Städte nur rund 150 Kilometer auseinanderliegen. "Schade", findet RB-Coach Jesse Marsch, der eine Vergangenheit als Assistenzcoach von RB Leipzig hat, dabei nur, dass die Kraftprobe im Gruppenspiel am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) in der 30 000 Zuschauer fassenden Salzburger Arena wegen der auch in Österreich wieder verschärften Corona-Auflagen komplett ohne Fans stattfinden muss. Die Unterstützung wird dem Außenseiter fehlen.

  • AUSGANGSLAGE: Die Bayern führen die Gruppe A mit sechs Punkten vor Atlético Madrid (3) sowie Salzburg und Lokomotive Moskau (je 1) an. Für Marsch sind die Münchner aktuell die beste Mannschaft der Welt - "ohne Schwächen". Gelingt dem Titelverteidiger der 14. Sieg nacheinander, wäre der Einzug ins Achtelfinale nach der Hinrunde der Gruppenphase schon so gut wie gebucht. "Wir gehen als Außenseiter in das Spiel. Allerdings konnten wir letztes Jahr dem Titelverteidiger ordentlich wehtun, das ist auch dieses Jahr möglich", sagte der ehemalige Bremer Zlatko Junuzovic in Erinnerung an das Salzburger 3:4 auswärts und 0:2 daheim gegen den FC Liverpool in der vergangenen Saison.
  • PERSONAL: Hansi Flick muss seine Formation im Vergleich zu den ersten Gruppenspielen gegen Madrid (4:0) und in Moskau (2:1) ein wenig umbauen. Nationalverteidiger Niklas Süle fällt nach einem positiven Corona-Test aus. Auch Mittelfeldspieler Leon Goretzka machte die Busfahrt nach Salzburg aufgrund von Wadenproblemen nicht mit. Dafür kehrt der beim 2:1 am Wochenende in Köln geschonte Torjäger Robert Lewandowski in den Angriff zurück. "Ich denke, dass ihm die Pause gut getan hat", sagte Bayern-Coach Flick. Corentin Tolisso, in der Liga zuletzt nochmal gesperrt, darf in der Königsklasse auch wieder auflaufen.
  • HEIMSPIEL: In seinem 85. Königsklassenspiel spielt David Alaba erstmals gegen ein Team aus seinem Heimatland Österreich. "Die Vorfreude ist natürlich riesig. Es ist immer schön, in die Heimat zu fahren - und mit einem Champions-League-Spiel ist es umso schöner", sagte der 28-Jährige. Er schätzt Salzburg als gefährlichen Gegner ein. "Sie versuchen, sehr schnellen, modernen, attraktiven Fußball zu spielen, gegen den Ball sehr aggressiv." Alaba wird im Fokus stehen, gerade auch nach dem vom FC Bayern zurückgezogenen Vertragsangebot. Wie reagiert er? Wie präsentiert er sich in Spiel eins danach?
  • RÜCKKEHRER: Für Hansi Flick ist das Salzburg-Spiel eine Rückkehr in die eigene Vergangenheit. 2006 arbeitete er für wenige Wochen unter Giovanni Trapattoni und mit Lothar Matthäus im Trainerstab von RB. "Es war so, dass mich Lothar damals anrief und sagte, er wird Cheftrainer bei Salzburg und ob ich sein Co-Trainer werden möchte. Trapattoni sollte Sportdirektor werden", erzählte Flick am Montag. Es kam dann anders. Trapattoni wollte doch lieber Chefcoach sein. Das sei aber nicht der Grund gewesen für sein doch sehr kurzes Salzburger Intermezzo, berichtete Flick: "Mir hat es sehr gut gefallen. Red Bull Salzburg ist ein Topverein. Die Stadt war auch sehr schön." Aber dann ereilte Flick der Lockruf von Bundestrainer Joachim Löw, der ihn bei der deutschen Nationalmannschaft als Assistent haben wollte. "Da musste ich nicht eine Sekunde überlegen, ob ich das annehme", sagte Flick. Eine gute Entscheidung: Gemeinsam wurden sie 2014 Weltmeister. (Lesen Sie auch: Der "Bomber" wird 75: Gerd Müller "kann man nicht hoch genug heben")