Formel 1

Hamilton-Ersatz Russell rast in Bahrain-Quali fast auf Pole

"Hätten Sie mir das letzte Woche gesagt, hätte ich ihnen nicht geglaut" - Der Brite George Russell von Team Mercedes.

"Hätten Sie mir das letzte Woche gesagt, hätte ich ihnen nicht geglaut" - Der Brite George Russell von Team Mercedes.

Bild: Tolga Bozoglu

"Hätten Sie mir das letzte Woche gesagt, hätte ich ihnen nicht geglaut" - Der Brite George Russell von Team Mercedes.

Bild: Tolga Bozoglu

Weil Lewis Hamilton pausieren muss, darf der Brite George Russell den Mercedes fahren. Bei der Startplatz-Jagd muss er sich nur knapp geschlagen geben.
dpa
05.12.2020 | Stand: 19:54 Uhr

Nur 26 Tausendstelsekunden fehlten Lewis Hamiltons Vertreter George Russell zur ersten Pole Position in der Formel 1. In der hektischen Qualifikation zum vorletzten Saisonlauf in Bahrain musste sich der 22 Jahre alte Weltmeister-Ersatz am Samstag nur ganz knapp dem Finnen Valtteri Bottas im zweiten Mercedes geschlagen geben. "Ich bin schon zufrieden, aber auch etwas enttäuscht, dass es nicht gereicht hat", sagte Russell. Der Brite, der sonst bei Williams im langsamsten Auto des Feldes sitzt, war in Sakhir kurzfristig für den mit dem Coronavirus infizierten Hamilton eingesprungen.

Mercedes-Teamchef lobt Russell: "Die Zukunft gehört ihm"

"Hätten Sie mir das letzte Woche gesagt, hätte ich ihnen nicht geglaut", sagte Russell, der beim Grand Prix am Sonntag (18.10 Uhr/RTL und Sky) erstmals aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen wird. "Die Zukunft gehört ihm", lobte Mercedes-Teamchef Toto Wolff den Briten Russell. Für dessen Rivalen Bottas war es die 16. Pole Position der Karriere. Dritter wurde der Niederländer Max Verstappen im Red Bull.

Sebastian Vettel scheiterte einmal mehr vorzeitig. Als 13. verpasste er den finalen Durchgang und war erneut auch langsamer als sein Ferarri-Teamkollege Charles Leclerc, der Vierter wurde. "Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl und weiß nicht, was falsch gelaufen ist", sagte Vettel.

Vettels Mechaniker müssen Motor am Ferrari tauschen

Für den 33-Jährigen hatte der Arbeitstag schon mit einer schlechten Nachricht begonnen. Im Abschlusstraining stellten die Mechaniker ein Problem am Motor des Ferrari fest, die Antriebseinheit musste daher in den knapp drei Stunden bis zum Beginn der Qualifikation getauscht werden. "Das sollte keine Rolle gespielt haben, die Jungs haben einen guten Job gemacht", befand der Hesse. Wie so oft in diesem Jahr muss Vettel nun versuchen, sich aus dem Mittelfeld nach vorn zu kämpfen.

Sportlich hat der vorletzte Grand Prix der turbulenten Notsaison am Sonntag (18.10 Uhr/RTL und Sky) keine entscheidende Bedeutung mehr. Mercedes steht schon als Konstrukteursweltmeister fest, auch Hamilton hat seinen siebten WM-Titel längst sicher. Allerdings entgeht dem Superstar wegen seiner Erkrankung die Chance, den Rekord von 13 Saisonsiegen noch einzustellen. Elfmal hatte der 35-Jährige in diesem Jahr gewonnen. Offen ist, ob er rechtzeitig zum Saisonfinale am kommenden Wochenende in Abu Dhabi wieder einsatzfähig ist.

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