Motorsport Elektro-Rennserie

Formel-E-Weltmeisterschaft: Große Chancen für Maximilian Günther und Lucas di Grassi

Seinen zweiten Sieg im achten Saisonrennen feierte in Berlin Formel-E-Pilot Maximilian Günther aus Rettenberg.

Seinen zweiten Sieg im achten Saisonrennen feierte in Berlin Formel-E-Pilot Maximilian Günther aus Rettenberg.

Bild: BMW

Seinen zweiten Sieg im achten Saisonrennen feierte in Berlin Formel-E-Pilot Maximilian Günther aus Rettenberg.

Bild: BMW

Bei der Formel-E-Weltmeisterschaft haben  Maximilian Günther und Lucas di Grassi gute Chancen auf Platz zwei. Am Mittwoch und Donnerstag wird es ernst.
11.08.2020 | Stand: 06:10 Uhr

Die Formel-E-Weltmeisterschaft ist entschieden: Der Portugiese Antonio Felix Da Costa (DS Techeetah) sicherte sich im vierten von sechs Rennen in Berlin vorzeitig den WM-Titel in der Elektro-Rennserie. Doch die weiteren Plätze werden erst in den beiden Finalrennen am Mittwoch und Donnerstag (Start jeweils 19 Uhr) vergeben. Beste Chancen haben Samstag-Sieger Maximilian Günther aus Rettenberg und Ex-Weltmeister Lucas di Grassi vom Kemptener Team Audi Sport Abt Schaeffler. Sie liegen punktgleich auf Platz drei hinter da Costas Teamkollege Jean-Eric Vergne (Frankreich).

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Günther feierte im achten Saisonrennen bereits seinen zweiten Sieg im BMW

Nach Santiago de Chile und Marrakesch ging er zum dritten Mal aus der ersten Startreihe ins Rennen und behielt seine Position an der Spitze des Feldes. „Das ist ein unglaubliches Gefühl. Ich freue mich wahnsinnig für mich und das gesamte Team, hier in Berlin mein Heimrennen gewonnen zu haben. Es war bis zum Schluss ein unglaublich intensives Rennen“, sagte Günther. „Ich hatte geplant, meinen Angriff auf Jean-Eric Vergne spät zu setzen, aber dann kam Robin Frijns mit etwas mehr Energie noch einmal sehr nah an mich heran. Ich musste alles geben, um dem Druck standzuhalten und ihn in der letzten Runde nicht mehr vorbeiziehen zu lassen. Letztlich ist unser Plan aber perfekt aufgegangen. Einer der Schlüssel dafür war sicher, dass es uns anders als bei den beiden Rennen zuvor diesmal gelungen ist, uns weit vorn zu qualifizieren.“

Günther liegt punktgleich mit Ex-Weltmeister Lucas di Grassi auf Rang drei

Tags darauf schied der Allgäuer bereits in der ersten Runde aus. Günther krachte in den Nio 333 von Oliver Turvey und rollte aus. Günther wurde für schuldig befunden und wird am Mittwoch um drei Plätze strafversetzt. Aktuell liegt Günther punktgleich mit Ex-Weltmeister Lucas di Grassi auf Rang drei. Der Brasilianer zeigte erneut ein beherztes Rennen und fuhr von Startplatz zwölf bis auf Rang sechs nach vorn. „Ich war mit meinem Qualifying zu 90 Prozent zufrieden“, sagte di Grassi. „Wenn man von Startposition zwölf startet, kann man nicht viel mehr erwarten, als wir heute erreicht haben.“

Daniel Abt aus Kempten zeigte im Nio 333 sein fahrerisches Können. Er ging im unterlegenen Auto vom Ende des Feldes ins Rennen und wurde 18, zwei Plätze hinter René Rast, der kürzlich sein Audi-Cockpit übernommen hatte. Abt-DTM-Fahrer Nico Müller (Geox Dragon) fiel von Platz 15 auf Rang 20 zurück, sein Kollege Robin Frijns (Virgin) konnte wegen technischer Probleme gar nicht antreten.

Wie sieht es in der Teamwertung aus? Das Techeetah-Team ist uneinholbar vorn (238 Punkte), das BWM-Team mit Max Günther liegt auf Rang drei (118), die Äbte aus Kempten mit di Grassi und Rast auf Rang sechs (78).