Eishockey

Gedämpfte Erwartungen beim ECDC Memmingen

Brad Snetsinger (links) wird dem ECDC Memmingen in diesem Jahr fehlen. Der Top-Scorer wechselt aus der Maustadt zum Ligakonkurrenten VER Selb.

Brad Snetsinger (links) wird dem ECDC Memmingen in diesem Jahr fehlen. Der Top-Scorer wechselt aus der Maustadt zum Ligakonkurrenten VER Selb.

Bild: Siegfried Rebhan

Brad Snetsinger (links) wird dem ECDC Memmingen in diesem Jahr fehlen. Der Top-Scorer wechselt aus der Maustadt zum Ligakonkurrenten VER Selb.

Bild: Siegfried Rebhan

Die Indians starten am Samstag mit Trainingsrückstand in die Saison der Oberliga Süd. Ein Angreifer steht beim Spiel gegen Peiting unter besonderer Beobachtung.
05.11.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Die vergangene Saison werden die tausenden Zuschauer, die die Heimspiele des ECDC Memmingen am Hühnerberg verfolgten, so schnell nicht vergessen: Der ECDC Memmingen schien in der Oberliga Süd zwischenzeitlich das Verlieren verlernt zu haben und feierte Siege über Siege. Auch wenn die Leistung in den letzten Spielen vor dem Saisonabbruch etwas nachließ, waren die Indians über weite Teile der Saison das Maß der Dinge in der Oberliga Süd.

Und so fiebert so mancher Fan dem Saisonstart am Freitag gegen den EC Peiting freudig entgegen, verbunden mit der Hoffnung, dass die Mannschaft an diese Phase anknüpfen kann und erneut ganz oben mitspielt. Sven Müller, Sportlicher Leiter der Indians, dämpf diese Hoffnungen aber. „Man darf nicht erwarten, dass wir wieder um die ersten beiden Plätze mitspielen“, sagt er. Ziel der Mannschaft sei wie in der vergangenen Saison ein Platz unter den besten Acht – „und da bin ich zuversichtlich, dass wir das schaffen“.

Trainingsrückstand bei den Indians

Gerade im ersten Spiel gegen Peiting sieht Müller den ECDC jedoch in der Außenseiterrolle. „Wir sind erst am Dienstag aus der Zwangspause gestartet, den Trainingsrückstand wird man uns anmerken“, glaubt er. Vor zwei Wochen wurden zwei Spieler der Indians positiv auf das Coronavirus getestet, die gesamte Mannschaft musste sich anschließend in häusliche Quarantäne begeben.

Sportlich trifft den ECDC vor allem der Abgang von Topscorer Brad Snetsinger. Der Angreifer wechselte zum Ligakonkurrenten aus Selb. Ziel der Memminger war es, den Publikumsliebling durch einen erfahrenen Stürmer mit Torgarantie zu ersetzen.

Das sei jedoch nicht gelungen, gibt Müller zu. Vielmehr gibt der ECDC kommende Saison einigen jungen Stürmern die Möglichkeit, sich zu beweisen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem 22-jährigen Schweden Johan Schreiber, der vom österreichischen Kitzbüheler EC nach Memmingen wechselt.

Torhüter-Duo: Steinhauer und Vollmer

Gerade in der Defensive, also im Tor und in der Verteidigung, habe man sich im Vergleich zur vergangenen Saison nochmals verstärken können, findet Müller. Als Goalie verpflichtete der ECDC Lukas Steinhauer von den Starbulls Rosenheim, der künftig ein Gespann mit dem Routinier Joey Vollmer bilden wird.

Info: Zuschauer sind im November in der Oberliga nicht zugelassen; der Streamingdienst SpradeTV überträgt alle Partien live im Internet. Alle Klubs nutzen dieses Angebot, damit ihre Fans die Spiele gegen Entgelt direkt, in Farbe und mit Stereoton verfolgen können. Die Vereine sprechen von einem „willkommenen Zubrot“ angesichts leerer Stadien.