Basketball

Gelingen der SG Heising-Kottern höhere Sprünge?

Cedric Townsend (im blauen Trikot) gehört auch in der kommenden Bayernliga-Saison zu den Offensivstützen der SG Heising-Kottern.

Cedric Townsend (im blauen Trikot) gehört auch in der kommenden Bayernliga-Saison zu den Offensivstützen der SG Heising-Kottern.

Bild: Dirk Klos (Archiv)

Cedric Townsend (im blauen Trikot) gehört auch in der kommenden Bayernliga-Saison zu den Offensivstützen der SG Heising-Kottern.

Bild: Dirk Klos (Archiv)

Die SG Heising-Kottern startet ohne Trainer, aber mit zwei Neuzugängen in die neue Bayernliga-Saison. Wie viele Zuschauer den Auftakt verfolgen dürfen.
10.10.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Zwei neue Spieler auf der Center-Position, ansonsten kaum Bewegung im Kader: Martin Karch, Abteilungsleiter der SG Heising-Kottern, ist vor dem Start in die neue Bayernliga-Saison seiner Basketballer guten Mutes: „Wir haben einen starken Kader“, urteilt er über die Spieler. Zum Auftakt geht es am heutigen Samstag gegen die TS Jahn München (19.30 Uhr, Sporthalle Lauben). Gerade die Neuzugänge Robert Kellermann und Lukas Marciulionis, der aus Litauen zur SG zurückkehrt, stimmen Karch zuversichtlich: „Unter dem Korb sind wir dadurch sehr gut aufgestellt.“

Was die Saison bringen wird, steht nicht zuletzt wegen Corona ein Stück weit in den Sternen. Deswegen stapelt Karch bei der Frage nach dem Saisonziel zunächst tief: „Zuallererst möchten wir die Klasse halten“, betont er. Das hatte die Mannschaft in der vergangenen Saison trotz Querelen und der folgenden Trennung von Trainer Harald Dirschl mit einem Sieg im letzten Spiel der Saison gegen die DJK Kaufbeuren geschafft. Ganz so spannend soll es aber diese Spielzeit nicht unbedingt werden, wünscht sich Martin Karch.

Vorbereitung der SG Heising-Kottern verlief gut

Trotz Corona verlief die Vorbereitung auf die Saison weniger holprig als erwartet und als es bei anderen Mannschaften der Fall war, berichtet der Abteilungsleiter. Profitiert haben die Korbjäger im Sommer freilich davon, dass sie auf den Hartplätzen im Freien üben konnten, das wurde laut Karch von den Spielern auch fleißig genutzt. „Seit Anfang September sind wir bereits wieder im Hallentraining, das läuft alles gut“, schildert er.

So sieht Karch die Mannschaft bestens gerüstet für den Saisonauftakt. Für den Abteilungsleiter gehören die Münchner zum Favoritenkreis der Bayernliga, dementsprechend defensiv sind seine Erwartungen: „Wenn wir etwas Zählbares mitnehmen könnten, wäre das natürlich klasse. Aber vielmehr kommt es mir darauf an, mit einer guten Leistung in die Saison zu finden.“ Er sieht in dem Duell einen „ersten Aufgalopp“, man könne unabhängig vom Spielausgang Erkenntnisse gewinnen. „Darauf können wir dann in den folgenden Wochen aufbauen“, sagt Karch. In der Vorsaison gab es im Heimspiel gegen die Münchner eine 58:82-Niederlage. Zum Rückspiel kam es nicht mehr, weil die Spielzeit wegen der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen wurde.

Trainerfrage bleibt weiterhin offen

Wer die Mannschaft beim heutigen Spiel als Trainer betreuen wird, blieb zunächst unklar. Einen neuen Trainer – nach der Trennung von Dirschl im Frühjahr hatte Lukas Koch interimsweise noch übernommen – hat die SG noch nicht gefunden. Für Karch stellt das kein Problem dar: „Wir werden einen Spieler mit einer Übergangslizenz ausstatten, der dann als Trainer fungiert. Die Mannschaft wird Aufstellung und Taktik gemeinsam regeln.“ Die Suche nach einem neuen Übungsleiter laufe aber weiter.

Schwer beschäftigt war Karch in den vergangenen Wochen vor dem Auftakt mit dem benötigten Hygienekonzept, das jede Mannschaft beim Verband vorlegen muss. Darin ist beispielsweise geregelt, dass die Mannschaften sowie die Schiedsrichter den unteren Eingang zur Halle nutzen sollen. Sie müssen bis zum Einlass vor der Halle warten und dürfen diese nur mit ihren Kameraden betreten. Für Zuschauer ist der obere Halleneingang gedacht.

Klare Regeln in den Kabinen und auf der Tribüne

Gerade einmal 29 Fans dürfen das Auftaktspiel der SG verfolgen, Gästefans sind nicht zugelassen. Insgesamt sind in der gesamten Halle 60 Personen erlaubt. Die Spieler sind verpflichtet, Krankheitssymptome oder Kontakte zu infizierten Personen anzugeben. In die Umkleidekabine dürfen maximal fünf Personen gleichzeitig, zwei Spieler dürfen sich zur gleichen Zeit in der Dusche aufhalten.

Trotzdem ist man bei der SG froh, dass die Saison wieder beginnt. „Die Jungs haben Bock, dass es endlich wieder losgeht“, sagt der Abteilungsleiter. Und Karch hofft, dass bald mehr Fans zu den Heimspielen kommen dürfen.