Gerd Müller gestorben

"Ein sensationell guter Mensch": Die Fußballwelt verabschiedet sich von Gerd Müller

Da müllerte es im Doppelpack: Gerd Müller (r.) und Thomas Müller präsentierten im Jahr 2010 den neuen Ball für die Bundesliga.

Da müllerte es im Doppelpack: Gerd Müller (r.) und Thomas Müller präsentierten im Jahr 2010 den neuen Ball für die Bundesliga.

Bild: Marcus Brandt/dpa

Da müllerte es im Doppelpack: Gerd Müller (r.) und Thomas Müller präsentierten im Jahr 2010 den neuen Ball für die Bundesliga.

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In sehr persönlichen Worten hat sich Thomas Müller vom einstigen Weltklasse-Spieler Gerd Müller verabschiedet. Auch andere Weggefährten äußern sich.
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dpa
16.08.2021 | Stand: 15:44 Uhr

"Lieber Gerd, es war mir eine Ehre dich persönlich kennengelernt zu haben", schrieb der 31-Jährige vom FC Bayern München am Sonntagabend via Instagram zum Tod der Sturm-Legende. Gerd Müller war am Sonntagmorgen im Alter von 75 Jahren gestorben.

Müller über Müller: "Ohne deine Tore wären wir nicht da, wo wir jetzt sind"

Thomas Müller bedankte sich bei Gerd Müller. Er habe von ihm in jungen Jahren als Stürmertrainer viel gelernt. "Abgesehen von meinen persönlichen Begegnungen mit dir sind deine Leistungen für unseren @fcbayern und das @dfb_team nicht hoch genug einzuschätzen. Ohne deine Tore wären wir nicht da, wo wir jetzt sind", meinte Thomas Müller und schloss seinen Post mit den Worten: "Vielen Dank für alles und zum Abschluss noch die wichtigste Botschaft: Du warst ein sensationell guter Mensch !!"

Gerd Müller war im Sommer 1964 zum FC Bayern gekommen und prägte eine Ära. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1972 Europameister und 1974 Weltmeister, wobei er das Siegtor im Finale in München gegen die Niederlande erzielte. Nach seiner Karriere blieb er dem Verein lange als Trainer im Nachwuchs erhalten. Müller litt an Alzheimer und lebte seit Jahren im Pflegeheim, wo er professionell betreut wurde.

Auch Franz Beckenbauer hat Gerd Müller gewürdigt. "Auch wenn man schon seit Langem die Nachricht fürchten musste: Sie trifft mich wie ein Schock", sagte Beckenbauer der "Bild"-Zeitung (Montag) zum Tod des ehemaligen Weltklasse-Stürmers. Beckenbauer (75) und Müller hatten über Jahre den FC Bayern München geprägt und große Erfolge gefeiert. Mit der Nationalmannschaft wurden sie gemeinsam Fußball-Europameister 1972 und Weltmeister 1974. "Er war so ein feiner Kerl und viel feinsinniger als viele dachten", sagte Beckenbauer. "Gerd und ich - wir waren wie Brüder."

Auch der FC Bayern verabschiedete sich auf dem offiziellen Instagram-Profil, das seit Sonntag das Logo in schwarz als Profilbild hat: "Die Welt des FC Bayern steht heute still", so die Zeile zu einem Archivfoto von Müller. Dazu teilte der Verein Fotos der legendären Karriere des Fußballers.

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Pep Guardiola über Müller: "Einer der absolut Größten"

Auch der ehemalige Bayern-Trainer Pep Guardiola hat Stürmerlegende Gerd Müller gewürdigt. "Ich hatte die Gelegenheit ihn zweimal zu treffen. Aber ich wusste schon damals in München, vor sieben oder acht Jahren, dass er etwas krank geworden war", erzählte der Coach von Manchester City am Sonntag in London nach dem Premier-League-Spiel seines Teams bei Tottenham Hotspur. "Für seine Familie und natürlich für die ganze Bayern-Familie ist das ein großer Verlust." Müller war am Sonntag im Alter von 75 Jahren gestorben.

"Ich denke, man wird sich an ihn immer als einen der absolut Größten erinnern", so Guardiola, der von 2013 bis 2016 die Bayern trainiert hatte. "Und ich, als ich dort war, habe ich gehört, was er für ein bescheidener und unglaublicher Mensch war. Ich bin mir sicher, Bayern München wird diesen Menschen, der das Geschäft, den Beruf und das Spiel maßgeblich verbessert hat, verdient und angemessen würdigen."