Empfang für "Gold-Lisa"!

Großer Jubel! Radrennfahrerin Lisa Brennauer in Durach gefeiert

Hände hoch für Lisa! Die Bahnrad-Europameisterin durfte mit vielen Durachern anstoßen.

Hände hoch für Lisa! Die Bahnrad-Europameisterin durfte mit vielen Durachern anstoßen.

Bild: Ralf Lienert

Hände hoch für Lisa! Die Bahnrad-Europameisterin durfte mit vielen Durachern anstoßen.

Bild: Ralf Lienert

Das war mal ein Empfang! Mit Blaulicht und Martinshorn wurde Bahnrad-Europameisterin Lisa Brennauer in ihre Allgäuer Heimatgemeinde Durach empfangen. Die 30-Jährige hat erfolgreiche Tage hinter sich und kam von den European Championships mit drei Medaillen aus Glasgow zurück in die Heimat. Dort warteten Eltern, Bürgermeister, Feuerwehr-Kameraden und viele mehr auf "ihre" Lisa. Hier gibt's alle Bilder!
16.08.2018 | Stand: 16:44 Uhr

Vor vier Jahren wurde sie im spanischen Ponferrada Weltmeisterin im Einzelzeitfahren und Vizeweltmeisterin im Straßenrennen. Jetzt fügte sie im schottischen Glasgow drei Medaillen hinzu: Gold in der Einerverfolgung im Velodrome, Bronze im Straßenrennen und Bronze mit dem Bahnrad-Vierer. „Durach ist ein radsportbegeisterter Ort“, sagte Bürgermeister Gerhard Hock und verwies auf die wöchentlichen Ausfahrten von Rennradlern, Mountain- und Elektrobikern.

Die Radabteilung des örtlichen Turn- und Sportvereins wurde 1999 mit 28 Mitgliedern gegründet und hat sich auf inzwischen über 150 vervielfacht. Im Mittelpunkt steht dabei die Familie Brennauer. Abteilungsleiter ist Lisas Vater Jürgen, Vorsitzender des Hauptvereins ihr Bruder Bernd. Beide waren unendlich stolz auf die Erfolge bei den European Championships vor wenigen Tagen.

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So empfing Durach Olympia-Heldin Lisa Brennauer 2018 nach ihrem EM-Sieg

Die Duracherin setzte auch völlig neue Maßstäbe bei den Frauen: Innerhalb von 24 Stunden stellte sie zweimal einen neuen deutschen Rekord auf, zuletzt mit 3: 26,879 Minuten. Doch da gab es auch eine Schrecksekunde für die vielen Allgäuer Fans, die nun zum Empfang nach Durach geströmt waren. Beim abschließenden Einzelzeitfahren war Brennauer gestürzt und schnell wurden die Erinnerungen an die Bahn-Europameisterschaft 2017 in Berlin wach. Dort hatte sie sich den Arm gebrochen sowie Schürfwunden und Prellungen zugezogen.

Hock erinnerte, wie sich die Sportlerin wieder in die Weltspitze zurückgekämpft hatte: „Mit Disziplin und Können, Zielstrebigkeit und Leistungswillen.“ Anschließend wollten alle Besucher die drei Medaillen anfassen. Brennauer selbst plauderte über ihre Erkältung und die Vorbereitung zur Rad-WM in Innsbruck, wo sie vom 22. bis 30. September um den Titel mitfährt. Als kleinen Ausgleich für die Entbehrungen der vergangenen Wochen gab es einige Flaschen Sekt von Gemeinde, Verein und den Feuerwehr-Kameraden.

Die sind besonders stolz darauf, dass „ihre Lisa“ immer noch zur Löschmannschaft gehört. Für das „Gold-Mädchen“, gab es aber auch ein Glas mit „Gold-Bären“. Denn Lisa hat beim Empfang ein Geheimnis ihrer Erfolgs verraten: Nach jedem Rennen nascht sie reichlich Gummibärchen.

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