"Agent Vettel, Mission Erlösung"

Internationale Pressestimmen zu Vettels Wechsel zu Aston Martin

Nicht mehr lang wird Sebastian Vettel in diesen Farben zu sehen sein: Der Wechsel des Heppenheimers zu Aston Martin steht fest.

Nicht mehr lang wird Sebastian Vettel in diesen Farben zu sehen sein: Der Wechsel des Heppenheimers zu Aston Martin steht fest.

Bild: Xpb Images, dpa (Archivbild)

Nicht mehr lang wird Sebastian Vettel in diesen Farben zu sehen sein: Der Wechsel des Heppenheimers zu Aston Martin steht fest.

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Der deutsche Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel wechselt ins Team Aston Martin. Wie die internationale Presse darauf regiert hat.

Nicht mehr lang wird Sebastian Vettel in diesen Farben zu sehen sein: Der Wechsel des Heppenheimers zu Aston Martin steht fest.
dpa
11.09.2020 | Stand: 10:44 Uhr

Nach der Ausmusterung bei Ferrari wird Sebastian Vettel von der nächsten Saison an für das britische Werksteam Aston Martin starten. Zu dem Wechsel des 33-Jährigen Deutschen schreiben internationale Medien:

Großbritannien

The Guardian: "Der Zeitpunkt für Vettels Ankündigung scheint so arrangiert worden zu sein, um Ferraris Feier zum 1.000. Formel-1-Rennen in Mugello in den Schatten zu stellen. Vettel hatte klargemacht, dass er die Formel 1 weiterhin genießt und unbedingt weitermachen möchte. Der 33-Jährige hat einigen Erfolg mit Ferrari gefeiert, machte jedoch Fehler, die sich als kostspielig erwiesen, und wurde von Lewis Hamilton geschlagen, der die letzten drei Titel hintereinander gewann."

The Telegraph: "Nachdem Ferrari seinen Vertrag im Mai so abrupt gekündigt hatte, wird es Vettel wahrscheinlich nicht bereuen, dass er seinem Arbeitgeber mit Blick auf das Jubiläum in Mugello an diesem Wochenende die Show gestohlen hat."

Spanien

As: "Sebastian Vettel hat das Drehbuch des Großen Preises der Toskana umgeschrieben. Seb stiehlt seinem Rennstall die Hauptrolle in der Woche, in der Ferrari diese wiedergewinnen wollte."

Mundo Deportivo: "Vettel hat sich entschieden, auf die Option von Aston Martin und Strolls Millionen zu setzen. Diese sehen in "Seb" die Erfahrung, die Führungsfähigkeit, das Engagement und den Fleiß, den sie für ein Projekt suchen, das in einigen Jahren ein Siegerprojekt sein soll."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Vettel unterschreibt bei Aston Martin bis 2021 und trifft damit Ferrari. Agent Vettel, Mission Erlösung. Der neue 007 spricht deutsch. Personen, die Sebastian Vettel nahe stehen, schwören, dass das Timing keine Absicht war. (...) Aber die Nachricht von seinem Wechsel zu Racing Point hatte ein Monopol in den Medien und hat Ferrari vor dem GP von Mugello und der Feier zum 1000. GP von Ferrari die Schau gestohlen."

Corriere dello Sport: "Die Unterschrift des deutschen Fahrers kommt am Vorabend des Großen Preises der Toskana, wo Ferrari sein 1000. Formel-1-Rennen feiern wird. Eine Nachricht, die trotz der rituellen Dementis schon seit einiger Zeit im Fahrerlager kursierte. Vettel bringt als Mitgift für das britische Team vier Weltmeistertitel und eine absolute Führungsposition mit: Die Übernahme eines der wichtigsten Fahrer der Formel 1 bestätigt die Ambitionen des von Lawrence Stroll geführten Teams."

La Repubblica: "Eine Ankündigung, die nach den Gerüchten der letzten Monate erwartet wurde und fast vorhersehbar war, nachdem Sergio Pérez die Mannschaft und ihre Fans begrüßt hatte und erklärte, dass seine Geschichte mit Racing Point Ende 2020 enden würde. Vettel, 33 Jahre alt, viermaliger Weltmeister, wusste, dass er nicht mit dem Cavallino weitermachen würde. Racing Point, "Kopie" des Mercedes 2019, erweist sich als sehr konkurrenzfähig und strebt den Aufstieg an die Spitze des Startfeldes an."

Corriere della Sera: "Unhöflichkeit beim Fest, Aston verkündet die Verpflichtung von Seb. In Mugello findet erstmals ein Formel-1-Rennen statt, das 1000. von Ferrari. Es sind keine glücklichen Zeiten, aber Geschichte ist Geschichte. (...) Schade, dass sich im Zuhause von Ferrari die Spielverderber eingeschlichen haben: Die Ankündigung des Wechsels von Sebastian Vettel zu Racing Point verströmt eine Aura der Unhöflichkeit. Möge die Feier beginnen."

Tuttosport: "Der Abschied von Vettel verdirbt die Party."

(Die internationalen Pressestimmen zum Großen Preis von Italien lesen Sie hier.)

Schweiz

Blick: "Am 12. Mai wurde der Wahlschweizer von Ferrari zum Saisonende entlassen. Noch vor dem Start in die Corona-Saison! Jetzt ist Vettels neuer Arbeitgeber offiziell bekannt. Drei Tage vor dem Jubiläums-Rennen (1000. GP) von Ferrari in Mugello. Damit kann Vettel nach bisher 248 Rennen und 53 Siegen medienmäßig seinem jetzigen Team noch etwas in die Suppe spucken und sein Noch-Team etwas aus dem Rampenlicht nehmen."

Österreich

Kurier: "Vergeblich versuchte er seinem Kindheitsidol Michael Schumacher nachzueifern und gibt seinen Wechsel nun ausgerechnet vor Ferraris 1000. Grand Prix in Italien am Sonntag bekannt. Gerüchte über das Anbandeln mit dem Team aus Silverstone hatten sich im Umfeld der Rennserie zuletzt hartnäckig gehalten."

Bilderstrecke

Sebastian Vettel - Die Karriere des vierfachen Weltmeisters