Triathlon

Ironman-Weltmeisterin Haug: "Großer Teil des Einkommens einfach weg"

Ursprünglich wäre Anne Haug am Wochenende bei der Ironman-WM auf Hawaii gestartet. Doch Corona wirbelt auch im Triathlon alles durcheinander.

Ursprünglich wäre Anne Haug am Wochenende bei der Ironman-WM auf Hawaii gestartet. Doch Corona wirbelt auch im Triathlon alles durcheinander.

Bild: picture alliance/Arne Dedert/dpa

Ursprünglich wäre Anne Haug am Wochenende bei der Ironman-WM auf Hawaii gestartet. Doch Corona wirbelt auch im Triathlon alles durcheinander.

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Die Corona-Krise bringt auch die deutschen Ironman-Weltmeister Anne Haug an ihre Grenzen. Am Wochenende hätte ursprünglich die WM auf Hawaii begonnen.
Ursprünglich wäre Anne Haug am Wochenende bei der Ironman-WM auf Hawaii gestartet. Doch Corona wirbelt auch im Triathlon alles durcheinander.
dpa
09.10.2020 | Stand: 09:49 Uhr

"Mir geht es da wie allen anderen Selbstständigen/Künstlern/Musikern, etc.", erklärte Anne Haug, die Gewinnerin der Ironman-WM im vergangenen Jahr, der Deutschen Presse-Agentur: "Natürlich bricht ein sehr großer Teil des Einkommens einfach weg."

In diesem Jahr gab es fast keine Triathlon-Rennen, die Ironman-WM wurde zunächst auf Februar kommenden Jahres verschoben und später komplett abgesagt. Sie hätte ursprünglich in der Nacht auf Sonntag (MESZ) auf Hawaii steigen sollen.

Sie sei extrem dankbar für ihre Sponsoren, die auch in dieser Zeit zu ihr stehen würden, betonte Haug. "Länger als dieses Jahr sollte die Krise aber nicht dauern", sagte die 37-Jährige aus Bayern.

Jan Frodeno: "Vielleicht ist meine Karriere schon zu Ende"

Der 39 Jahre alte dreimalige Titelträger Jan Frodeno meinte gar: "Wer weiß - vielleicht ist meine Karriere ja schon zu Ende, ohne dass wir es wissen." Es gebe immer Ausfälle im Sport, man werde sich derer nur noch viel bewusster zu späterer Stunde in seiner Karriere, betonte der Gewinner von 2015, 2016 und 2019. Als "natürlich" existenzbedrohend sieht Patrick Lange die Corona-Krise irgendwann an. Der Hesse siegte 2016 und 2017.

Rivale Sebastian Kienle, der genau wie Jan Frodeno schon beim Allgäu Triathlon in Immenstadt gestartet war, sprach indes nicht von Existenzbedrohung. "Dazu lief es in den letzten Jahren zu gut, und wir haben gut gewirtschaftet, wie man so schön sagt." Mit mittlerweile 36 Jahren bleibe ihm aber auch nicht mehr so viel Zeit. Wenn im kommenden Jahr Rennen erneut nicht möglich seien, "muss ich mich schon fragen, ob es Sinn macht, da weiter hundert Prozent meiner Energie reinzustecken".

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