Interview

Das sagt Moderatorin Jessy Wellmer zur Kritik an Bastian Schweinsteiger und ihr

Jessy Wellmer (41) moderiert unter anderem seit 2014 die «Sportschau» der ARD. Bei der Fußball-EM 2021 ist sie als Moderatorin im Einsatz und bildet mit dem Experten Bastian Schweinsteiger ein Duo.

Jessy Wellmer (41) moderiert unter anderem seit 2014 die «Sportschau» der ARD. Bei der Fußball-EM 2021 ist sie als Moderatorin im Einsatz und bildet mit dem Experten Bastian Schweinsteiger ein Duo.

Bild: Georg Wendt, dpa (Archiv)

Jessy Wellmer (41) moderiert unter anderem seit 2014 die «Sportschau» der ARD. Bei der Fußball-EM 2021 ist sie als Moderatorin im Einsatz und bildet mit dem Experten Bastian Schweinsteiger ein Duo.

Bild: Georg Wendt, dpa (Archiv)

Nach dem Aus von Deutschland gegen England bei der Fußball-EM 2021 stehen auch ARD-Moderatorin Jessy Wellmer und Experte Bastian Schweinsteiger in der Kritik.
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dpa
01.07.2021 | Stand: 07:48 Uhr

Jessy Wellmer und Bastian Schweinsteiger bilden bei der Fußball-EM für die ARD ein Fernseh-Paar. Im Interview spricht die TV-Journalistin über die Rolle des Experten und äußert sich zur "saftigen" Kritik..

Die ARD und auch das ZDF setzen relativ viel auf Experten. Wofür braucht man die eigentlich?

Jessy Wellmer: Mit Bastian Schweinsteiger ist es wirklich ein großes Vergnügen, weil der irre nett ist. Das klingt jetzt total überzogen, weil die Tante vom Fernsehen das sagt - aber jeder, der ihm mal begegnet, würde feststellen, dass er einfach ein sehr angenehmer Mensch ist. Das merkt man ganz besonders jetzt auf unserer Tour durch halb Europa. Eine Reise von Spielort zu Spielort wäre schon zu normalen Zeiten nicht ganz ohne. Jetzt, mit all den Sonderregeln, den ganzen Tests, all den Anforderungen zum Schutz vor Covid, zeigt sich, wer auch unter Stress gute Laune behält. Mit Bastian ist die Zusammenarbeit wirklich unkompliziert und angenehm. Und ich finde, das sieht man auch auf dem Bildschirm.

Jetzt haben Sie meine Frage nicht so richtig beantwortet, das war eher eine kleine Liebeserklärung. Also: Wofür braucht man ihn?

Wellmer: Grundsätzlich: Die Experten – das gilt auch für Almuth Schult, Prince Boateng und Stefan Kuntz – sind dabei, weil sie Experten sind. Weil sie wirklich sehr gut Bescheid wissen über ihren Sport. Und für den Zuschauer ist es schön, Leuten beim angeregten Gespräch über das Turnier und die Spiele zuzuhören. Man kann im Dialog die Ereignisse viel besser von allen Seiten betrachten, weil jeder einzelne eine eigene Sicht hat. Und für Bastian Schweinsteiger gilt das ganz besonders – mit all seiner Erfahrung als 121-facher Nationalspieler. Bastian kennt wirklich Gott und die Welt. Und er ist spiel-analytisch total versiert. Er hat ein Auge für das Spiel und zeigt uns die taktischen Tricks.

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Was sagen Sie zur Kritik am Experten Schweinsteiger?

Wellmer: Es wird Sie nicht überraschen, dass ich die nicht teile. Das Schöne an unserem Angebot ist ja, dass wir wirklich ein sehr breites Angebot machen. Wer mit Stefan Kuntz vielleicht nicht einer Meinung ist, findet vielleicht Almuth Schult ganz toll. Es ist gut und anregend, sich mit verschiedenen Positionen auseinandersetzen zu können. Finde ich jedenfalls. Im übrigen: Für manche Zeitungs- oder Online-Kollegen ist es bei großen Sportereignissen natürlich sehr verlockend, saftige Fernsehkritiken zu schreiben. Das kann ich verstehen. Denn über den Sport haben wir Fernsehleute ja schon live berichtet...