Vierschanzentournee

Karl Geiger darf zur Tournee: "Dem Karl ist immer alles zuzutrauen"

Freude bei Karl geiger: Er darf nach seiner Corona-Infektion bei der Vierschanzentournee starten.

Freude bei Karl geiger: Er darf nach seiner Corona-Infektion bei der Vierschanzentournee starten.

Bild: Darko Bandic

Freude bei Karl geiger: Er darf nach seiner Corona-Infektion bei der Vierschanzentournee starten.

Bild: Darko Bandic

Karl Geigers letzter PCR-Test ist negativ, er darf beim Auftaktspringen in Oberstdorf starten. Doch wie fit ist der Lokalmatador nach der Quarantäne?
28.12.2020 | Stand: 09:39 Uhr

Erleichterung und Freude beim deutschen Skisprung-Team und allen voran bei den Fans: Karl Geiger ist für die Vierschanzentournee startberechtigt. Sein Corona-Test vom Sonntagvormittag ist negativ. Das teilte DSV-Pressesprecher Ralph Eder auf Anfrage unserer Redaktion am Sonntagabend um 19.50 Uhr mit. (Lesen Sie auch: Corona-Tests für die Vierschanzentournee - so lief es ab.)

Karl Geiger startet bei der Vierschanzentournee mit der Startnummer 52

Karl Geiger wird demzufolge am Montag ab 14.30 Uhr mit der Startnummer 52 zwei Trainingssprünge und ab 16.30 Uhr einen Qualifikationssprung bestreiten. Der 27-Jährige vom Skiclub Oberstdorf hat seine zehntägige Quarantäne beendet und stieß am Sonntag wieder zurück zum DSV-Team ins Mannschaftshotel in Tiefenbach. In einer Medienrunde im Internet zeigte sich Geiger zuversichtlich: „Natürlich fehlen mir ein paar Trainingssprünge. Aber ich habe nichts zu verlieren und schaue, wie ich wieder reinkomme in so einen Wettbewerb.“

Am Sonntag beantwortete der 27-Jährige im deutschen Teamhotel bereits wieder die Fragen der Journalisten, nachdem er zuletzt nur Videobotschaften aus seiner Heimat geschickt hatte. Geiger sagte: "Ich habe zum Glück keinerlei Symptome entwickelt. Mir ging es sehr gut, von Anfang bis zum Ende der Quarantäne." Er freue sich, nun wieder frische Luft schnappen zu können. Nur zwei Tage nach seinem Gold bei der Flug-WM wurde Geiger Vater einer Tochter, wiederum zwei Tage später folgte der positive Corona-Test. "Ich war schockiert und geknickt", schilderte Geiger.

An der Seite seines Zimmerkollegen Markus Eisenbichler kann Geiger nun ein Kandidat für eine Überraschung sein. "Ich weiß schon, dass ich mit guten Sprüngen auch ein Wörtchen mitreden kann. Ich werde auf Angriff gehen. Ich habe nichts zu verlieren", sagte Geiger. Seine letzten Flüge in Planica waren von Erfolg gekrönt: Auf Gold im Einzel folgte noch Silber im Quartett, bei dem Geiger von Bundestrainer Stefan Horngacher als Schlussspringer nominiert wurde.

Ist Karl Geiger fit genug für die Vierschanzentournee?

Horngacher selbst sagt über Geigers Leistungsfähigkeit nach der Quarantäne: "Er hat ein bisschen eine Sprungpause gehabt. Die Situation war ähnlich wie bei der Skiflug-WM. Dem Karl ist immer alles zuzutrauen. Aber natürlich muss man schauen, wie er jetzt wieder reinkommt." Aus der Rolle des Favoriten, die Horngacher zuvor bei Geiger gesehen hatte, sei der Allgäuer nun raus.

Nach Geigers positivem Test war das deutsche Skisprung-Team ohne den letztjährigen Gesamtzweiten in Engelberg angetreten. Die weiteren Athleten und Trainer wurden seither alle negativ getestet. Geigers Infektion war in diesem Winter der erste Corona-Fall bei den deutschen Skispringern, die ein striktes Schutzkonzept verfolgen, bei Siegerehrungen stets Masken tragen und sogar Teammeetings neuerdings via Zoom abhalten.

Alle Informationen zur Vierschanzentournee 2020/21 finden Sie hier.