Abfahrts-Triumph im Weltcup

Kriechmayr siegt in Wengen dank Pizzaschnitte - Dämpfer für deutsche Rennläufer

In Wengen nicht zu schlagen: Vincent Kriechmayr aus Österreich.

In Wengen nicht zu schlagen: Vincent Kriechmayr aus Österreich.

Bild: Jean-Christophe Bott/dpa

In Wengen nicht zu schlagen: Vincent Kriechmayr aus Österreich.

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Skirennfahrer Vincent Kriechmayr gewinnt den Abfahrtsklassiker in Wengen. Die Deutschen Speed-Herren erleiden einen weiteren Rückschlag.
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dpa
15.01.2022 | Stand: 14:44 Uhr

Eine gewagte Pizzaschnitte hat Skirennfahrer Vincent Kriechmayr zum ersten Weltcup-Erfolg seit März verholfen. Gemeint ist in der Ski-Szene die V-förmige Haltung der Skier - Pizzaschnitte genannt - durch die der Österreicher beim Abfahrts-Weltcup in Wengen eine Kurve perfekt erwischte und so zu seinem umstrittenen Sieg raste. Der 30-Jährige gewann am Samstag mit 0,34 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Beat Feuz. Dritter wurde der Italiener Dominik Paris (+0,44).

Abfahrt in Wengen: Start von Kriechmayr sorgt für Wirbel

Kriechmayrs Start hatte aufgrund des ihm durch den Weltverband Fis zugesprochenen Sonderstartrechts für reichlich Wirbel gesorgt. Der Weltmeister hatte infolge eines positiven Corona-Tests die Abfahrtstrainings verpasst. Laut Reglement ist die Teilnahme an mindestens einem Training jedoch Pflicht für den Start in der Schussfahrt. Nachdem er durch eine Juryentscheidung Grünes Licht bekommen hatte, fuhr Kriechmayr deshalb am Freitagmorgen aus dem Starthaus. Nach wenigen Metern brach er die Fahrt ab.

"Es geht überhaupt nicht um den Vincent Kriechmayr, sondern um die Reglements, die da sind, damit jeder weiß, was er zu tun hat", hatte der Alpindirektor des Schweizer Skiverbandes, Walter Reusser, dem ZDF gesagt. Der Zweitplatzierte Feuz gratulierte am Samstag mit einem Augenzwinkern: "Dafür, dass du kein Training gefahren bist, war das eine sehr gute Fahrt."

Weltcup in Wengen: Deutsche Rennläufer müssen Dämpfer hinnehmen

Die deutschen Speed-Herren mussten nach ihrem Debakel am Vortag den nächsten Dämpfer hinnehmen und verpassten geschlossen die Top 15. Dominik Schwaiger fuhr als bester DSV-Athlet auf Rang 17. Zwei Positionen dahinter landete Romed Baumann. "Mir hat die hundertprozentige Überzeugung gefehlt. Umso weiter es nach unten gegangen ist, desto träger ist es geworden", sagte Baumann im ZDF mit Blick auf die längste Abfahrt im Weltcup-Kalender.

Simon Jocher und Josef Ferstl kamen nicht über die Plätze 24 und 30 hinaus. Der WM-Zweite Andreas Sander hatte schon vor dem Rennen auf seine Formkrise reagiert und auf einen Start verzichtet. Am Sonntag steht in der Schweiz noch ein Slalom auf dem Programm.

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