Fitness für TV-Show

"Krieger aus Sonthofen": Patricio Cataldo trainiert für Ninja Warrior 2020

Er ackert für den großen Traum vom Ninja Warrior: Nach der ersten Absage 2019 quälte sich Patricio Cataldo ein Jahr lang, um die Jury beim zweiten Anlauf zu überzeugen. Und 2020 gelang es dem 31-jährigen Sonthofer: Cataldo durfte sich in der Fernsehshow mit 300 weiteren Teilnehmern messen.

Er ackert für den großen Traum vom Ninja Warrior: Nach der ersten Absage 2019 quälte sich Patricio Cataldo ein Jahr lang, um die Jury beim zweiten Anlauf zu überzeugen. Und 2020 gelang es dem 31-jährigen Sonthofer: Cataldo durfte sich in der Fernsehshow mit 300 weiteren Teilnehmern messen.

Bild: Daniel Kopatsch

Er ackert für den großen Traum vom Ninja Warrior: Nach der ersten Absage 2019 quälte sich Patricio Cataldo ein Jahr lang, um die Jury beim zweiten Anlauf zu überzeugen. Und 2020 gelang es dem 31-jährigen Sonthofer: Cataldo durfte sich in der Fernsehshow mit 300 weiteren Teilnehmern messen.

Bild: Daniel Kopatsch

Der Sonthofer Patricio Cataldo kämpft in der TV-Show „Ninja Warrior 2020“ um ein Preisgeld von 300.000 Euro. Wir stellen den Allgäuer Ninja vor.
02.10.2020 | Stand: 15:14 Uhr

Es erinnert an Tarzan, wenn sich Patricio Cataldo im selbst gebauten Parcours von einem Seil zum nächsten hangelt. Was den Filmszenen der legendären Dschungel-Figur von Edgar Burroughs ähnelt, ist für den 31-jährigen Oberallgäuer hartes Training und folgt einem großen Ziel: Cataldo will Ninja Warrior Germany 2020 werden und nimmt bei der gleichnamigen Fernseh-Show auf RTL teil.

Über 100.000 Bewerber für TV-Show Ninja Warrior

Als einer von 100 000 Bewerbern kämpfte sich der Sonthofer beim Casting in München unter die besten 300 Sportler für den Fitness-Parcours-Wettkampf. Diese 300 Athleten messen sich in Vorrunden im Studio in Köln miteinander, bis zum Finale der stärkste Kämpfer übrigbleibt. Ausgestrahlt wird die Show ab Spätherbst vor einer Millionen-Zuschauer-Quote.

Cataldos Herausforderung ist der Weg. Vier harte Hindernisparcours müssen die teilnehmenden Hobby-, wie auch Profisportler, fehlerfrei überwinden. Wer sich einen Fehler erlaubt, wer ausrutscht, wer es schlicht nicht durch den Parcours schafft, fällt ins Wasserbecken und scheidet aus. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 300 000 Euro.

>> Schon 2019 hatte es ein Allgäuer ins Finale der Show geschafft. So erlebte er das Finale <<

Szenenwechsel: Vom Studio in Köln in ein Gunzesrieder Hotel: Es ist ein spektakuläres Schauspiel, als Patricio Cataldo im Laufschritt über Bierbänke springt und aus dem Stand einen Satz auf einen anderthalb Meter großen Stein macht. Augenscheinlich: Der 31-Jährige meint es ernst mit dem Training. Der Hobbysportler, der selbst keinen eigenen Fernseher besitzt, kam durch einen Zufall auf die Idee, sich bei „Ninja Warrior“ zu bewerben. Bei einem Familienbesuch lief die Sendung, sein Vater hielt das Format maßgeschneidert für den Sohn.

Cataldo überzeugt in Lederhosen aus Gummi

Aufgeben kam für ihn aber nicht in Frage. „Ich dachte, ich bin Sportler und ohnehin recht fit – und ich kann mich jeder Herausforderung stellen. Ich musste aber erkennen, dass das nicht so leicht war“, gesteht Cataldo: „Ich wusste dann erst, worauf es ankommt. Man muss aus der Masse stechen.“ Ein Jahr hatte der Sonthofer Zeit, an den Defiziten zu arbeiten – wiederholte beispielsweise Morgen für Morgen Klimmzüge am Handtuch. Und letztlich stand er im Januar 2020 beim zweiten Anlauf mit Lederhose aus Gummi auf der Matte. Vor einer Jury sprang er über Stangen, überwand Himmelsleitern und stellte sich persönlich vor: als selbstständiger Grafiker, Allgäuer und Italiener, Naturmensch und Künstler. Beim Besuch unserer Redaktion führt der Fitnesssportler uns zu einer kleinen Galerie seiner Werke. „Meine Bilder sind farbenfroh, wie das Leben. Und wie ich“, sagt Cataldo.

Bilderstrecke

So trainiert der Sonthofer Patricio Cataldo für Ninja Warrior

Die Corona-Krise brachte ihm in den vergangenen Monaten viel Zeit, sich der Kunst und dem Training zu widmen. Zur Seite stand ihm dabei sein Trainer und Mental-Coach Robby Lange, der auch Olympiateilnehmer begleitet. Lange schrieb für Patricio Cataldo nicht nur die Trainingspläne, sondern unterstützte ihn auch mit meditativen Techniken und schickte ihm Entspannungsübungen aufs Smartphone. Für jeden Parcours dachten sich dien beide passende Sinnbilder aus. Der Affe wurde zum Symbol für Wendigkeit, der Puma stand für hohes Tempo. „Das gab mir Kraft und Ausdauer“, verrät Cataldo.

Für Ninja Warrior: Drei Trainingseinheiten täglich

Und die war nötig. Denn seit der Zusage, die ihn im Februar erreichte, trainierte er bis zu drei Mal am Tag. Klimmzüge, Liegestütze und eine Laufrunde waren vor dem Frühstück dran. Zusätzlich baute er Zirkeltrainings und Klettereinheiten in seinen beruflichen Alltag ein. Seine Handballen mit Hornhaut zeichnen ein klares Bild von seinem harten Training der vergangenen Monate. „Ich kann mich schnell und sehr stark für eine Aufgabe motivieren. Mein innerer Antrieb ist ein Krieger, ein Kämpfer“, sagt Cataldo. „Ich brenne für den Sport, wie für all die Dinge, die ich angreife. Ich liebe das Vielseitige im Leben und wenn ich Herausforderungen sehe, ziehe ich daraus Motivation für meine Projekte.“

Ende Mai schließlich nahm er beim Dreh in Köln als einer von 300 Kandidaten teil. Er betrat die Bühne, ins Rampenlicht, aus den Lautsprechern dröhnte sein Name. Sein Gefühl? „Es war geil. Ich hatte einfach nur Bock“, sagt Patricio Cataldo. Wie es lief, darf er wegen einer Verschwiegenheitserklärung in seinem Vertrag mit dem Fernsehsender freilich noch nicht verraten. Schwitzige Hände werden seine Freunde und Familie erst im Spätherbst auf dem Sofa bekommen. Die Show ist auf RTL zu sehen.