Fußball-EM 2021

Nach missglückter Protestaktion: Polizei ermittelt gegen Motorschirm-Piloten

Die Polizei ermittelt gegen den Motorschirm-Piloten, der beim EM-Spiel Deutschland - Frankreich ins Stadion in München gegleitet ist.

Die Polizei ermittelt gegen den Motorschirm-Piloten, der beim EM-Spiel Deutschland - Frankreich ins Stadion in München gegleitet ist.

Bild: Christian Charisius, dpa

Die Polizei ermittelt gegen den Motorschirm-Piloten, der beim EM-Spiel Deutschland - Frankreich ins Stadion in München gegleitet ist.

Bild: Christian Charisius, dpa

Nach der missglückten Protestaktion eines Motorschirm-Piloten bein EM-Auftakt in München ermittelt die Polizei gegen den 38 Jahre alten Aktivisten.
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dpa
16.06.2021 | Stand: 09:01 Uhr

Nach der missglückten Protestaktion vor dem EM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich ermittelt die Polizei wegen verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch - und nach dem Luftverkehrsgesetz. Das teilte das Polizeipräsidium München am Mittwoch mit. Ein 38 Jahre alter Mann aus Baden-Württemberg war am Vorabend kurz vor dem Anpfiff des Fußballspiels auf dem Platz im Münchner EM-Stadion gelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt, die ins Krankenhaus kamen.

Nach missglückter Protestaktion von Motorschirmflieger bei EM-Spiel in München Kritik an Greenpeace

Der Motorschirm-Pilot wurde festgenommen, sein Flieger sichergestellt. "Das Polizeipräsidium München betont, dass es keinerlei Verständnis für solche unverantwortlichen Aktionen gibt, bei denen eine erhebliche Gefährdung von Menschenleben in Kauf genommen wird", hieß es in der Mitteilung der Polizei. Auch von anderen Seiten hagelte es Kritik an der Aktion der Umweltorganisation Greenpeace, die schief gelaufen war. Ursprünglich wollte der Pilot einen großen gelben Ball in die Arena sinken lassen. Dabei geriet er in eine Stahlseilkonstruktion am Stadiondach und kam ins Trudeln, so dass er ins Stadion herabsank.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte Konsequenzen an. "Das wird genau behandelt, das sind klare Verstöße", sagte er dem Bayerischen Rundfunk. "Das ist kein Kavaliersdelikt."