Profifußball

Martin Kind sieht in Kartellamts-Bewertung Grund für Ende von 50+1-Regel

Martin Kind, Mehrheitsgesellschafter bei Hannover 96, hat schon einmal eine Ausnahmegenehmigung für die 50+1-Regel beantragt.

Martin Kind, Mehrheitsgesellschafter bei Hannover 96, hat schon einmal eine Ausnahmegenehmigung für die 50+1-Regel beantragt.

Bild: Swen Pförtner, dpa

Martin Kind, Mehrheitsgesellschafter bei Hannover 96, hat schon einmal eine Ausnahmegenehmigung für die 50+1-Regel beantragt.

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Martin Kind, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Hannover 96, glaubt an ein Ende der 50+1-Regel. Er selbst wollte schon mal eine Ausnahmegenehmigung.
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dpa
01.06.2021 | Stand: 16:24 Uhr

Hannovers Mehrheitsgesellschafter Martin Kind sieht in der jüngsten Bewertung des Bundeskartellamts einen Grund zur Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Profifußball. Die Behörde hatte die derzeit geltenden Ausnahmeregelungen für die Clubs Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG 1899 Hoffenheim wegen negativer Auswirkungen auf die Ausgeglichenheit des Wettbewerbs kritisiert.

"Die Logik daraus ist dann, dass man das abschaffen muss, um die Wettbewerbsgleichheit herzustellen", sagte Kind am Dienstag. Grundsätzlich hält das Bundeskartellamt die 50+1-Regel mit dem geltenden Kartellrecht allerdings für vereinbar und moniert nur die Regelungen für die Ausnahmegenehmigung.

50+1-Regel: Verein soll weiterhin die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen

Kind (77) hatte selbst eine Ausnahmegenehmigung beantragt, das Vorhaben jedoch vor zwei Jahren - nach einer ersten Ablehnung - wieder gestoppt. Die 50+1-Regel soll den Einfluss externer Geldgeber auf einen Club der Bundesliga oder 2. Bundesliga begrenzen und sieht im Kern vor, dass der Stammverein nach der Ausgliederung seiner Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft weiterhin die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen muss.

In einer vorläufigen rechtlichen Einschätzung des Bundeskartellamtes vom Montag heißt es unter anderem: "Wenn einigen Clubs größere Möglichkeiten zur Einwerbung von Eigenkapital zur Verfügung stehen als anderen, dürfte dies nicht zur Ausgeglichenheit des sportlichen Wettbewerbs beitragen, sondern ihn eher verzerren."

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