Formel-E

Maximilian Günther aus Kempten zum dritten Mal erfolgreich

Strahlender Sieger: Maximilian Günther aus Kempten hat auch das dritte Rennen der virtuellen Formel-E-Meisterschaft gewonnen.

Strahlender Sieger: Maximilian Günther aus Kempten hat auch das dritte Rennen der virtuellen Formel-E-Meisterschaft gewonnen.

Bild: Günther

Strahlender Sieger: Maximilian Günther aus Kempten hat auch das dritte Rennen der virtuellen Formel-E-Meisterschaft gewonnen.

Bild: Günther

Bei der virtuellen Formel-E-Rennserie „Race at Home Challenge“ bleibt BMW-Werksfahrer Maximilian Günther weiterhin ungeschlagen. Aufs Podest kommen auch zwei DTM-Fahrer aus dem Abt-Rennstall.
04.05.2020 | Stand: 15:55 Uhr

Maximilian Günther bleibt in der virtuellen Formel-E-Rennserie „Race at Home Challenge“ ungeschlagen. Der 22-jährige Kemptener gewann am Wochenende seinen Einsatz auf dem neu programmierten virtuellen Kurs „Electric Docks“. Damit feierte der BMW-Werksfahrer nach einem Testrennen und zwei Wertungsläufen bereits seinen dritten Sieg. Mit 50 Punkten führt er die Gesamtwertung an. „Ich bin sehr glücklich, dass ich auch dieses Rennen gewinnen konnte“, sagte er nach dem Sieg im heimischen Wohnzimmer. Bei der virtuellen Rennserie sitzen die Fahrer zu Hause in einem Cockpit mit Sitz, Lenkrad, Pedalen und Bildschirm. Über das Internet sind sie miteinander verbunden. Am Wochenende nahmen erstmals alle 24 Stammfahrer der Formel E am Sim-Rennen teil.

Günther profitiert von Crash in Kurve

Auf der Fantasiestrecke „Electric Docks“ startete Stoffel Vandoorne zum zweiten Mal nach Hongkong von der Pole-Position. Doch zum zweiten Mal hintereinander legte er in Führung liegend einen Crash hin. Beim Verteidigen gegen Günther nach dem Start krachte der Belgier in der ersten Schikane in die Mauer. „Die ersten beiden Kurven waren ziemlich chaotisch, denn es gab jede Menge Kontakte. Zum Glück bin ich da unbeschadet durchgekommen und konnte nach Kurve drei die Führung übernehmen“, erzählt Günther. „Von da an habe ich mich darauf konzentriert, keinen Fehler zu machen und den Sieg sicher ins Ziel zu bringen.“

Abt-DTM-Fahrer Robin Frijns und Nico Müller auf Podest

Der Allgäuer erbte wie schon in Hongkong die Führung, wurde aber von Pascal Wehrlein (Mahindra) unter Druck gesetzt. In der neunten von 15 Runden waren die beiden nur noch 0,3 Sekunden auseinander, als sich Wehrlein in der Schikane am Ende der Start-Ziel-Gerade drehte. „Auf diesem neuen Kurs kam es sehr leicht zu Unfällen. Soweit ich mitbekommen habe, mussten das einige meiner Konkurrenten erleben“, sagt Günther, der letztlich ungefährdet mit 7,7 Sekunden Vorsprung ins Ziel rauschte. Die anderen beiden Plätze auf dem Podium sicherten sich die beiden Abt-DTM-Fahrer Robin Frijns und Nico Müller. Immer noch nicht in Fahrt gekommen sind Lucas di Grassi und Daniel Abt vom Team „Audi Sport Abt Schaeffler“. Sie landeten auf den Plätzen 13 und 23. In der Gesamtwertung der E-Sport-Tournee führt Günther (50 Punkte) vor Frijns (30), Vandoorne (22), Wehrlein (17) und Müller (15.).

Das dritte Rennen der „Race at Home Challenge“ der Formel E startet am kommenden Samstag, 9. Mai. Die Strecke wird erst kurz zuvor bekannt gegeben.

Formel-E soll mit Geisterrennen fortgesetzt werden

Während sich die Stammfahrer derzeit vom Wohnzimmer aus duellieren, sind die echten Formel-E-Rennen in New York und London abgesagt worden. Das „ExCeL-Center“ in London, das Teil des Veranstaltungsgeländes der Elektrorennserie sein sollte, wird als Hilfskrankenhaus zur Behandlung von Covid-19-Patienten genutzt. Wie es mit der Saison weitergeht, bleibt offen. Serienboss Alejandro Agag hatte angekündigt, das Jahr mit „Geisterrennen“ ohne Zuschauer fortzusetzen. Er meint: „Ich habe viele Fragen von Fans in den sozialen Medien gelesen, wann wir wieder Rennen fahren. Sie brauchen das. Wir werden deshalb so schnell es geht hinter verschlossener Tür wieder auf die Strecke gehen.“

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