Fußball

Medienbericht: Weiteres Steuerverfahren gegen den DFB

Der DFB hat erneut Ärger wegen eines Steuerverfahrens.

Der DFB hat erneut Ärger wegen eines Steuerverfahrens.

Bild: Andreas Arnold

Der DFB hat erneut Ärger wegen eines Steuerverfahrens.

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Der DFB muss sich mit einem weiteren Steuerverfahren auseinandersetzen. Dieses Mal geht es um einen Sponsor.
Der DFB hat erneut Ärger wegen eines Steuerverfahrens.
dpa
08.01.2021 | Stand: 20:59 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund muss sich einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge mit einem weiteren Steuerverfahren auseinandersetzen. Dabei soll es um die Versteuerung von Sachzuwendungen durch den DFB-Sponsor Adidas gehen. "Anhaltspunkte für ein steuerstrafrechtlich vorwerfbares Verhalten bestehen nicht", teilte der Verband am Freitagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Eröffnung eines Verfahrens wurde nicht bestätigt. Ein neu eingeführtes System zur steuerlichen Fehlerprävention habe "Ende letzten Jahres eine mögliche Fehlerquelle aufgezeigt", woraufhin der DFB eine Mitteilung ans zuständige Finanzamt geschickt habe.

Schon im Oktober wurden Wohnungen der DFB-Funktionäre durchsucht

Im vergangenen Oktober waren in einem anderen Fall die Geschäftsräume des DFB sowie Privatwohnungen mehrerer Funktionäre von Steuerfahndern durchsucht worden. Dabei ging es um die Besteuerung der Einnahmen aus der Bandenwerbung bei Heimspielen der Nationalmannschaft in den Jahren 2014 und 2015. Der DFB sei einer Besteuerung in Höhe von etwa 4,7 Millionen Euro entgangen, hatten die Ermittler mitgeteilt.

In dem neuen Fall geht es der SZ zufolge um "unkorrekte Angaben" in Lohnsteuer-Anmeldungen sowie in Körperschafts- und Gewerbesteuererklärungen von 2015 bis November 2020. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft kommentierte den Bericht auf Anfrage der Zeitung nicht. Der DFB bestätigte, dass vorsorglich "nach Information des Präsidiums eine Nachmeldung auf Basis einer Maximalbetrachtung an das Finanzamt" erfolgt sei. Der Fall zeige, dass das neue Warnsystem (Tax Compliance Management System) funktioniere. "Ob und in welcher Höhe überhaupt Steuern nachzuzahlen sind, ist noch zu prüfen", teilte der Verband mit.