Corona und Fußball

Mediziner: 15.000 bis 20.000 Fans im Stadion "völlig illusorisch"

Ein Mitarbeiter desinfiziert in einem Stadion die Sitzplätze für Ersatzspieler.

Ein Mitarbeiter desinfiziert in einem Stadion die Sitzplätze für Ersatzspieler.

Bild: Swen Pförtner/dpa (Symbolbild)

Ein Mitarbeiter desinfiziert in einem Stadion die Sitzplätze für Ersatzspieler.

Bild: Swen Pförtner/dpa (Symbolbild)

Aus Sicht des Mediziners Michael Geißler ist eine größere Zahl von Zuschauern in den Fußball-Stadien vorerst nicht realistisch. Wie er das begründet.

Ein Mitarbeiter desinfiziert in einem Stadion die Sitzplätze für Ersatzspieler.
dpa
05.08.2020 | Stand: 11:43 Uhr

Aus Sicht des Mediziners Michael Geißler ist eine größere Zahl von Zuschauern in den Fußballstadien vorerst nicht realistisch. "Wenn man sich die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen ansieht, ist ein mit 15.000 bis 20.000 Zuschauern gefülltes Stadion völlig illusorisch", sagte der Ärztliche Direktor und Chefarzt des Klinikums Esslingen, Sohn des früheren CDU-Politikers Heiner Geißler, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

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Sinnvoll seien eher Pilotprojekte

Er könne sich nicht vorstellen, dass die Politik es erlaube, dass alle Vereine auf einmal mit 10.000 oder mehr Zuschauern starten. "In den Stadien haben sie kaum Wind, wenn da ein infizierter Gast hustet oder niest, sind zwei Meter Abstand nicht genug", erklärte er. Als sinnvoll betrachte er Pilotprojekte mit vielleicht 1.000, 2.000 oder 5.000 Zuschauern. "Realistisch betrachtet werden Großveranstaltungen bis weit ins kommende Jahr, also womöglich bis Ende der Saison 2020/2021, nicht funktionieren - unabhängig davon, ob es im neuen Jahr einen Impfstoff geben wird", sagte Geißler.