Eishockey

Nach internationalem Druck: Keine Eishockey-WM in Belarus

Die Eishockey-Weltmeisterschaft wird nicht in Belarus stattfinden.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft wird nicht in Belarus stattfinden.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symbolfoto)

Die Eishockey-Weltmeisterschaft wird nicht in Belarus stattfinden.

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Nach der angekündigten Sponsorenflucht hat der Eishockey-Weltverband Belarus nun doch die WM entzogen.
Die Eishockey-Weltmeisterschaft wird nicht in Belarus stattfinden.
dpa
18.01.2021 | Stand: 17:12 Uhr

Der Eishockey-Weltverband IIHF hat Co-Gastgeber Belarus angesichts des großen politischen und wirtschaftlichen Drucks die Weltmeisterschaft in diesem Jahr entzogen. Die Entscheidung des Exekutiv-Komitees der IIHF am Montag bei einer Videokonferenz sei aufgrund "von Sicherheitsbedenken" getroffen worden, teilte der Verband mit. Die Kritik war angesichts der Machenschaften von Machthaber Alexander Lukaschenko zuletzt immer größer geworden. IIHF-Präsident René Fasel bezeichnete den WM-Entzug als "bedauerlich", aber "unvermeidlich".

Wo wird nun gespielt?

Binnen einer Woche soll entschieden werden, wo die WM, die vom 21. Mai bis 6. Juni im lettischen Riga und im belarussischen Minsk geplant war, nun stattfinden soll. Im Gespräch waren zuletzt nur Riga oder die Ausweichnationen Dänemark oder die Slowakei. Am 25. und 26. Januar tagt das Exekutiv-Komitee erneut. Spätestens dann soll Klarheit geschaffen werden, wo die WM nun stattfindet.

Eigentlich sollte über die WM erst in der kommenden Woche beraten werden. Angesichts des heftigen Drucks, der zuletzt entstanden war, entschied das Exekutiv-Komitee, dem auch der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes Franz Reindl angehört, bereits am Montag bei einer turnusmäßigen Videokonferenz. Fasel hatte zuvor stets vor den finanziellen Folgen eines Entzugs wegen bestehender Verträge gewarnt. Auch Außenminister Heiko Maas war gegen die WM in Belarus.

Sponsoren wollten sich zurückziehen

Am Wochenende hatten Sponsoren dann mögliche Konsequenzen angekündigt. Mehrere langjährige Partner der IIHF drohten mit Rückzug, sollte die IIHF Belarus als Co-Ausrichter bestätigen.

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