Biathlon

Neuner über Biathlon-Nachwuchs: Angst um einen ganzen Jahrgang

Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner fürchtet, dass sich die Corona-Krise negativ auf den Biathlon-Nachwuchs auswirkt.

Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner fürchtet, dass sich die Corona-Krise negativ auf den Biathlon-Nachwuchs auswirkt.

Bild: picture alliance/dpa/CSM via ZUMA Wire | Espa Photo Agency

Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner fürchtet, dass sich die Corona-Krise negativ auf den Biathlon-Nachwuchs auswirkt.

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Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner sorgt sich in der Corona-Krise um den Biathlon-Nachwuchs.
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dpa
03.12.2020 | Stand: 15:06 Uhr

"Ich befürchte, es sieht schlecht aus für den Nachwuchssport in diesem Winter. Ich habe Angst, dass die jungen Leute die Lust verlieren und sagen: Na gut, dann lass ich's und mach halt irgendetwas anderes", sagte die 33-Jährige in einem am Donnerstag veröffentlichten "Spiegel"-Interview und ergänzte: "Es kann wirklich passieren, dass da ein ganzer Jahrgang wegbricht. Es gibt keine Wettkämpfe, oft nicht mal Training."

Während der Biathlon-Weltcup ohne Zuschauer und mit einem strengen Hygienekonzept durchgeführt werden kann, passiert beim Nachwuchs derzeit kaum etwas. Noch ist offen, wann sich das ändern kann und Wettkämpfe für die jungen Skijäger wieder flächendeckend möglich sind. Wer in die Weltspitze kommen will, könne es sich aber "nicht leisten, zwischendurch ein Jahr zu haben, wo man nur die Hälfte macht", sagte Neuner, die 2012 früh zurücktrat: "Man geht ins Risiko, und ich weiß nicht, ob Talente im Alter von 13 oder 14 ein Jahr Leerlauf hinnehmen und trotzdem probieren, Profi zu werden." (Lesen Sie auch: Ehemaliger Biathlon-Trainer Pichler: "Ich war drei Minuten tot")

Magdalena Neuner: Motivation Profisportler zu werden, lässt nach

"Die Motivation, Profisportler zu werden, haben nicht mehr so viele junge Leute", sagte Neuner und verwies auf viele neue Möglichkeiten. Man könne "ins Ausland gehen, Blogger oder Influencer werden zum Beispiel. Vor Jahren war es noch ein Traumberuf, Profisportler zu werden", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von den Winterspielen 2010 in Vancouver: "Und ich glaube, die Corona-Situation macht es definitiv noch schwieriger, weil es eben auch mit so viel Aufwand und Schwierigkeiten verbunden ist, mit sehr vielen Einschränkungen."