Formel 1 heute Silverstone

Nico Hülkenberg sensationell auf Startplatz 3, Sebastian Vettel enttäuscht erneut

Formel-1-Weltmeisterschaft, der Grand Prix "70 Jahre Formel 1" ins Silverstone in England, Qualifying: Nico Hülkenberg aus Deutschland vom Team Racing Point freut sich über Platz drei in der Startaufstellung.

Formel-1-Weltmeisterschaft, der Grand Prix "70 Jahre Formel 1" ins Silverstone in England, Qualifying: Nico Hülkenberg aus Deutschland vom Team Racing Point freut sich über Platz drei in der Startaufstellung.

Bild: Andrew Boyers/dpa

Formel-1-Weltmeisterschaft, der Grand Prix "70 Jahre Formel 1" ins Silverstone in England, Qualifying: Nico Hülkenberg aus Deutschland vom Team Racing Point freut sich über Platz drei in der Startaufstellung.

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Formel-1-Startaufstellung Silverstone: Sebastian Vettel erlebt weiteren Formel-1-Frusttag. Nico Hülkenberg wird Sensations-Dritter. Bottas auf Pole Position.
dpa
08.08.2020 | Stand: 18:22 Uhr

Seine Sensationsfahrt in Silverstone verblüffte Nico Hülkenberg selbst. "Ich bin ein bisschen überrascht, habe aber ein großes Lächeln im Gesicht", kommentierte der furiose Formel-1-Vertretungsfahrer bei Racing Point seinen fulminanten dritten Platz in der Qualifikation hinter dem Mercedes-Duo Valtteri Bottas und Lewis Hamilton. "Das war ein Highlight, es ist aber nicht die Zeit, sich zu früh zu freuen."

Als Hülkenberg am Jubiläumswochenende ein Glanzlicht setzte, gab Sebastian Vettel längst die nächsten Frust-Interviews. Der viermalige Weltmeister verpasste am Samstag bereits zum zweiten Mal in seiner Ferrari-Abschiedssaison die Top Ten und schloss die Qualifikation zum Grand Prix von England nur als Zwölfter ab.

Sebastian Vettel bei Ferrari konsterniert: Egal was ich mache...

Eine nachträgliche Strafe gegen Esteban Ocon von Renault lässt ihn aber einen Platz nach vorne rücken. "Egal, was ich probiere, ich mache da keinen bedeutenden Schritt vorwärts", konstatierte Vettel bitter bei Sky. "Das war alles, was ich zu geben hatte. Das war alles, was in dem Wagen gesteckt hat."

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Sebastian Vettel - Die Karriere des vierfachen Weltmeisters

Selbst im Wagen von Hülkenberg steckt so viel mehr. Der Ersatzmann für den am Coronavirus erkrankten Mexikaner Sergio Perez dürfte nun sogar den ersten Podestplatz seiner Karriere anpeilen - nach 177 erfolglosen Versuchen. "Diese Woche habe ich mich wesentlich besser gefühlt, ich habe aber auch viel Respekt vor morgen", sagte Hülkenberg, der letztmals 2016 in Österreich Dritter in der Qualifikation geworden war und am vergangenen Sonntag wegen eines Kupplungsschadens nicht starten konnte. "Die letzte Runde von Nico war wirklich besonders", lobte Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer.

Formel 1 in Silverstone 2020 Startaufstellung: Nicht Hamilton, sondern Bottas stellt den Mercedes auf die Pole

Die Pole schnappte sich diesmal nicht Lewis Hamilton, sondern sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas. Der Finne war gerade mal 63 Tausendstelsekunden schneller als der englische WM-Spitzenreiter und geht von ganz vorne in das Event am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky), das an 70 Jahre Grand-Prix-Geschichte erinnert. "Valtteri hat einen großartigen Job gemacht, von meiner Seite war es nicht die perfekte letzte Runde", befand Hamilton.

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Vettel war einfach nur desillusioniert. "Ich bin damit zufrieden, was ich aus dem Auto herausgeholt habe, mehr bleibt mir nicht übrig", kommentierte der 33-Jährige. Vettel hatte gehofft, eine Woche nach dem ersten Grand Prix in England mit seinem störrischen Ferrari Fortschritte zu machen - in der Startplatzjagd war davon nichts zu sehen. Um überhaupt die zweite K.o.-Runde zu überstehen, entschied sich der Kommandostand, den Wagen des viermaligen Weltmeisters aus Hessen mit der ganz weichen und schnellsten Reifenmischung auszustatten. Dennoch reichte es nicht für die Top Ten. Vettel fehlten 0,193 Sekunden, um weiterzukommen.

Sebastian Vettel über seinen Ferrari: In zwei Wochen auf keinen grünen Zweig gekommen

Er hatte sich schon durch das Training geschleppt. Der vorläufige Gipfel war für ihn die zweite Einheit, als ihn ein Motorschaden ausbremste. Ferrari ließ dann vorsorglich auch bei Scuderia-Stallrivale Charles Leclerc den Antrieb austauschen. "Ich denke, ich bin lange genug dabei und habe sehr viel probiert, wir sind in den zwei Wochen bis jetzt aber nicht auf einen grünen Zweig gekommen", sagte Vettel enttäuscht bei RTL.

In der WM-Wertung liegt Hamilton (88 Punkte) vor Bottas (58) und steuert unbeirrt auf seinen siebten WM-Titel zu. Damit würde der 35-Jährige mit Rekordchampion Michael Schumacher gleichziehen. Vettel ist in der Fahrerwertung 13. - mit 78 Zählern weniger als Hamilton.