Nordische Ski-Weltmeisterschaften 2021

Noch ein Monat bis zur WM: Für Sportler geht's in die heiße Phase

Vor der Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf: In Slowenien steht für Katharina Althaus (Oberstdorf) der zweite Weltcup der Saison an.

Vor der Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf: In Slowenien steht für Katharina Althaus (Oberstdorf) der zweite Weltcup der Saison an.

Bild: Ralf Lienert

Vor der Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf: In Slowenien steht für Katharina Althaus (Oberstdorf) der zweite Weltcup der Saison an.

Bild: Ralf Lienert

Egal ob Langlauf, Skisprung oder Kombination: Vor der Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf feilen die Allgäuer Athleten bei den Weltcups am Feinschliff.
26.01.2021 | Stand: 15:02 Uhr

Nordische Ski-WM Oberstdorf 2021: Ziemlich genau einen Monat vor der Eröffnung der Heim-Weltmeisterschaft in Oberstdorf am 23. Februar wartet auf die nordischen Skisportler an diesem Wochenende ein umfangreiches Weltcup-Programm. Mit am Start sind auch zahlreiche Athleten aus dem Allgäu.

  • Skispringen Frauen: Mehr als einen Monat nach dem Weltcup-Auftakt in der Ramsau am Dachstein in Österreich steht für die Mädels von Bundestrainer Andreas Bauer aus Oberstdorf, der am Donnerstag seinen 57. Geburtstag feierte, im slowenischen Ljubno der zweite Bewerb des laufenden Winters mit zwei Wettkämpfen am Samstag (Teamspringen) und Sonntag (Einzel) auf dem Programm. Der Bundestrainer freut sich, dass es nach der langen Pause endlich weitergeht und blickt noch einmal auf die Leistungen vor Weihnachten zurück: „In der Ramsau sind wir mit fünf Athletinnen unter den besten 17 sehr kompakt aufgetreten, allerdings hat die Spitzenplatzierung gefehlt. Das wollen wir in Ljubno besser machen. Dafür haben wir zuletzt fleißig trainiert, meistens auf der Heimschanze in Oberstdorf.“ Dabei sei es laut Bauer auch gelungen, die lange verletzte Carina Vogt über viel Individualtraining wieder ans Team heranzuführen. Der Coach: „Sie wird in Ljubno voll motiviert an den Start gehen.“ Das gilt auch für die Oberstdorferin Katharina Althaus: „Ich habe die letzten Jahre immer recht gute Erlebnisse in Ljubno gehabt, angefangen mit meinem ersten Weltcup-Sieg dort. Ich bin aber auch deshalb gespannt, weil wir in der Zwischenzeit doch noch einmal gut trainiert und das eine oder andere getestet und umgestellt haben.“ Positiv sieht Althaus die Tatsache, dass nach der langen Pause „jetzt regelmäßig, Wochenende für Wochenende, Wettkämpfe stattfinden – hoffentlich. Ich bin aber optimistisch und froh, dass wir wieder im Weltcup mitspringen können.“ (News-Blog vor der Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf)

30 Tage vor Nordischer Ski-WM will Karl Geiger zurück in die Erfolgsspur

  • Skispringen Männer: Die Adler von Bundestrainer Stefan Horngacher kämpfen bei zwei Springen (Samstag Team, Sonntag Einzel) im finnischen Lahti um Weltcup-Punkte. Skiflug-Weltmeister Karl Geiger aus Oberstdorf will nach zuletzt durchwachsenen Leistungen in Zakopane (Polen) wieder zurück in die Erfolgsspur. Horngacher: „Alle Aktiven sind motiviert, fit und gesund, und wir freuen uns auf Lahti. Wie schon in Zakopane wollen wir die Wettkämpfe nutzen, um mit der gesamten Mannschaft einen Schritt nach vorne zu machen. Das Schanzenprofil und die guten Leistungen der vergangenen Jahre sollten uns dabei entgegenkommen.“
  • Nordische Kombination: Mit viel Rückenwind nach den Erfolgen im italienischen Val di Fiemme bestreiten die Kombinierer um die Oberstdorfer Vinzenz Geiger und Julian Schmid am Samstag und Sonntag ebenfalls im Wintersport-Mekka 100 Kilometer nördlich von Helsinki zwei Wettkämpfe. Bundestrainer Hermann Weinbuch gibt sich optimistisch: „In Lahti sind wir immer gerne, dort haben wir schon sehr viele Erfolge erzielt.“ Weinbuch denkt dabei vor allem an Johannes Rydzek, der dort bei der WM 2017 sämtliche Goldmedaillen gewonnen hat. Das Selbstvertrauen von damals könnte der zuletzt schwächelnde Oberstdorfer im Moment gut gebrauchen. Der Bundestrainer ist zuversichtlich: „Johannes ist auf einem sehr guten Weg, und ich hoffe, dass er in Lahti auch wieder sehr gute Ergebnisse erzielen kann.“
    Johannes Rydzek
    Es könnte perfekte Timing sein. Johannes Rydzek scheint pünktlich zur Heim-WM aus dem Formtief geklettert zu sein. „Ich habe es geschafft, die Passion wiederzufinden“, sagt der sechsfache Weltmeister der Nordischen Kombination. Der 29-jährige Oberstdorfer zeigt seit Januar aufsteigende Form, ist läuferisch einer der Weltbesten.
    Bild: Ralf Lienert

  • Langlauf: Weiter ohne Sebastian Eisenlauer bestreitet das Team von Peter Schlickenrieder seine Skiathlon- und Staffelrennen in Lahti. Der Sonthofer wird wohl nächste Woche in Falun (Schweden) wieder einsteigen. Schlickenrieder: „Wir haben in der vergangenen Woche beim Training in Oberstdorf gute Entwicklungen gesehen. In diese Richtung sollte es weitergehen, um die Zeit bis zur WM bestmöglich nutzen zu können.“