Studie zu Beschimpfungen im Netz

Online-Missbrauch: Leichtathletinnen meist Ziel von Beschimpfungen

Sebastian Coe, Präsident des Leichtathletikweltverbandes IAAF, kündigte weitere Schritte im Kampf gegen Online-Diskriminierung an.

Sebastian Coe, Präsident des Leichtathletikweltverbandes IAAF, kündigte weitere Schritte im Kampf gegen Online-Diskriminierung an.

Bild: Martin Rickett, dpa (Archivbild)

Sebastian Coe, Präsident des Leichtathletikweltverbandes IAAF, kündigte weitere Schritte im Kampf gegen Online-Diskriminierung an.

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Eine Studie des Leichtathletikweltverbandes während Olympia in Tokio hat ergeben, dass vor allem Sportlerinnen in den Sozialen Medien diskriminiert werden.
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dpa
25.11.2021 | Stand: 15:46 Uhr

Besonders Leichtathletinnen sind nach einer Studie des Weltverbandes IAAF Ziel diskriminierender Beschimpfungen in den Sozialen Medien. Eine Studie von World Athletics zu den von Online-Missbrauch bei den Olympischen Spielen in Tokio betroffenen Athleten ergab, dass sich 87 Prozent der Verunglimpfungen gegen Sportlerinnen gerichtet haben, hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag.

63 Prozent der vor allem sexistischer und rassistischer Beleidigungen zielten gegen nur zwei Athletinnen - beide schwarz und weiblich. Von den insgesamt 23 beschimpften Sportlern waren 16 Frauen, wobei 115 der 132 beleidigenden Beiträge an weibliche Sportler gerichtet waren.

Über 240.000 Tweets erfasst

Der Untersuchungszeitraum ging von einer Woche vor der Eröffnungsfeier der Tokio-Spiele bis zum Tag nach der Abschlussfeier (15. Juli bis 9. August). In diesem Zeitraum wurden laut Mitteilung 240 707 Tweets, darunter 23 521 Bilder, GIFs und Videos für die Analyse erfasst.

Weltverbanspräsident kündigt weitere Schritte an

"Diese Untersuchung ist in vielerlei Hinsicht beunruhigend, aber was mich am meisten beeindruckt, ist die Tatsache, dass der Missbrauch auf Personen abzielt, die ihre Leistungen und ihr Talent feiern und teilen, um Menschen zu inspirieren und zu motivieren", erklärte Weltverbandspräsident Sebastian Coe. "Die Art des Missbrauchs, der ihnen widerfährt, ist unvorstellbar, und wir alle müssen mehr tun, um dies zu verhindern. Das Problem zu beleuchten, ist nur der erste Schritt."

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