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Pure Emotion: Was das alte Kaufbeurer Eisstadion unseren Lesern bedeutet

Das letzte Eishockeyspiel im alten Eisstadion ist lange her – nun wird die frühere Heimat des ESVK abgerissen. Zeit, sich an die schönsten Momente zu erinnern.

Das letzte Eishockeyspiel im alten Eisstadion ist lange her – nun wird die frühere Heimat des ESVK abgerissen. Zeit, sich an die schönsten Momente zu erinnern.

Bild: Alexander Vucko

Das letzte Eishockeyspiel im alten Eisstadion ist lange her – nun wird die frühere Heimat des ESVK abgerissen. Zeit, sich an die schönsten Momente zu erinnern.

Bild: Alexander Vucko

Das alte Eisstadion am Berliner Platz in Kaufbeuren wird abgerissen. Zeit sich an Bibberkälte, Freundschaften, Zitronentee und Emotionen zu erinnern.
14.10.2020 | Stand: 05:16 Uhr

Das alte Eisstadion am Berliner Platz ist ein Sehnsuchtsort für viele Fans – auch jetzt noch, wenn die Baggerschaufel an der Fassade kratzt. Die stillgelegte Arena wird derzeit abgerissen. Für viele ESVK-Anhänger ist gerade jetzt die Zeit der Erinnerung gekommen. Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, alte Geschichten im Kopf, Erlebnisse im Stadiontrubel, das Gefühle nach Sieg und Niederlage? Die AZ bittet Sie um Ihre emotionalsten Momente am Berliner Platz.

Trauer um alte Arena

Viele trauern noch immer der alten Arena nach – eine Sportstätte mit Hängedach, ein Gemäuer mit Seele. „Nein, eine Schönheit warst du nie, aber du hattest Charakter“, sagt Alexander Uhrle hymnisch. „Du warst weniger ein Stadion, du warst viel mehr eine Heimat, ein Hort der Kindheit für Tausende.“ Er weiß von vielen Freundschaften und so mancher Partnerschaft fürs Leben, die dort geschlossen wurden.

Es gab den leckersten Körnchen-Zitronentee, den man sich als Kind wünschen konnte. Und der „Puck“ sei für viele die erste „Kneipe“ in ihrem Leben gewesen, wenn es nach Eishockeyschule oder Training noch auf ein paar Wienerle die Treppe rauf ging. Uhrle erinnert sich auch an den Aufkleber „Premiere Sport Studio“ in einer Kabine, der wohl immer noch über 25 Jahre nach der TV-Übertragung an der Tür hing.

Bibbern auf der Tribüne

Dem Kaufbeurer gehen auch die Duschen nicht aus dem Kopf, wo es darum ging, als Erster oder Zweiter reinzukommen, weil nur die beiden am Rand einen Drehknopf für warmen Wasser hatten. Und „Fressbeuren“ auf dem Vorplatz, dessen Buden manchen Weihnachtsmarkt in den Schatten gestellt hätten. Die bittere Kälte auf den Rängen kroch durch Hose und Jacke. „In dir“, ruft Uhrle dem alten Stadion hinterher, „rutschte man zusammen, sonst wäre es bei minus 15 Grad noch zapfiger geworden.“

Wo sonst konnte man in einem Stadion einen Schneemann auf der Tribüne bauen? Und wo sonst konnte man nebenbei noch sein Taschengeld mit dem Sammeln von Bechern aufbessern. Er sei stolz auf die neue Arena, sagt er, „aber mein Herz wird weiter am Berliner Platz bleiben.“ Alexander Uhrle, der seit 2019 für die KI im Stadtrat sitzt, stimmte seinerzeit übrigens für den Abriss, „den unvermeidbaren“. Heute sagt er: „Das fühlte sich an, als ob man das Haus seiner Kindheit abreißen wolle.“ (Mehr über den Abriss lesen Sie hier, außerdem gibt's hier die besten Bilder)

So schicken Sie uns Ihre Erinnerungen

Schicken Sie uns Ihre Erinnerungen an Begegnungen und Begebenheiten im und am Stadion, im „Puck“, im VIP-Raum oder dort, wo nur Mannschaften, Betreuer und Hausmeister Zutritt hatten – zur Veröffentlichung per Post, als kompakte Texte und/oder Fotos.

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