Radprofi Michael Schwarzmann

Radprofi Michael Schwarzmann aus Kempten: „Fahren auf Biegen und Brechen“

Michael Schwarzmann (Mitte) vom Bora-hansgrohe Team war vor zwei Wochen bei der Polenrundfahrt am Start.  Dieses und nächstes Wochenende stehen für den Kemptener große Radrennen an.

Michael Schwarzmann (Mitte) vom Bora-hansgrohe Team war vor zwei Wochen bei der Polenrundfahrt am Start. Dieses und nächstes Wochenende stehen für den Kemptener große Radrennen an.

Bild: Ralf Lienert

Michael Schwarzmann (Mitte) vom Bora-hansgrohe Team war vor zwei Wochen bei der Polenrundfahrt am Start. Dieses und nächstes Wochenende stehen für den Kemptener große Radrennen an.

Bild: Ralf Lienert

Michael Schwarzmann vom Bora-hansgrohe Team war vor zwei Wochen bei der Polenrundfahrt am Start. Was für große Radrennen jetzt anstehen.

21.08.2020 | Stand: 11:18 Uhr

Vor zwei Wochen kam es bei der Polenrundfahrt zu einem schweren Sturz. Wenige Meter vor dem Zielstrich der ersten Etappe war der niederländische Radfahrer Fabio Jakobsen schwer gestürzt. Er hatte sich am Kopf verletzt und zudem viel Blut verloren. Im Krankenhaus wurde er zunächst in ein künstliches Koma versetzt. Jakobsen ist inzwischen wieder daheim.

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 Radprofi Schwarzmann war auch bei der Polenrundfahrt dabei

Auch der Kemptener Michael Schwarzmann vom oberbayerischen Bora-hansgrohe-Team fuhr bei diesem Rennen mit. „Der Sturz hat uns alle schwer erschüttert“, sagt der 29-Jährige. Mehr dazu konnte er aber nicht sagen. "Es geht  zur Zeit einfach mehr zu Sache, da weniger Rennen sind. Ein paar fahren auf Biegen und Brechen, um sich zu zeigen. Die Rennen sind umkämpfter.“

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Schwarzmanns Teamkollegen von Bora-hansgrohe sind verletzt

Das würde man an den vielen Stürzen in letzter Zeit sehen. Teamkollege Maximilian Schachmann hatte sich  bei der Lombardei-Rundfahrt das Schlüsselbein gebrochen. Der Ravensburger Emanuel Buchmann war  in den französischen Alpen auf einer Abfahrt gestürzt und hatte dabei schwere Prellungen und Hautabschürfungen erlitten. Schwierige Strecken könnten laut Schwarzmann auch der Auslöser für viele Stürze sein. „Ich hoffe mal, dass die Stürze in den nächsten Rennen weniger werden. Wenn man vernünftig ist, fährt man auch bedacht.“

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Erst geht es deutschen Meisterschaft, dann zur EM nach Frankreich

Am kommenden Wochenende ist schon das nächste Rennen für den Kemptener. Es geht zur deutschen Meisterschaft am Sachsenring in Oberlungwitz. Schwarzmann: „Bora-hansgrohe ist heißer Favorit. Wir möchten einen Fahrer ganz oben aufs Treppchen bringen.“ Sein Team hat hierfür beste Voraussetzungen. „Wir sind mit den meisten Fahrern am Start und haben die letzten Jahre gewonnen.“ Doch die Meisterschaft sei stark besetzt. Viele andere gute Teams seien gemeldet. Bereits vergangenes Jahr war Schwarzmann am Sachsenring gefahren. Der 29-Jährige kennt die Strecke deswegen gut: „Der Kurs ist zwar schwer, aber ich mag ihn.“

Teamkollege Pascal Ackermann soll um Sieg bei EM kämpfen

Sprintspezialist Pascal Ackermann soll um den Titel bei der Europameisterschaft mitkämpfen.
Sprintspezialist Pascal Ackermann soll um den Titel bei der Europameisterschaft mitkämpfen.
Bild: Matthias Balk

 Direkt vom Sachsenring reist Schwarzmann  weiter nach Frankreich, denn der Allgäuer hat sich auch für die Europameisterschaft in Plouay qualifiziert. Teamkollege und Sprintspezialist Pascal Ackermann ist dort Schwarzmanns Kapitän. „Wir probieren, dass Pascal am Schluss eine Top-Position zum Sprinten hat und um den Sieg mitfahren kann.“ Auch bei der Europameisterschaft 2019 unterstützte der Kemptener Ackermann, der dann zu Bronze fuhr.