Abschied perfekt

Red Bull löst Vertrag mit Chef-Stratege Ralf Rangnick auf

ARCHIV - 26.05.2019, Sachsen, Leipzig: Ralf Rangnick, damaliger Trainer und Sportdirektor des RB Leipzig, begrüßt die Fans zur Feier mit ihrer Mannschaft auf der Festwiese vor der Red-Bull-Arena.   (zu dpa: «Vertrag aufgelöst: Ralf Rangnick verlässt Red-Bull-Konzern») Foto: Jan Woitas/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Als damaliger Trainer und Sportdirektor feierte Ralf Rangnick große Erfolge mit RB Leipzig. Nun verlässt er Red Bull.

Bild: Jan Woitas/ZB/dpa

Als damaliger Trainer und Sportdirektor feierte Ralf Rangnick große Erfolge mit RB Leipzig. Nun verlässt er Red Bull.

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Ralf Rangnicks Zeit bei Red Bull ist vorbei. Auf Wunsch des ehemaligen Trainers und Sportdirektors von Fußball-Bundesligist RB Leipzig wird der Vertrag aufgelöst.

dpa
31.07.2020 | Stand: 14:49 Uhr

Der Architekt geht. Ralf Rangnick hat seine langjährige Arbeit beim Red-Bull-Konzern beendet und sich auf eine Auflösung seines Vertrages als "Head of Development Soccer" verständigt. "Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, meine Tätigkeit bei Red Bull zu beenden. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern und speziell bei Dietrich Mateschitz für die Unterstützung und das Vertrauen bedanken. Er hat mir die Möglichkeit gegeben, hier über all die Jahre etwas Einzigartiges aufzubauen", wurde Rangnick am Freitag in einer Mitteilung des Konzerns zitiert.

Rangnick hatte in seiner im Vorjahr geschaffenen Position noch einen Kontrakt bis 2021. Die Auflösung ist nun das Ende eines schleichenden Abschieds. Drei Aufstiege, eine Vize-Meisterschaft, das Pokalfinale 2019 und zwei Qualifikationen für die Champions League feierte Rangnick als Angestellter des RB-Imperiums. Für Bundesligist RB Leipzig absolvierte der Fußball-Stratege maßgebliche Aufbauarbeit.

Rangnick verlässt Red Bull: Das sagt Konzern-Boss Dietrich Mateschitz

"Wir lassen Ralf Rangnick nur ungern ziehen, entsprechen aber seinem Wunsch nach Vertragsauflösung und danken ihm für die außergewöhnliche Arbeit, die er in den letzten acht Jahren geleistet hat. Dank Ralf Rangnick gilt Red Bull Soccer heute weltweit als Referenzpunkt und Vorbild für erfolgreiches Management im Fußball", sagte Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz.

Doch schon der Wechsel weg von Leipzig zum Berater-Posten für die Red-Bull-Standorte in Brasilien und New York vor einem Jahr waren der Anfang vom Ende. Mit dem AC Mailand hatte der angesehene Trainer lange eine Exit-Option in der Hinterhand. Die zerschlug sich allerdings in der vergangenen Woche, als der italienische Top-Club auf ein Engagement als Trainer und Sportdirektor verzichtete.