Motorsport

Rennstall Abt aus Kempten startet in neuer Elektrorennserie

In Biberach und Oscherleben wurde der Abt-Elektro-Rennwagen auf Herz und Nieren getestet. In dieser Woche war das Team im spanischen Aragon unterwegs und Anfang Januar wird das Auto Richtung Arabische Halbinsel verfrachtet.

In Biberach und Oscherleben wurde der Abt-Elektro-Rennwagen auf Herz und Nieren getestet. In dieser Woche war das Team im spanischen Aragon unterwegs und Anfang Januar wird das Auto Richtung Arabische Halbinsel verfrachtet.

Bild: Abt, hochzwei

In Biberach und Oscherleben wurde der Abt-Elektro-Rennwagen auf Herz und Nieren getestet. In dieser Woche war das Team im spanischen Aragon unterwegs und Anfang Januar wird das Auto Richtung Arabische Halbinsel verfrachtet.

Bild: Abt, hochzwei

Der Kemptener Rennstall startet in einer neuen Elektrorennserie – mit bekannten Gesichtern im Cockpit. Lothar Matthäus darf unter die E-Motor-Haube blicken.

19.12.2020 | Stand: 13:18 Uhr

Beim Kemptener Rennstall Abt Sportsline laufen gleich drei Projekte auf Hochtouren: Formel E, Deutsches Tourenwagen Masters (DTM) und jetzt noch die Elektrorennserie „Extreme E“. Firmenchef Hans-Jürgen Abt ist begeistert vom neuen Format. In dieser Woche testete die Mannschaft einen Elektro-Cupra in Spanien. Am Steuer saßen Abt-DTM-Champion Mattias Ekström und Claudia Hürtgen. Die beiden werden am 20. und 21. März das erste Rennen in Al-Ula im Norden Saudi-Arabiens bestreiten.

Während es für Ekström nach seinem DTM-Abschied eine Rückkehr zu Abt ist, betritt Hürtgen Neuland. „Extreme E ist sogar nach 25 Jahren im Motorsport eine völlig neue und spannende Herausforderung für mich, auf die ich mich sehr freue“, sagt die 49-Jährige. Sie zählt mit Erfolgen in verschiedenen Touren- und Sportwagen-Championaten sowie mehreren Langstreckenrennen zu den erfolgreichsten Rennfahrerinnen in Europa.

Hürtgen freut sich auf das Abenteuer Extreme E

Hürtgen freut sich auf das Abenteuer Extreme E: „Ich lerne mit jedem Kilometer dazu, versuche, jede Kurve noch perfekter zu machen. Da ist es natürlich toll, mit Mattias einen so erfahrenen und offenen Teamkollegen zu haben, der mich dabei großartig unterstützt.“

Sportdirektor Thomas Biermaier (rechts) ließ Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus unter die Haube blicken.
Sportdirektor Thomas Biermaier (rechts) ließ Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus unter die Haube blicken.
Bild: Ralf Lienert

Dabei ist die Siegerin des 24-Stunden-Rennen von Dubai 2011 für das Haus Abt eine alte Weggefährtin: 1991 traten Hans-Jürgen Abt und Hürtgen im Ford Fiesta Mixed Cup gegeneinader an. 30 Jahre später kreuzen sich die Wege wieder. Bei einem Test im Sommer hatte sich die Rennfahrerin aus Aschheim durchgesetzt. „Wir haben Claudia zum ersten Mal bei einem kleinen Shoot-out mit mehreren Kandidatinnen im Sommer kennengelernt und waren schnell überzeugt – nicht nur wegen ihrer starken Performance im Cockpit, sondern auch wegen der professionellen Zusammenarbeit, des präzisen Feedbacks an unsere Ingenieure und des ganzen Auftretens. Claudia passt einfach zu uns“, sagt Abt-Sportdirektor Thomas Biermaier.

Unternehmen Abt feiert 2021 seinen 125. Geburtstag

Das neue Team „Abt Cupra XE“ wird mit der Startnummer 125 an den Start gehen. „Unser Unternehmen feiert 2021 seinen 125. Geburtstag – das wollen wir mit der besonderen Startnummer auch bei unseren Rennen in der ganzen Welt feiern“, sagt Hans-Jürgen Abt. Mattias Ekström (42) freut sich über seine Partnerin, mit der er sich in der ersten Saison von Extreme E im Cockpit abwechseln wird.

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„Claudia und ich sind uns in den vergangenen Jahren immer wieder über den Weg gelaufen, wir kennen uns und verstehen uns gut. Es hat dann nicht lange gedauert, bis sie das gesamte Team und auch mich beeindruckt hat“, sagt der zweimalige DTM-Champion, Rallycross-Weltmeister und Cupra-Botschafter. Fußball-Legende Lothar Matthäus hingegen ist Botschafter des FC Bayern München. Er pflegt seit langem beste Beziehungen zu den Äbten. Der Rekord-Nationalspieler war einer der der ersten, der den Elektroflitzer persönlich zu Gesicht bekam.

Welche Teams bei den Testfahrten dabei waren

Bei den Testfahrten in Spanien traf das Allgäuer Team erstmals auf die internationale Konkurrenz. Darunter sind die Teams von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Am 11. Januar geht die Fracht dann an Bord des schwimmenden Fahrerlagers „St. Helena“ und macht sich auf den Weg in Richtung Arabische Halbinsel: In Al-Ula wird das erste von fünf Saisonrennen ausgetragen.

Extreme E wird in den extremsten und entlegensten Gegenden der Welt ausgetragen. Das Programm der Eröffnungssaison umfasst Arktis, Wüste, Regenwald, Gletscher und Küstenregion. Dabei konzentriert sich die Serie auf Orte, die vom Klimawandel betroffen oder bedroht sind. Mit ihrer Präsenz möchten Veranstalter und Teilnehmer auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen.

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