Fußball-Bundesliga

Reuters Wehmut, Weinzierls Hoffnung: FCA sieht Ende des Fehlstarts

Für Markus Weinzierl und den FC Augsburg läuft es momentan in der Bundesliga nicht wie erhofft - die Siege bleiben aus.

Für Markus Weinzierl und den FC Augsburg läuft es momentan in der Bundesliga nicht wie erhofft - die Siege bleiben aus.

Bild: Matthias Balk, dpa

Für Markus Weinzierl und den FC Augsburg läuft es momentan in der Bundesliga nicht wie erhofft - die Siege bleiben aus.

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Auch im vierten Spiel gewinnr der FCA nicht. Die Nullnummer bei Berlin reicht Trainer Weinzierl als Mutmacher. Von schlechten Statistiken will er nichts hören.
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dpa
12.09.2021 | Stand: 09:53 Uhr

In den Katakomben der Alten Försterei überkam Stefan Reuter ein Hauch von Wehmut. Union Berlins Aussicht auf ein großes Europacup-Abenteuer erinnerte den Manager an die internationalen Fußballabende des FC Augsburg vor sechs Jahren. "Genießen", sollten die Eisernen. "Das war für uns auch ein Wahnsinnserlebnis. Da sprechen heute noch viele von, das ist ein absolutes Highlight", sagte Reuter mit leuchtenden Augen. Doch dann musste er sich doch wieder den Fragen zum eigenen auf vier Spiele ausgedehnten Sieglos-Start im elften Bundesligajahr stellen.

Dass auch ein 0:0 Hoffnung machen kann, einte Reuter mit Trainer Markus Weinzierl. "Ergebnisse sind das Eine, aber die Art und Weise wie die Mannschaft agiert, ist das Andere. Wir werden gemeinsam fighten, dass wir in die Erfolgsspur kommen", versprach Reuter.

Kurz zuvor hatte Weinzierl nach dem zweiten Saisonpunkt ähnlich optimistisch geklungen. "So wie heute müssen wir weiterarbeiten. Defensive Stabilität ist in der Bundesliga immer die Basis, die war da, die war groß und die müssen wir auch in Zukunft groß schreiben", sagte der Coach. Er mahnte: "Wir müssen in Ruhe weiterarbeiten."

Mit Zahlen und Daten wollte sich Weinzierl nicht aufhalten. Tatsächlich hatte seine Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung demonstriert. Mit Konsequenz im Abschluss und ohne den prächtigen Tag von Unions ehemaligem Augsburger Schlussmann Andreas Luthe wäre der erste Saisonsieg bei den enorm heimstarken Berlinern drin gewesen.

"Bei uns hat er immer das eine oder andere Wehwehchen gehabt, hier spielt er sehr konstant und sehr gut", lobte Reuter den Union-Torwart, ohne seinen aktuellen Schlussmann unerwähnt lassen zu wollen. Wer Rafal Gikiewicz am Samstag gesehen habe, müsse sich über den Torwarttausch mit den Berlinern vor einem Jahr "nicht ärgern." (Einen Rückblick auf den gestrigen Bundesliga-Abend finden Sie hier.)

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Als Fakt steht aktuell für Augsburg weiter ein Platz im unteren Tabellendrittel. Und mit zwei Punkten der schlechteste Saisonstart seit sechs Jahren, seit eben jener Saison, als der FCA in der Europa League für Aufsehen sorgte und sogar fast gegen den großen FC Liverpool bestanden hätte.

"Statistiken können wir drehen und wenden und die raussuchen, die wir haben wollen", sagte Weinzierl und wehrte sich gegen Schwarzmalerei. Entgegenhalten hätte er können, dass sein Team nach Eintracht Frankfurt auch beim zweiten Europacup-Starter ohne Gegentor blieb. "Es war wichtig, auswärts zu null spielen, das ist immer die Basis, aber ich weiß auch, dass wir in Zukunft zu Hause gewinnen sollten", sagte Weinzierl mit Blick auf die nächste Aufgabe am kommenden Samstag gegen Borussia Mönchengladbach.

Hoffnungsträger nannte Weinzierl namentlich zwei: Kapitän Jeffrey Gouweleeuw ist nach seiner Adduktorenverletzung zurück und biss sich gegen Union als Abwehrstabilisator durch. Andi Zeqiri feierte zwei Tage nach seinem ersten Trainings-Schnupperkurs mit den neuen Kollegen ein ordentliches 30-Minuten-Debüt im Angriff. "Er ist ein Spielertyp, den wir gebrauchen können", meinte Weinzierl.

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