FC Bayern Basketball

"Richtungswechsel" und neues Talente-Trio bei Bayern-Basketballern

Die Münchner Basketballer streben einen "Richtungswechsel" an und setzen viel Hoffnung in ein neues Talente-Trio.

Die Münchner Basketballer streben einen "Richtungswechsel" an und setzen viel Hoffnung in ein neues Talente-Trio.

Bild: Ulf Duda/dpa

Die Münchner Basketballer streben einen "Richtungswechsel" an und setzen viel Hoffnung in ein neues Talente-Trio.

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Die Basketballer des FC Bayern schlagen eine neue Richtung ein. Drei Talente aus dem eigenen Nachwuchs sollen einmal für die Identität der Münchner stehen.

Die Münchner Basketballer streben einen "Richtungswechsel" an und setzen viel Hoffnung in ein neues Talente-Trio.
dpa
20.08.2020 | Stand: 15:04 Uhr

Thomas Müller, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger: Aus dem Fußball-Nachwuchs des FC Bayern ist mit den späteren Weltmeistern einst eine goldene Generation hervorgegangen. Die Münchner Basketballer würden so ein Förderkonzept mit Stars von morgen nun gerne in ihrer Abteilung aufgehen sehen. Der entthronte Meister schlägt eine neue Richtung ein und will mit seinem Talente-Trio Matej Rudan (19), Sasha Grant (18) und Jason George (19) ein Fundament dafür legen. "Sie werden Kernbestandteile unserer eigenen Identität für die Zukunft sein", erläuterte Sportdirektor Daniele Baiesi am Donnerstag.

Basketball-Spitzenkräfte aus dem Talente-Pool holen

Rudan, Grant und George: So was wie Müller, Lahm und Schweinsteiger für die Basketballer des FC Bayern? Der Vergleich mit solchen Ikonen des Vereins ist erstmal überzogen. Die Münchner Basketballer wollen aber aus ihrem Talente-Pool künftig Spitzenkräfte schöpfen. "Ich bin froh, wenn es zur Unternehmenskultur passt", meinte Baiesi angesprochen auf den Vergleich mit dem Fußballer-Trio, das einst Gesicht und Herz des FC Bayern war.

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Richtungswechsel in der Vereinsstrategie der Bayern-Basketballer

"Wir haben einen klaren Richtungswechsel in der Vereinsstrategie", betonte der italienische Sportdirektor und legte Wert darauf, dass dieser Prozess schon viele Monate im Gange war. "Was wir machen, haben wir schon vor einer Weile eingeleitet." Die Impulse hätten sich vom Präsidenten bis auf die unteren Hierarchieebenen fortgesetzt. Es gehe um eine "konstante Entwicklung im Verein", betonte Baiesi.

Einige Basketballer werden verabschiedet

Dazu gehört aber auch der Abschied von Spielern, die in dieses neue Modell nicht mehr passen. So werden sich die Münchner von Aufbauspieler Petteri Koponen (32) trennen. "Er ist kein Teil des Plans für nächste Saison", sagte Baiesi. Man müsse nun eine Einigung mit dem Finnen finden, der 2018 vom FC Barcelona nach München gewechselt war. "Wir haben uns entschieden, in eine andere Richtung zu gehen." Neun Ausländer stehen gleichwohl im Aufgebot.

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Den neuen Weg gehen die Flügelspieler Rudan und Grant sowie Aufbauspieler George aus der eigenen zweiten Mannschaft mit. Sie werden ab der kommenden Saison in den Profikader unter Trainer Andrea Trinchieri integriert und auch regelmäßige Spielanteile bekommen. Über ihre Qualitäten und Defizite weiß nicht zuletzt Demond Greene bestens Bescheid, der bisher die zweite Mannschaft betreute, künftig aber zu Trinchieris Trainerteam gehört.

Sportdirektor Baiesi erwartet klare Kernkompetenzen von den Bayern-Basketballern

Die neuen Bayern, deren Kader nun feststeht, sollen Baiesi zufolge auf dem Feld einige Kernkompetenzen dauerhaft zeigen: Vielseitigkeit, Athletik, Tempo und schnelles Reaktionsvermögen. Wer der neue Playmaker wird? Baiesi nannte gleich sechs Profis: Zan Mark Sisko, Nick Weiler-Babb, TJ Bray, Nihad Djedovic, Diego Flaccadori und Wade Baldwin. "Wir haben eine ganze Menge Spielmacher", befand Baiesi.

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Der 44-Jährige räumte zugleich ein, in der vergangenen Saison "einige konservative Entscheidungen" getroffen zu haben. Das wollen die Bayern nicht fortführen. Man wolle schließlich die Atmosphäre im Kader auffrischen. In der europäischen Eliteklasse Euroleague können die Bayern mit Schwergewichten wie Real Madrid oder Fenerbahçe Istanbul finanziell ohnehin nicht mithalten. Und national soll sich eine Saison ohne Titelkrönung nicht wiederholen. "Es wird eine sehr interessante Reise", meinte Baiesi.