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Abt stellt neues Dream-Team vor: René Rast wird Teamkollege von Kelvin van der Linde

Abt Sportsline-Teamchef Thomas Biermaier begrüßt René Rast (rechts) im DTM-Team.

Abt Sportsline-Teamchef Thomas Biermaier begrüßt René Rast (rechts) im DTM-Team.

Bild: Abt Sportsline

Abt Sportsline-Teamchef Thomas Biermaier begrüßt René Rast (rechts) im DTM-Team.

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Der dreimalige DTM-Champion René Rast geht künftig mit Kelvin van der Linde an den Start. Sophia Flörsch sagt Abt Sportsline ade.
10.01.2022 | Stand: 22:00 Uhr

Mit einem neuen Dream-Team geht der Kemptener Rennstall Abt Sportsline in die neue DTM-Saison. Der dreimalige Champion René Rast (35) wird der neue Teamkollege von Kelvin van der Linde (25). Er übernimmt das Cockpit von Mike Rockenfeller. Nicht mehr dabei ist die Münchner Rennfahrerin Sophia Flörsch. Sie sagte dem Team bereits im Herbst ade. Ob Abt wieder mit drei Autos an den Start geht, ist derzeit noch ein Geheimnis.

„Wir haben den Fahrertitel in der DTM zuletzt immer wieder ganz knapp verpasst“, sagt Firmenchef Hans-Jürgen Abt. „Mit dieser starken Fahrerpaarung kann es nur ein Ziel geben: den Titel endlich zurück nach Kempten zu holen.“

Abt stellt neues Dream-Team vor: René Rast wird Teamkollege von Kelvin van der Linde

„Wir haben früh begonnen, unsere Fühler in Richtung René auszustrecken“, sagt Abt-Geschäftsführter und Teamchef Thomas Biermaier. „Aus der DTM kennen wir seine Stärken als Gegner. In der Formel E haben wir ihn in der vergangenen Saison noch besser kennen und schätzen gelernt. Wir sind seinem Management um Dennis Rostek und Audi Sport extrem dankbar, dass es geklappt hat und wir 2022 mit einem echten Dream-Team in den Titelkampf gehen können.“

Mit seinen drei Meistertiteln, 24 Siegen, 20 Pole-Positionen, 14 schnellsten Runden und 1.113 Punkten avancierte Rast in nur vier Jahren zum erfolgreichsten Audi-DTM-Fahrer aller Zeiten. In der ewigen Bestenliste der DTM liegt er gleichauf mit Rennlegende Klaus Ludwig. Mehr DTM-Titel hat nur Bernd Schneider. In der Formel E hatte Rast das Auto von Daniel Abt übernommen.

„Ich freue mich sehr, nach einem Jahr Pause in die DTM zurückzukehren“, sagt der dreimalige Champion, der mit Frau und Kind nur rund eine Autostunde von Kempten entfernt in Bregenz lebt. „Ich hatte nie die Lust an der DTM verloren. Audi wollte, dass ich mich in der vergangenen Saison ganz auf die Formel E konzentriere. Ich war bei einigen DTM-Rennen vor Ort. Das, was ich gesehen habe, hat mir gut gefallen.“

Für den dreimaligen DTM-Champion René Rast ändert sich nicht viel

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Für Rast ändert sich nicht viel: „Ich werde in der DTM bei Abt fast dieselbe Crew haben wie in der Formel E. Mein Ingenieur bleibt derselbe, auch mein Chefmechaniker und einige Mechaniker. Wir sind ein super eingespieltes Team.“

Das war auch für Kelvin van der Linde ein wichtiger Faktor bei der Vertragsverlängerung mit Abt Sportsline. „Ich wollte unbedingt dieselben Jungs in meiner Crew, die 2021 einfach einen mega Job gemacht haben“, sagt der bei Kempten lebende Südafrikaner. „Als ich das erste Mal davon gehört habe, dass René mein Teamkollege wird, war ich ein bisschen überrascht, aber positiv. Ich glaube, da entsteht ein neues Dream-Team. René ist eines meiner großen Vorbilder im Motorsport. Wir werden uns gegenseitig pushen und alles daransetzen, den DTMTitel für Abt Sportsline zu holen. Ich glaube, das wird richtig cool.“

Rast und van der Linde kennen sich seit vielen Jahren und sind privat befreundet. Sie gewannen 2014 im Team von Christian Abt mit einem Audi R8 LMS zusammen das ADAC GT Masters. Insgesamt stehen in der DTM 2022 acht Veranstaltungen mit je zwei Rennen auf dem Programm. Die Saison beginnt Ende April in Portimão (Portugal).

Sophia Flörsch sagt Abt Sportsline ade

Sophia Flörsch hatte im Dezember in Interviews angekündigt, dass sie 2022 nicht mehr für Abt Sportsline in der DTM starten wird. Als Gründe nannte sie gegenüber dem Onlineportal „GT-Place“ zu wenig Förderung: „Ich wollte auf Augenhöhe mit Kelvin und Mike kämpfen. Das geht aber nur bei gleichem Material.“ Sie lobte zwar die Ingenieure und Mechaniker, sagte aber auch: „Mein Anspruch ist, gleichwertig zu Teamkollegen gesetzt zu werden. Das war nicht der Fall. Nur als Frau mitzufahren, das bin ich nicht.“

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