Neuzugang für Kemptener GFL-Team

Comets holen „Brechstange“ für die Offensive und peilen dritten Sieg in Folge an

Andrew Pocrnic (am Ball) ist der gesetzte Runningback der Allgäu Comets. Er erhält nun Unterstützung vom erfahrenen Thomas Campbell (Bild unten), der von der britischen Insel ins Allgäu wechselt.

Andrew Pocrnic (am Ball) ist der gesetzte Runningback der Allgäu Comets. Er erhält nun Unterstützung vom erfahrenen Thomas Campbell (Bild unten), der von der britischen Insel ins Allgäu wechselt.

Bild: nordphoto/Hafner

Andrew Pocrnic (am Ball) ist der gesetzte Runningback der Allgäu Comets. Er erhält nun Unterstützung vom erfahrenen Thomas Campbell (Bild unten), der von der britischen Insel ins Allgäu wechselt.

Bild: nordphoto/Hafner

Vor der entscheidenden Saisonphase verstärken sich die Comets im Angriff. Ein britischer Nationalspieler soll den Kemptenern beim Kampf um die Play-offs helfen.
06.08.2022 | Stand: 05:15 Uhr

Runningbacks müssen schnell und wendig sein, aber auch die nötige Kraft mitbringen, um sich gegen wuchtige Defense-Liner durchzusetzen. Die Position gehört neben dem Quarterback wohl zu den wichtigsten in einer Football-Mannschaft.

Mit Thomas Campbell haben die Allgäu Comets nun einen erfahrenen Spieler verpflichtet, der diese Attribute sowie Gardemaße für einen Runningback mitbringt: 1,78 Meter groß und rund 100 Kilo schwer ist der 29-jährige Neuzugang.

Thomas Campbell ist in der Offensive variabel einsetzbar

Bereits beim Auswärtssieg bei den Ravensburg Razorbacks stand der bullige Brite erstmals für die Kemptener auf dem Feld. Der Mann mit der Nummer 20 kommt vor allem zum Einsatz, wenn der etatmäßige Comets-Runningback Andrew Pocrnic aus der Aufstellung heraus rotiert. Er kann aber auch auf anderen Offensiv-Positionen eingesetzt werden. „Thomas ist ein erfahrener Spieler aus England, der die internationale Herausforderung sucht und sich beweisen möchte. Er zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus dem Backfield aus, und ist auf allen Offensive-Backfield-Positionen einsetzbar“, lobt Comets-Headcoach Elias Gniffke. Wie der Kemptener Erstligist in einer Pressemeldung mitteilt, sei Campbell eine „Brechstange“ für die Laufspiele, der darüber hinaus auch in der Lage sei, kurze Pässe sicher zu fangen.

Die neue Nummer 20 der Allgäu Comets: Runningback Thomas Campbell.
Die neue Nummer 20 der Allgäu Comets: Runningback Thomas Campbell.
Bild: Allgäu Comets

Erst Rugby und Basketball, dann American Football

Der 29-Jährige stammt aus Wellingborough in den East Midlands rund 120 Kilometer nördlich von London. Er spielte zunächst Rugby und Basketball, bevor er 2010 in die Fußstapfen seines Vaters trat, der in den 1980er und 1990er Jahren aktiver Footballspieler auf der Insel war, teilen die Comets mit. Nach ersten Erfahrungen in den Jugendteams von Leicester und Coventry besuchte er die Bristol American Football Academy und entwickelte sich hervorragend. 2012 schaffte er es in das U19-Nationalteam Großbritanniens, für das er zwei Mal auflief.

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Trotz zweifachem Stromausfall: Allgäu Comets rasieren die Ravensburg Razorbacks

Ab 2014 besuchte Campbell die Stirling University in Schottland, an der er IT studierte. Nach seinem Abschluss und einer Spielzeit bei den dortigen „Clansmen“ wechselte er 2018 für seinen Master an die University of the West of England – wo er für die Bullets im Einsatz war. Sein Trainer bei den Clansmen, Victor Perdeo, bezeichnete ihn als den dominierendsten Runningback der britischen Studententeams, seit 2018 ist er zudem Teil des britischen Nationalteams der Männer, den Great Britain Lions.

Lange Erfolgsreihe britischer Spieler bei den Allgäu Comets

Seit einigen Wochen ist Campbell nun in Kempten und könnte sich in eine lange Erfolgsreihe britischer Spieler bei den Comets einreihen. In der vergangenen Saison kamen gleich mehrere Leistungsträger von der Insel ins Allgäu. Beispielsweise Runningback Glen Toonga, Quarterback Sam Huxtable oder Defensive Back Chad Walrond, der im Herbst 2021 sogar am NFL-Draft-Combine teilnahm. Alle drei hatten maßgeblichen Anteil am guten Abschneiden der Kometen. Campbell freue sich aber auch darauf, neben den sportlichen Herausforderungen bei den Comets, das Allgäu zu erkunden.

Heimspiel am Sonntag gegen Frankfurt Universe

An diesem Sonntag wird er im Illerstadion Kempten gegen Frankfurt Universe sein Heimdebüt geben. Ein Spiel, das die Allgäu Comets unbedingt gewinnen wollen. „Wir haben unseren Fokus zu 100 Prozent auf Frankfurt“, sagt Linebacker Niall Padden. Die Hessen sind zwar noch ohne Sieg, Spiele gegen das Tabellenschlusslicht seien aber nie einfach, sagt Padden. Positiv kann die Kemptener stimmen, dass sie im vergangenen Jahr souverän mit 41:10 gewannen. Mit einem erneuten Erfolg würden die derzeit viertplatzierten Comets einen großen Schritt in Richtung Play-offs machen und sich die theoretische Chance auf die Plätze zwei und drei wahren. Kick-off ist um 15 Uhr.

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