Eishockey ESV Kaufbeuren

Die Saubermänner im Dauereinsatz - ESV Kaufbeuren im Stress

ESVK Waschmaschine

Im Dauereinsatz mit Maschine: das Betreuer-Team des ESV Kaufbeuren (von links) Armin Ratzesberger, Manfred Meier und Joachim Kittel bei der täglichen Arbeit.

Bild: Thomas Schreiber

Im Dauereinsatz mit Maschine: das Betreuer-Team des ESV Kaufbeuren (von links) Armin Ratzesberger, Manfred Meier und Joachim Kittel bei der täglichen Arbeit.

Bild: Thomas Schreiber

Der ESVK muss derzeit viele Partien absolvieren. Deshalb sind auch die Betreuer und die Waschmaschine gefragt. Denn Trikots und Handtücher fallen zusätzlich an.
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Von Thomas Schreiber
28.12.2021 | Stand: 18:00 Uhr

In der Weihnachtszeit spricht man gerne von ruhigen und besinnlichen Tagen, doch davon sind die Eishockeyspieler des ESV Kaufbeuren ganz weit entfernt. Seit Mitte Dezember sind die Joker praktisch im Dauereinsatz und müssen bis zum Dreikönigstag insgesamt zehn Pflichtspiele absolvieren. Das gleiche gilt jedoch auch für das Team hinter der Mannschaft, denn neben den Punktspielen stehen auch noch Trainingseinheiten auf dem Programm, in denen für das Betreuerteam allerhand Arbeit anfällt. „Unsere Waschmaschine läuft beinahe rund um die Uhr. Wir brauchen ja ständig unsere Trikots für den Spiel- und Trainingsbetrieb sowie jede Menge Handtücher und natürlich die Schwitzwäsche für die Spieler“, beschreibt Manfred Meier den täglichen Waschbedarf.

Waschmittel in großen Mengen

Doch für den langjährigen Betreuer ist dies nichts Außergewöhnliches, denn auch zu Hause scheut er sich nicht, den häuslichen Bedarf zu erledigen. „Darin habe ich Erfahrung“, sagt Meier mit einem Schmunzeln. Gleiches gilt auch für seinen Kollegen Armin Ratzesberger, der als Selbstversorger ebenfalls selbst Hand anlegen muss. Doch mit einer haushaltsüblichen Waschmaschine ist es beim ESVK längst nicht mehr getan. „Da werden schon ganz schöne Mengen an Waschmittel verbraucht, das gleicht dann schon einem Großeinkauf“, beschreibt Ratzesberger die Warenbewegungen.

Weihnachten wird trotzdem gefeiert

Doch bei allem Stress in diesen Tagen durfte der weihnachtliche Abend nicht außer Acht bleiben. „Ich hatte einen gemütlichen Abend mit meiner Familie, und da wurde nicht über Eishockey gesprochen“, erzählt Meier, während sich sein Kollege Armin Ratzesberger noch am Vorabend des 24. Dezember auf den Weg nach Oberösterreich machte, um im beheimateten Linz zusammen mit seinen Eltern zu feiern. Zwar gibt es in der Kabine des ESVK keinen Weihnachtsbaum, doch die Plätzchen in der Betreuerkabine sorgen wenigstens für ein wenig weihnachtliche Stimmung.

Die "unglaubliche Stimmung" fehlt

„Das zwischenmenschliche ist in dieser Zeit ganz wichtig, gerade wenn man beinahe täglich zusammen ist“, beschreibt „Manni“ Meier den respektvollen Umgang im Team. Doch schmerzlich vermisst nicht nur das Betreuerteam die Zuschauer im Stadion. „Gerade um die Weihnachtszeit ist normalerweise immer eine unglaubliche Stimmung hier, die auch die Mannschaft noch einmal zusätzlich pusht. Leider geht dies gerade alles verloren“, bedauert Meier die aktuelle Entwicklung.

Bei ihren Wünschen für das neue Jahr sind die Betreuer des ESVK eher bescheiden. „Es wäre schön, wenn sich die Mannschaft für ihre Bemühungen öfters selbst belohnen würde und in so manchen Situationen das Glück auf unsere Seite springt“, sagt Ratzesberger mit der Hoffnung auf ein gutes 2022.

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