DEL2 und Oberliga aus Allgäuer Sicht

ESVK zieht in die Pre-Playoffs ein, ECDC Memmingen bezwingt Rosenheim im Topspiel

In der DEL2 darf Eishockey-Zweitligist ESV Kaufbeuren nach dem Derbysieg in Landshut über den Klassenerhalt jubeln. Unser Archivbild zeigt Fabian Koziol, Fabian Voit, Sami Blomqvist und Mikko Lehtonen (v.l.).

In der DEL2 darf Eishockey-Zweitligist ESV Kaufbeuren nach dem Derbysieg in Landshut über den Klassenerhalt jubeln. Unser Archivbild zeigt Fabian Koziol, Fabian Voit, Sami Blomqvist und Mikko Lehtonen (v.l.).

Bild: Mathias Wild (Archiv)

In der DEL2 darf Eishockey-Zweitligist ESV Kaufbeuren nach dem Derbysieg in Landshut über den Klassenerhalt jubeln. Unser Archivbild zeigt Fabian Koziol, Fabian Voit, Sami Blomqvist und Mikko Lehtonen (v.l.).

Bild: Mathias Wild (Archiv)

In der DEL2 hat der ESV Kaufbeuren am Sonntag einen 4:3-Derbysieg in Landshut gefeiert. In der Oberliga gewann der ECDC Memmingen das Topspiel gegen Rosenheim.
28.02.2022 | Stand: 11:28 Uhr

Mit den bayerischen Traditionsvereinen EV Landshut und Starbulls Rosenheim bekamen es die Allgäuer Clubs ESV Kaufbeuren und ECDC Memmingen am Sonntag zu tun. Der EV Füssen trat gegen Oberliga-Spitzenreiter Weiden an. Der Überblick:

DEL 2: EV Landshut - ESV Kaufbeuren 3:4 (0:1,1:3,2:0)

Ohne die verletzten Stefan Vajs, Dieter Geidl und Markus Schweiger trat der ESVK zum Derby in Landshut an. Nach dem ersten Abtasten schlugen die Joker nach vier Minuten das erste Mal zu: Kapitän Tyler Spurgeon vollstreckte nach toller Vorarbeit von John Lammers. Sami Blomqvist hätte kurz darauf nachlegen können, doch dann wanderten die Kaufbeurer zu oft auf die Strafbank. Dem guten Maximilian Meier im Kaufbeurer Tor war es zu verdanken, dass es zur erste Pause bei der ESVK-Führung blieb.

Den besseren Start im zweiten Drittel erwischten erneut die Allgäuer: Markus Lillich besorgte nach 22 Minuten den zweiten Treffer. Landshut kam durch Alderson (28.) heran, doch Mikko Lehtonen hatte keine vier Minuten später die Antwort und stellte die Zwei-Tore-Führung wieder her. Zwölf Sekunden vor Drittelende ließ der Finne die Allgäuer zum vierten Mal jubeln.

EVL-Trainer Heiko Vogler wechselte zum Beginn des dritten Drittels seinen Torhüter. Für den starken Olafr Schmidt kam der Routinier Dimitri Pätzold. Julian Kornelli brachte Landshut in der 45. Minute auf 2:4 heran, es folgten starke Minuten der Niederbayern. Doch ab der 53. Minute bekam der ESVK wieder mehr Kontrolle über das Spiel. Der EVL musste alles auf eine Karte setzen und den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers ziehen. Mehr als der 3:4-Anschlusstreffer durch Thomas Holzmann gelang aber nicht mehr.

Nach 60 Minuten jubelte der ESVK über den Klassenerhalt und die Teilnahme an den Pre-Playoffs in der DEL 2.

Oberliga Süd: ECDC Memmingen - Starbulls Rosenheim 3:2 (1:0,2:1,1:1)

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Über 1500 Fans verfolgten das Spitzenspiel der Oberliga Süd am Memminger Hühnerberg. Die Indians mussten ins Duell Zweiter gegen Dritter allerdings ohne die verletzten Jaro Hafenrichter, Max Lukes, Marc Hofmann, Leon Abstreiter und Philipp de Paly gehen. Und sie schwächten sich selbst: Völlig untypisch bekam der ECDC in den Anfangsminuten gleich zwei kleine Strafen wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Spitzenteam Rosenheim übernahm das Kommando und machte mächtig Druck, vergab aber beste Chancen. Mitten in der Druckphase der Oberbayern besorgte Sergei Topol mit einem Schuss aus spitzem Winkel die Memminger Führung.

Im zweiten Drittel bot sich ein umgekehrtes Bild: Nun war der ECDC die tonangebende Mannschaft und spielte hochkarätige Chancen heraus. Doch das Tor machte Rosenheim im Powerplay durch Aaron Reinig. Memmingen kaum geschockt, gleich die nächste Überzahlgelegenheit nutzte Alec Alroth aus dem Gewühl heraus zur neuerlichen Führung. Und es kam noch besser für die Allgäuer: Petr Pohl schickte Förderlizenz-Spieler Martin Hlozek, der Ravensburger besorgte mit einem trockenen Handgelenkschuss das 3:1.

Im letzten Drittel musste Rosenheim alles auf eine Karte setzen. Gästetrainer John Sicinski stellte die Reihen um - mit Erfolg: Curtis Leinweber brachte die Starbulls auf 3:2 heran (46.). Der ECDC hatte in der Folge etliche brenzlige Situationen zu überstehen - unter anderem ein 3:5-Unterzahlspiel und eine weitere Unterzahlsituation. Doch mit großem Kampf und viel Leidenschaft brachten die Indians den Sieg im Topspiel über die Zeit und sind nach Punkten nun das beste Team der Oberliga Süd.

Bilderstrecke

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Oberliga Süd: EV Füssen - Blue Devils Weiden 1:3 (0:2,0:1,1:0)

Undankbare Aufgabe für den EV Füssen: Vor 400 Zuschauern am Kobelhang mussten die Ostallgäuer gegen Spitzenreiter Weiden ran. Und die Oberpfälzer gaben sich keine Blöße: Chad Bassen sorgte in der siebten Spielminute für die Führung der Oberpfälzer. Füssen hielt stark dagegen, wovon auch das Schussverhältinis von 9:10 in der ersten 20 Minuten zeugt. Dennoch gelang Palka in Überzahl in der 18. Minute das zweite Weidener Tor.

Im zweiten Drittel hatte der Tabllenführer die Partie unter Kontrolle. Als Dalldush nach 35 Minuten auf die Strafbank wanderte, schlug es wieder ein im Kasten von Moritz Borst: Adam Schusser besorgte das 0:3 im Powerplay.

Doch Füssen zeigte Moral und steckte auch in den letzten 20 Minuten niemals auf. Nun kam mehr Druck auf das Gehäuse von Jaro Hübl, doch der Anschlusstreffer von Velebny nach 58. Minuten kam zu spät. Mehr als die Ergebniskorrektur auf 1:3 war für die Füssener Mannschaft an diesem Abend nicht drin.

Im Oberliga-Spiel am Kobelhang in Füssen jubelte Tabellenführer EV Weiden am Sonntagabend über einen 3:1-Erfolg.
Im Oberliga-Spiel am Kobelhang in Füssen jubelte Tabellenführer EV Weiden am Sonntagabend über einen 3:1-Erfolg.
Bild: Benedikt Siegert

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