ESVK in der DEL2

Hart gearbeitet, aber nicht oft genug getroffen - ESVK verliert knapp

DEL 2 Eishockey ESV Kaufbeuren ESVK

Endlich drinnen: Markus Lillich (in Rot) schoß das zwischenzeitliche 2:1 für die Joker. Doch insgesamt gaben die Kaufbeurer 64 Schüsse auf das Frankfurter Tor ab – aber trafen nur drei Mal.

Bild: Mathias Wild

Endlich drinnen: Markus Lillich (in Rot) schoß das zwischenzeitliche 2:1 für die Joker. Doch insgesamt gaben die Kaufbeurer 64 Schüsse auf das Frankfurter Tor ab – aber trafen nur drei Mal.

Bild: Mathias Wild

Der ESV Kaufbeuren hat in der DEL2 gegen Frankfurt knapp mit 3:4 verloren. Knackpunkt beim ESVK ist wieder die Chancenverwertung bei 64 Schüssen auf das Tor.
08.02.2022 | Stand: 13:28 Uhr

Gleich zwei Serien wurden am Sonntagabend in der Kaufbeurer Erdgas Schwaben Arena beendet. Kaufbeuren hatte bis dahin drei Spiele in Folge gewonnen und sich in der Tabelle von den unteren Positionen wieder ins Mittelfeld vorgekämpft.

Die Löwen aus Frankfurt, die sich eigentlich den Aufstieg zum Ziel gemacht hatten, kamen hingegen mit zwei Niederlagen ins Allgäu. Am Ende jubelten die Hessen, die mit 4:3 denkbar knapp, letztlich aber doch verdient gewannen.

Eine Million macht noch keinen Unterschied

Der Unterschied auf dem Eis war jedoch bei Weitem nicht so groß, wie es das Budget der Mannschaften vermuten ließe. Die Frankfurter haben pro Saison rund eine Million Euro mehr zur Verfügung. Stattdessen schafften es die Joker nach frühem Rückstand sogar mit einer 2:1-Führung in die erste Pause zu gehen - und sie hielten auch einige Zeit im zweiten Drittel gut mit. Entsprechend war auch eine in Überzahl von Sören Sturm erzielte 3:2-Führung nach einer guten halben Stunde nicht unverdient. Aber Frankfurts Rylan Schwartz (34.) und Carson McMillan nur 40 Sekunden später drehten das Ergebnis auf 4:3 für die Hessen. Im Schlussabschnitt war Kaufbeuren zwar aktiver und äußerst engagiert, aber keiner der 22 Schüsse auf das Frankfurter Tor ging rein.

Ein Ex-Joker als Spielverderber

„Ich denke, dass wir über 60 Minuten hart gearbeitet haben“, resümierte Kapitän Tyler Spurgeon. „Es gibt aber immer Raum, um sich zu entwickeln und in dem wir das tun, haben wir die Chance beim nächsten Mal zu gewinnen.“ Was Spurgeon meinen könnte: Erneut war die Chancenverwertung der Joker nicht optimal. Einerseits war die Qualität der auf Ex-Joker-Goalie Bastian Kucis, nun für Frankfurt zwischen den Pfosten, nicht immer hoch. Andererseits stehen nur drei Treffer aus insgesamt 64 Schüssen auf das Tor der Frankfurter – zu wenig.

Regeneration wird knifflige Aufgabe

„Wir hatten definitiv gute Chancen im dritten Drittel. Aber Frankfurt ist eine gute Mannschaft und hat gut verteidigt“, erklärte Spurgeon. Raum, es besser zu machen, hat Kaufbeuren in diesem Jahr noch reichlich. In den letzten zehn Tagen des Jahres bestreiten die Buron Joker noch fünf Spiele – das nächste bereits am Dienstagabend ab 19.30 Uhr in Crimmitschau. Und die Eispiraten sind gut in Fahrt, sie haben vier der zurückliegenden fünf Spiele siegreich gestaltet. Daheim haben sie zudem nur drei von elf Matches verloren. Kaufbeuren muss angesichts des hohen Pensums mit den Kräften haushalten. „Regeneration ist der Schlüssel für uns im Moment“, weiß auch Spurgeon. „Viel Schlaf, gute Mahlzeiten und Wasser werden unsere Energie zurückbringen, weil jedes Spiel für uns wichtig ist“, erklärt der Kapitän. Auch das ist richtig: In der Tabelle liegt Kaufbeuren nur vier Punkte hinter dem Fünften, aber eben auch nur vier Punkte vor dem Elften.

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Mann des Abends

Gleich drei Tore für seine Farben erzielte am Sonntag Frankfurts Rylan Schwartz, und die Treffer waren dabei durchaus sehenswert. Das 1:0 erzielte der Kanadier per Volley aus der Luft, sein zweites Tor gelang ihm im Knien.

Zitat des Abends

„Du musst quasi perfekt spielen, wenn Du so eine Mannschaft schlagen willst. Und das haben wir nicht.“ Tray Tuomie, Trainer des ESVK.

Zahl des Abends

Simon Schütz hat in Reihen des ESV Kaufbeuren mittlerweile die mit Abstand beste Plus-Minus-Bilanz. Diese zählt, ob ein Spieler – bei numerischer Gleichzahl – bei mehr Toren oder Gegentoren auf dem Eis steht. Schütz, der heuer aus Ingolstadt gekommen ist, kommt derzeit auf einen Wert von +11.