Ringen TSV Westendorf

Empfang eines Quartetts - Ringerdorf begrüßt deutsche Vizemeister

Die Ringer-Familie des TSV Westendorf begrüßt bei einem Empfang die Teilnehmer der deutschen Meisterschaft 2022, Niklas Steiner (blaues Shirt) sowie die Brüder Noah und Luis Wurmser (daneben).

Die Ringer-Familie des TSV Westendorf begrüßt bei einem Empfang die Teilnehmer der deutschen Meisterschaft 2022, Niklas Steiner (blaues Shirt) sowie die Brüder Noah und Luis Wurmser (daneben).

Bild: Georg Steiner

Die Ringer-Familie des TSV Westendorf begrüßt bei einem Empfang die Teilnehmer der deutschen Meisterschaft 2022, Niklas Steiner (blaues Shirt) sowie die Brüder Noah und Luis Wurmser (daneben).

Bild: Georg Steiner

Vier Athleten des TSV Westendorf bei der deutschen Meisterschaft der Kadetten. Niklas Steiner ist Vizemeister. Und Luis Wurmser beeindruckt ohne Medaille.
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Von Stefan Günter
26.04.2022 | Stand: 17:15 Uhr

Niklas Steiner vom TSV Westendorf ist deutscher Vizemeister. Der 16-jährige Freistilspezialist verlor im unterfränkischen Hösbach nur sein Finale. Dafür gab es trotzdem einen großen Empfang in Westendorf durch Familienangehörige, Freunde und Vereinsmitglieder. Auch Vereinskollege Luis Wurmser zeigte bei seinem fünften Platz eine starke Leistung.

Silber ohne Topform

Für Steiner ist es nach 2021 die nächste Topplatzierung, die er sich bei den Kadetten erkämpft hatte. Im vergangenen Jahr gewann er noch den Titel, diesmal wurde er nur im Finale ausgebremst. „Das ist schon ärgerlich, dass ich verloren habe“, sagte das Westendorfer Eigengewächs beim Empfang etwas geknickt. Er sei nicht in Topform gewesen. „Schade, ihm fehlte in diesem Kampf der nötige Biss“, sagte der hauptamtliche Freistil-Landestrainer Marcel Fornoff.

Der TSV freut sich vierfach

Unterdessen würdigte Vereinsboss Robert Zech das tolle Abschneiden der TSV’ler bei den nationalen Titelkämpfen. „Wir sind stolz auf das Erreichte. Eine Teilnahme ist immer ein Erfolg. Das sollte uns stets bewusst sein.“ Dass die Jungs nach ihrer Rückkehr enttäuscht waren, konnte auch Thomas Stechele nachvollziehen.

Marathonmann Luis Wurmser

„Bei einer Deutschen brauchst du auch das nötige Glück“, verweist der Abteilungsleiter auf das Duell von Luis Wurmser gegen Felix Schmidt, der zehn Sekunden vor Kampfende eine 10:8-Führung aus der Hand gab und noch mit 10:12 verlor. Für den Westendorfer war es ein Schlüsselkampf. Denn der Rimbacher schaffte den Sprung ins Finale und gewann, Wurmser kämpfte am Ende um Platz fünf, den er auch gewann. Acht Kämpfe musste er in zwei Tagen bestreiten. „Das war mit Abstand die stärkste Gewichtsklasse“, berichtete Westendorfs Chef- und Landestrainer Matthias Einsle und attestierte seinem Schützling einen starken Auftritt. 35 Teilnehmer kämpften im Limit bis 65 Kilo. „Luis hat mich von allen bayerischen Athleten am meisten beeindruckt“, erklärte Fornoff.

Zum Greco nach Sachsen

Im rund 340 Kilometer entfernten Werdau (Sachsen) fanden die Titelkämpfe im griechisch-römischen Stil statt, bei der zwei weitere Ostallgäuer am Start waren. Während Noah Wurmser (55 kg) nach Niederlagen gegen Erik Negwer (Lugau) auf Schulter und gegen der Thalheimer Oskar Kolonko durch technische Überlegenheit vorzeitig aus dem Turnier ausschied, war Maximilian Prestele länger gefordert. Drei Siege standen allerdings zwei Niederlagen gegenüber. Das reichte im Limit bis 65 Kilo für ihn zu Platz acht. „Max hat bei seinen Kämpfen auch richtig viel Pech gehabt. Am Ende wäre deutlich mehr möglich gewesen“, betont Trainer Thomas Wurmser. Bei seinem Sohn Noah habe man im Vorfeld die Erwartungen bereits zurückgeschraubt, da er sich erst in seinem ersten Kadettenjahr befindet.

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