Fußball

Auftakt mit Hindernissen: Fabian Adelmanns Start beim FCM

MM Trainingsauftakt

Zum Start der sechswöchigen Vorbereitung ging es für die Fußballer des Regionalligisten FC Memmingen mit leichten Joggingrunden auf dem schneebedeckten Kunstrasenplatz los. Das erste Pflichtspiel im Jahr 2022 steht am 26. Februar beim SV Schalding-Heining an.

Bild: Ralf Lienert

Zum Start der sechswöchigen Vorbereitung ging es für die Fußballer des Regionalligisten FC Memmingen mit leichten Joggingrunden auf dem schneebedeckten Kunstrasenplatz los. Das erste Pflichtspiel im Jahr 2022 steht am 26. Februar beim SV Schalding-Heining an.

Bild: Ralf Lienert

Ein schneebedeckter Kunstrasenplatz und Minusgrade: Fabian Adelmann, der neue Trainer des FCM, lernt beim Trainingsauftakt die rauen Seiten des Allgäus kennen.
11.01.2022 | Stand: 18:05 Uhr

Wäre Fabian Adelmann noch Trainer des Bayernligisten ATSV Erlangen, so hätte er zum Start in diese Woche einen sonnigen Wintertag genießen können. Aber Adelmann ist nicht mehr in Erlangen. Am 1. Januar hat der 30-Jährige seinen neun Job als Trainer des FC Memmingen angetreten. Und so lernt der gebürtige Franke auch gleich das Allgäu mit seinen klimatischen Bedingungen von seiner authentischen Seite kennen.

FCM-Trainer Fabian Adelmann: So verlief sein Start

Am Montagabend stand der Trainingsauftakt beim FC Memmingen an – bei -1 Grad und auf dem Kunstrasenplatz, der von einer feinen Schneeschicht bedeckt war. „Kein Problem“, sagt Adelmann und lacht. „Ich wusste ja, auf was ich mich eingelassen habe.“ Hinter vorgehaltener Hand herrschte beim FCM jedoch auch Unmut darüber, dass die Stadt Memmingen den Kunstrasenplatz, auf dem zuvor auch schon die D-Junioren des FCM trainierten, nicht vom Schnee befreit hatte.

Trainingsstart mit Schnee? "Kein Problem", sagt Fabian Adelmann, der neue Trainer des FC Memmingen.
Trainingsstart mit Schnee? "Kein Problem", sagt Fabian Adelmann, der neue Trainer des FC Memmingen.
Bild: Ralf Lienert

Der klimatische Vergleich zwischen Erlangen und Memmingen lässt sich auch ins Sportliche übertragen. Mit dem ATSV spielte Adelmann eine starke Hinrunde und verließ den Verein auf dem „Platz an der Sonne“ als Tabellenführer der Bayernliga Nord. Beim FC Memmingen dagegen erwartet ihn der frostige Regionalliga-Abstiegskampf. „Ich bin keiner, der rumjammert. Schwierige Bedingungen – sei es wie gerade das Wetter oder die sportliche Situation – schrecken mich nicht ab“, sagt Adelmann. „Ich suche nach Lösungen.“

FCM: Zwei Neuzugänge beim Trainingsauftakt

Zum Auftakt stand dem neuen FCM-Trainer fast der komplette Kader zur Verfügung. Gökalp Kilic, der womöglich wegen seiner Rückenprobleme operiert wird, fehlte. Torwart Mustafa Özhitay ist nach seinem Kreuzbandriss auf einem guten Weg und könnte bald sein Rehatraining auf dem Platz fortsetzen. Erstmals in den FCM-Trainingsanzügen waren die Neuzugänge Dominik Stroh-Engel (FC Kufstein) und Torwart Lino-Niklas Volkmar (zuletzt vereinslos) zu sehen.

Gerade auf dem 36-jährigen Stroh-Engel ruhen große Hoffnungen. War der Ex-Profi (22 Bundesliga-Einsätze) Adelmanns Antrittsgeschenk? „Nein, die Verpflichtung geschah nicht auf Fabians Wunsch“, sagt Thomas Reinhardt, der Sportliche Leiter des FCM. „Wir haben schon davor überlegt, einen Stürmer zu verpflichten. Durch Kontakte hat sich die Möglichkeit aufgetan, Dominik zum FCM zu holen.“

FC Memmingen: Erfahrene Achse mit drei Ex-Profis

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Mit Stroh-Engel, Martin Dausch und Timo Gebhart stehen Adelmann drei Spieler mit Profi-Erfahrung zur Verfügung. In der sechswöchigen Vorbereitung will der 30-Jährige herausfinden, wie sich diese Achse am besten einsetzen lässt. „Wir wollen in den nächsten Wochen das Bestmögliche herausholen, um für den Start gewappnet zu sein“, sagt Adelmann. Am Samstagvormittag steht zunächst ein internes Testspiel gegen die eigene U 21-Mannschaft an.

Sein Vorgänger und „Vorgesetzter“ hofft, dass Adelmann mit der Mannschaft an die letzten fünf Spiele vor der Winterpause, in denen der FCM neun Punkte geholt hatte, anknüpfen kann. „Ich erhoffe mir auch eine fußballerische Weiterentwicklung – dieser Aspekt wurde in den letzten Monaten etwas vernachlässigt“, sagt Reinhardt. „Im Abstiegskampf wird ja mitunter auch weniger ausprobiert.“