Fußball

Generalprobe vor dem Saisonstart: So ist die Lage beim TSV Kottern und beim FC Kempten

Auch in diesem Jahr kommt es beim Brauhaus-Cup wieder zum Duell zwischen dem Bayernligist TSV Kottern (am Ball Michael Szostak) und dem Landesligisten FC Kempten (Raphael Meßlang).

Auch in diesem Jahr kommt es beim Brauhaus-Cup wieder zum Duell zwischen dem Bayernligist TSV Kottern (am Ball Michael Szostak) und dem Landesligisten FC Kempten (Raphael Meßlang).

Bild: Dirk Klos

Auch in diesem Jahr kommt es beim Brauhaus-Cup wieder zum Duell zwischen dem Bayernligist TSV Kottern (am Ball Michael Szostak) und dem Landesligisten FC Kempten (Raphael Meßlang).

Bild: Dirk Klos

Beim Allgäuer Brauhaus-Cup spielen der FC Kempten, TSV Kottern, FC Homburg und FV Ravensburg um den Turniersieg. Bei den Allgäuer Teams gibt es offene Fragen.
08.07.2022 | Stand: 18:00 Uhr

Für den TSV Kottern und den FC Kempten ist der Allgäuer Brauhaus-Cup in diesem Jahr mehr als nur ein „normales“ Vorbereitungsturnier. Es ist nicht weniger als die Generalprobe vor dem Punktspielstart in der Bayern- und Landesliga. Etwas gelassener gehen die zwei anderen Teilnehmer in das Turnier. Sowohl der FV Ravensburg als auch der FC Homburg haben noch ein paar Wochen Zeit, ehe es auch bei ihnen wieder um Punkte geht. Wie die Lage bei den beiden Kemptener Teams vor dem Brauhaus-Cup 2022 aussieht und welche bekannten Namen der FC Homburg mitbringt.

FC Kempten: Spannung in der Torwart-Frage

Für Thilo Wilke, den neuen Spielertrainer des FC Kempten, ist der Brauhaus-Cup die letzte Möglichkeit, seine Mannschaft vor dem Landesliga-Punktspielstart am 16. Juli beim VfL Kaufering auf Herz und Nieren zu testen. Spannend ist die Torwart-Frage bei den Kemptenern. Elias Bodenmüller droht bis zu drei Monate auszufallen, in den bisherigen Testspielen kamen Yannick Rakiecki und Manuel Mang zum Einsatz. Kurzfristig kam noch Neuzugang Jannik Reiss vom TSV Kottern dazu. „Er sieht bei uns mehr Chancen auf einen Platz im Tor als in Kottern“, sagt Matthias Jörg, der Sportliche Leiter des FCK. Ebenfalls zuletzt beim Bayernligisten in Sankt Mang tätig war Timur Senol, der nun als Torwarttrainer für den FC Kempten arbeitet.

TSV Kottern: Trainer Matthias Günes verzichtet auf Pokerspiele

Schon jetzt richten sich die Blicke des TSV Kottern auf das Bayernliga-Auftaktspiel gegen den FC Memmingen am Freitag, 15. Juli. „Die Partie gegen Homburg wird die Generalprobe für das Spiel gegen den FCM sein“, sagt Matthias Günes. Der Trainer des TSV Kottern will aber alle seine 18 Feldspieler am Samstag zum Einsatz bringen. „Im zweiten Spiel gegen Kempten kommen alle zum Einsatz, die vorher pausiert haben. Es ist wichtig, den Jungs Spielpraxis zu verschaffen – aber maximal 90 Minuten.“ Am vergangenen Dienstag unterlag der TSV Kottern im Test gegen Regionalligist FV Illertissen mit 2:5. „Wir haben bis zur 65. Minute geführt und auch ein richtig gutes Spiel gemacht. Danach hat man gesehen, wer von der Bank mehr nachlegen kann“, sagt Günes. Die Breite des Kaders ist erst recht nach dem Abgang von Achim Speiser ein Thema. Mirhan Kaya fehlt nach einer Knie-OP noch einige Wochen, Marcello Barbera ist im Training umgeknickt – eine genaue Diagnose steht noch aus. Besser sieht es bei Julian Feneberg aus, der nach muskulären Problemen wieder mittrainiert hat.

FC Homburg: Markus Mendler kehrt ins Allgäu zurück

Die Saarländer befinden sich seit Montag im Trainingslager im Kleinwalsertal, dabei war Matthias Jörg als Vermittler tätig. „Ich habe sie auch gleich zum Cup eingeladen. Aber nachdem wir schon am Mittwoch gegen Homburg (1:4) gespielt haben, gibt es am Samstag im Rahmen des Turniers kein erneutes Duell mit dem FC Kempten“, sagt Jörg. Im Kader des FC Homburg, der von Ex-Profi Timo Wenzel (106 Bundesliga-Spiele für den VfB Stuttgart und den 1. FC Kaiserslautern) trainiert wird, stehen auch zwei Allgäuer. Seit 2021 läuft Markus Mendler für Homburg auf, der 29-Jährige kam von seinem Heimatverein TSV Legau über den FC Memmingen im Jahr 2008 in den Nachwuchs des 1. FC Nürnberg. Für den Club lief Mendler 16 Mal in der Bundesliga auf, danach ging es für den Offensivspieler über Sandhausen, Stuttgarter Kickers und Saarbrücken nach Homburg. Seit dieser Saison steht auch Michael Heilig im Kader des FCH, der bis Sonntag im Allgäu bleibt. Heilig wurde beim FC Memmingen ausgebildet und absolvierte bis 2019 47 Regionalliga-Spiele für den FCM. Danach ging der 24-jährige Abwehrspieler zum SSV Ulm, Anfang Juni wurde der Wechsel nach Homburg bekannt gegeben.

FV Ravensburg: Ein Westallgäuer als Torwarttrainer

Der Traditionsverein (1893 gegründet) aus Oberschwaben nimmt nach seinem Turniersieg 2021 erneut am Brauhaus-Cup teil. In der vergangenen Saison belegten die Ravensburger in der Oberliga Baden-Württemberg (vergleichbar mit der Bayernliga) den achten Platz. Ein bekannter Name fehlt beim FVR: Trainer Steffen Wohlfahrt hat sein Amt an Tobias Flitsch übergeben. Als Spieler lief Wohlfahrt für den SC Freiburg II, FC Bayern München II, FC Ingolstadt (38 Zweitliga-Spiele/vier Tore) und den SV Wehen-Wiesbaden auf. Der Kontakt zu Wohlfahrt kam noch über Matthias Jörg zustande – die Oberschwaben hielten auch nach dem Trainerwechsel an ihrer Teilnahme fest. Der Torwart-Trainer des FVR kommt übrigens aus Weiler im Westallgäu: Marco Ihler ist seit 2020 dort tätig, der 28-Jährige lief früher für den FV Rot-Weiß Weiler und den FC Memmingen auf. Die Oberliga-Saison 2022/2023 beginnt für Ravensburg am 6. August mit dem Heimspiel gegen Neckarsulm.

Ungewohntes Motiv, begehrte Trophäe: Der Wanderpokal des Brauhaus-Cups.
Ungewohntes Motiv, begehrte Trophäe: Der Wanderpokal des Brauhaus-Cups.
Bild: Dirk Klos

Brauhaus-Cup 2022: Das sind die Begegnungen

Historie Der Brauhaus-Cup ist der Nachfolger des AZ-Cups, der von 2012 bis 2020 ausgetragen wurde. Im vergangenen Jahr gewann der FV Ravensburg das Turnier durch einen 8:7-Sieg im Elfmeterschießen gegen den FC Memmingen.

Spielplan am Samstag, 10. Juli

15 Uhr TSV Kottern – FC Homburg

16.10 Uhr Ravensburg – FC Kempten

17.30 Uhr Homburg – FV Ravensburg

18.45 Uhr FC Kempten – TSV Kottern

Das Turnier wird im Liga-Modus ausgetragen – es gibt also kein Finale. Der Eintritt ist frei.