Fußball

Vor dem Derby: Kottern-Kapitän Matthias Jocham gibt ein Versprechen ab

Matthias Jocham ist neuer Kapitän beim Fußball-Bayernligisten TSV Kottern. Der 28-Jährige Mittelfeldspieler freut sich wie seine Teamkollegen enorm auf das Auftaktspiel gegen den FC Memmingen.

Matthias Jocham ist neuer Kapitän beim Fußball-Bayernligisten TSV Kottern. Der 28-Jährige Mittelfeldspieler freut sich wie seine Teamkollegen enorm auf das Auftaktspiel gegen den FC Memmingen.

Bild: Ralf Lienert

Matthias Jocham ist neuer Kapitän beim Fußball-Bayernligisten TSV Kottern. Der 28-Jährige Mittelfeldspieler freut sich wie seine Teamkollegen enorm auf das Auftaktspiel gegen den FC Memmingen.

Bild: Ralf Lienert

Vor dem Bayernliga-Auftaktspiel gegen den FCM macht Matthias Jocham eine klare Ansage. Warum das Duell für den Kapitän des TSV Kottern etwas Besonderes ist.
14.07.2022 | Stand: 05:15 Uhr

Kempten-Sankt Mang An diesem Dienstagabend strahlt die Abendsonne mit den Spielern des TSV Kottern um die Wette. Die Stimmung beim Fußball-Bayernligisten – das erkennt der Beobachter schnell – ist locker. Der Begriff „Vorfreude“ taucht mit Blick auf das Bayernliga-Eröffnungsspiel gegen den FC Memmingen am Freitagabend (18.30 Uhr) in fast jedem Gespräch auf.

Auch Matthias Jocham, der neue Kapitän des TSV Kottern, macht vor dem Spiel gegen seinen ehemaligen Klub einen entspannten Eindruck. „Ich hatte eine schöne Zeit in Memmingen, durfte immerhin als A-Jugendlicher schon in der Regionalliga spielen“, sagt der Mittelfeldspieler. „Richtigen Kontakt zum FCM habe ich nicht mehr – ich freue mich einfach, dass wir uns endlich mal in einem Ligaspiel mit ihnen messen können.“

Matthias Jocham ist neuer Kapitän beim TSV Kottern

Ab der B-Jugend lief Jocham für Memmingen auf, zuvor spielte er im Nachwuchs für Durach und den FC Kempten. Seine Erfahrung aus 88 Regionalliga- und inzwischen 132 Bayernliga-Spielen macht ihn für Trainer Matthias Günes zu einem wichtigen Spieler. Aber nicht nur das – der Kottern-Coach schätzt vor allem eines: „Matze weiß, wie der Verein tickt. Er ist eine unfassbar wichtige Bezugsperson für mich und seine Mitspieler.“

TSV Kottern: Achse aus erfahrenen Spielern

Mit 28 Jahren zählt Jocham neben Sezer Yazir, Roland Fichtl, Marco Miller und Julian Feneberg schon zu den älteren Spielern beim TSV. „Es ging schneller als gedacht, aber ich komme mit dem Begriff Routinier schon gut klar“, sagt Jocham und lacht. Das Besondere für ihn sei, dass er beim TSV Kottern mit Freunden auf „sehr gutem Niveau“ Fußball spielen könne. „Julian ist mein Trauzeuge, auch mit Role, Marco oder Tim Buchmann verbindet mich viel“, sagt Jocham, der im Januar 2017 vom FV Illertissen zum TSV Kottern gewechselt war. „Wir haben einen Stamm, der im gleichen Alter ist und auch abseits des Platzes viel miteinander macht.“

Roland Fichtll (links) und Matthias Jocham zählen zu den Routiniers beim TSV Kottern
Roland Fichtll (links) und Matthias Jocham zählen zu den Routiniers beim TSV Kottern
Bild: Ralf Lienert

Es ist auch kein Zufall, dass sich der Mannschaftsrat genau aus diesen Spielern zusammensetzt. Die Kapitänsbinde ging nach dem Karriereende von Torwart Tobias Heiland an Jocham über. „Das war eigentlich keine Überraschung, ich war ja zuvor schon zweiter Kapitän“, sagt Jocham. An seinem Vorgänger bewundert der 28-Jährige vor allem eines: „Besonders seine lockere, coole Art hat ihn ausgezeichnet. Und wenn es dann auf dem Platz drauf ankam, war immer Verlass auf ihn. Er fehlt uns nicht nur als Torwart, sondern auch als Typ.“

Bayernliga-Auftaktspiel gegen den FCM: Jocham macht eine klare Ansage

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Trotz des Abgangs des langjährigen Stammkeepers – Jocham sieht seine Mannschaft vor dem Saisonstart weitestgehend gut vorbereitet: „Ein, zwei Neuzugänge wären noch perfekt. Aber wenn Verletzungen ausbleiben, sind wir gut aufgestellt.“ Für Jocham selber kommt auch in dieser Saison wieder die Herausforderung zu, Hobby und Beruf in Einklang zu bringen. Der 28-Jährige ist Geschäftsführer im Steinmetz-Familienbetrieb, unter der Woche ist er quasi im Dauerstress. „Als ich in Illertissen Regionalliga gespielt habe, war mir das zu viel: Vier Mal Training pro Woche, dazu die Spiele. Jetzt ist das etwas anderes – ich wohne in Kempten, habe bis auf die Auswärtsspiele keine langen Fahrten“, sagt Jocham.

Mehr Aufwand als jetzt in der Bayernliga will er auch nicht mehr betreiben. Umso mehr genießt der TSV-Kapitän die Phase vor dem Heimspiel gegen den FC Memmingen. „Die Derby-Kulisse gibt uns einen richtigen Schub. Seit dem Abstieg des 1. FC Sonthofen fehlt uns so ein Spiel. Am Freitag werden wir voll auf Sieg spielen´“, verspricht Jocham.