Während Corona-Pandemie

Taskforce "Zukunft Profifußball": 15 deutsche Klubs beraten über Zukunft des Profifußball

Karl-Heinz Rummenigge hat die Vertreter von 14 anderen deutschen Fußball-Klubs zu einem Treffen eingeladen.

Karl-Heinz Rummenigge hat die Vertreter von 14 anderen deutschen Fußball-Klubs zu einem Treffen eingeladen.

Bild: Matthias Balk, dpa (Archivbild)

Karl-Heinz Rummenigge hat die Vertreter von 14 anderen deutschen Fußball-Klubs zu einem Treffen eingeladen.

Bild: Matthias Balk, dpa (Archivbild)

Der FC Bayern lädt ein: Deutsche Fußball-Klubs beraten am Mittwoch über den Profifußball in Krisenzeiten. Brisant: Vier Erstligisten sind nicht eingeladen.
Karl-Heinz Rummenigge hat die Vertreter von 14 anderen deutschen Fußball-Klubs zu einem Treffen eingeladen.
dpa
08.11.2020 | Stand: 16:56 Uhr

Während die Profis für EM-Quali und Nations League quer durch Europa reisen, beraten die großen deutschen Fußball-Bosse in der Heimat über die Zukunft. 14 Bundesligisten sowie der Hamburger SV wollen nach Informationen von Bild am Sonntag, Kicker und der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Frankfurt zusammentreffen, um dort über die derzeit zentralen Themen des Profifußballs zu sprechen. Brisant: Vier Erstligisten sind nicht dabei.

Die Zusammenkunft findet unter Führung der bereits in der Corona-Krise solidarischen Spitzenclubs FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen statt, aber ohne Vertreter der Deutschen Fußball Liga. Initiator des Events ist Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, für die coronagerechte Durchführung in der Main-Metropole soll als Organisator Eintracht Frankfurt sorgen.

Diese Klubs sind nicht zum Treffen eingeladen

Nicht eingeladen sind die Bundesligisten FSV Mainz 05, FC Augsburg, Arminia Bielefeld und VfB Stuttgart. Mainz, Stuttgart und Bielefeld sowie Clubs der 2. Liga sollen sich angeblich um eine Umverteilung der Fernsehgelder bemühen. Darum soll es bei dem Treffen am Mittwoch eher am Rand gehen. Es ist derzeit davon auszugehen, dass es nicht bei der Zusammensetzung von 15 ausgewählten Clubs bleibt, die nun dem ersten Treffen beiwohnen.

Unter anderem soll am Mittwoch in Frankfurt darüber gesprochen werden, wer als Nachfolger des Ende Juni 2022 ausscheidenden DFL-Geschäftsführers Christian Seifert in Frage kommt. Auch das weitere Vorgehen in der Corona-Krise sowie die derzeitige Situation beim Deutschen Fußball-Bund sollen auf der Agenda stehen. Dort hatte es in der Führungsriege um Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius zuletzt Turbulenzen gegeben.

Merkwürdiger Zusammenschluss der Klubs

Der neue Zusammenschluss mutet in mehrerlei Hinsicht merkwürdig an, er kommt zudem zu einem überraschenden Zeitpunkt. Die Seifert-Nachfolge wird nicht nur vom DFL-Aufsichtsrat entschieden, sondern ist zeitlich noch vollkommen unproblematisch. Fraglich ist auch, wie das Treffen der großen Fußball-Bosse zur neu gegründeten Taskforce "Zukunft Profifußball" passt.