Joshiko Saibou

Teilnahme an Corona-Demo: Basketball-Bundesligist kündigt Spieler fristlos

Die Telekom Baskets Bonn haben ihrem Spieler Joshiko Saibou wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler" fristlos gekündigt.

Die Telekom Baskets Bonn haben ihrem Spieler Joshiko Saibou wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler" fristlos gekündigt.

Bild: Soeren Stache, dpa

Die Telekom Baskets Bonn haben ihrem Spieler Joshiko Saibou wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler" fristlos gekündigt.

Bild: Soeren Stache, dpa

Die Telekom Baskets Bonn haben ihrem Spieler Joshiko Saibou fristlos gekündigt. Er hatte unter anderem an der Corona-Demo in Berlin am Wochenende teilgenommen.

dpa
04.08.2020 | Stand: 17:11 Uhr

Die Telekom Baskets Bonn haben ihrem Spieler Joshiko Saibou wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler" fristlos gekündigt. Das teilte der Basketball-Bundesligist am Dienstag mit. Nationalspieler Saibou hatte laut Vereinsmitteilung "wiederholt auf Social-Media-Kanälen seine Haltung zur Pandemie oder zum Virus an sich geäußert und am vergangenen Wochenende bei einer Großdemonstration auch praktiziert, indem er vorsätzlich gegen die bekannten Schutzregeln verstieß".

Wolfgang Wiedlich, Geschäftsführer der BonBas GmbH, wurde mit den Worten zitiert: "Die Vereine der BBL arbeiten gerade akribisch an Hygienekonzepten für die Zuschauer in der nächsten Saison und an speziellen Arbeitsschutzrichtlinien für die Aktiven. Deshalb können wir ein permanentes Infektionsrisiko, wie es der Spieler Saibou darstellt, weder gegenüber seinen Arbeitskollegen in unserem Team noch gegenüber anderen BBL-Teams im Wettkampf verantworten."

 

Von Saibou und dessen Freundin, der deutschen Leichtathletin Alexandra Wester, waren in den sozialen Netzwerken Fotos von ihrer Teilnahme an der Demonstration gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie am Wochenende in Berlin zu sehen. Von Saibou oder dessen Agenten gab es zu der Kündigung zunächst keine Reaktion. Auch Wester war für eine Stellungnahme angefragt.

Die Olympia-Teilnehmerin von 2016 hatte zuletzt in einem auf Instagram veröffentlichten Video beklagt, durch die Corona-Maßnahmen ihrer Freiheit beraubt zu werden. Zudem sprach sie in dem Beitrag von einem Impfzwang für die Bevölkerung oder von Ärzten und Anwälten, die die Menschenrechte verteidigen und dafür in Gefängnispsychiatrien eingesperrt würden. Saibou hatte unter dem Hashtag #AppellandenVerstand ein Video auf Instagram gestellt, in dem er seine Follower mit Bezug auf die Corona-Beschränkungen provoziert.

 

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