"Mit Abstand" die meisten beleidigenden Beiträge

Twitter: Rassistische Tweets nach EM überwiegend aus Großbritannien

Aus aller Welt kamen die rassistischen Tweets, die nach der Fußball-EM für Aufsehen sorgten. Ein Großteil davon stammte aus dem Vereinigten Königreich.

Aus aller Welt kamen die rassistischen Tweets, die nach der Fußball-EM für Aufsehen sorgten. Ein Großteil davon stammte aus dem Vereinigten Königreich.

Bild: Fabian Sommer, dpa (Symbolbild)

Aus aller Welt kamen die rassistischen Tweets, die nach der Fußball-EM für Aufsehen sorgten. Ein Großteil davon stammte aus dem Vereinigten Königreich.

Bild: Fabian Sommer, dpa (Symbolbild)

Nach der EM wurden aus aller Welt rassistische Beiträge auf Twitter verbreitet. Doch die meisten davon kamen aus Großbritannien.
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dpa
10.08.2021 | Stand: 15:44 Uhr

Die Mehrheit der rassistischen Beleidigungen auf Twitter gegen englische Fußball-Nationalspieler ist nach der EM aus Großbritannien gekommen. Das geht aus einem Bericht hervor, den der Kurznachrichtendienst am Dienstag veröffentlichte. Aufgrund der Internationalität der Euro 2020 habe es zwar Tweets aus aller Welt gegeben, teilte Twitter mit. Es sei allerdings wichtig anzuerkennen, dass das Vereinigte Königreich das Land sei, aus dem "mit Abstand" die meisten beleidigenden Beiträge gekommen seien, die man am Finalabend und an den folgenden Tagen entfernt habe.

1.622 Tweets identifiziert und gelöscht

Am Abend des Endspiels am 11. Juli und in den 24 Stunden danach seien 1.622 Tweets automatisch identifiziert und gelöscht worden, berichtete das Social-Media-Unternehmen weiter. 99 Prozent der Nutzer, deren Konten wegen solcher Beleidigungen gesperrt wurden, seien klar identifizierbar gewesen. Es sei deshalb laut Twitter unwahrscheinlich, dass die von manchen geforderte Verifizierung per Ausweis die rassistischen Anfeindungen verhindert hätte.

Vergangene Woche hatte die UK Football Policing Unit (UKFPU) mitgeteilt, man habe nach rassistischen Kommentaren gegen die England-Profis Bukayo Saka, Jadon Sancho und Marcus Rashford bisher elf Personen festgenommen. 600 Hinweise auf Beleidigungen gegen das Trio seien eingegangen, 207 habe man als kriminell eingestuft. Dass die rassistischen Kommentare überwiegend aus Großbritannien stammen, ist aus dem Bericht der UKFPU nicht erkennbar. Demnach kamen 123 von Personen aus dem Ausland und 34 aus dem Vereinigten Königreich.