Bundesliga am Samstag

Union schließt zu Hoffenheim auf, Wolfsburg baut Negativserie aus, Leipzig siegt erneut

Am Ende war es dann sogar ein Sieg: Berlins Christopher Trimmel (l-r), Levin Öztunali und Grischa Prömel jubeln nach 1:1 durch Voglsammer.

Am Ende war es dann sogar ein Sieg: Berlins Christopher Trimmel (l-r), Levin Öztunali und Grischa Prömel jubeln nach 1:1 durch Voglsammer.

Bild: Andreas Gora/dpa

Am Ende war es dann sogar ein Sieg: Berlins Christopher Trimmel (l-r), Levin Öztunali und Grischa Prömel jubeln nach 1:1 durch Voglsammer.

Bild: Andreas Gora/dpa

Der Sieg gegen Hoffenheim lässt die Eisernen jubeln. Gar nicht gut läuft es für den VfB un die Fohlen. Und auch bei den Wölfen herrscht weiter Katzenjammer.
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dpa
15.01.2022 | Stand: 20:34 Uhr

Der 1. FC Union Berlin hat die Serie der TSG 1899 Hoffenheim beendet und seine beeindruckende Saisonreise mit dem Sprung auf einen Champions-League-Platz fortgesetzt. Die Eisernen erkämpften sich am Samstag im Stadion An der Alten Försterei einen 2:1 (1:1)-Sieg über die zuvor sieben Mal nacheinander ungeschlagenen Kraichgauer.

Eine Woche nach seinem Premieren-Doppelpack zum 2:2 bei Bayer 04 Leverkusen avancierte Grischa Prömel diesmal sogar zum Matchwinner, als er in der 73. Minute für die Entscheidung sorgte, durch die Union nun punktgleich (31) auf Platz vier in der Tabelle der Fußball-Bundesliga hinter Hoffenheim liegt. Zuvor hatte Andreas Voglsammer (22.) die TSG-Führung durch ein Eigentor von Timo Baumgartl (16.) egalisiert.

0:0 im Krisenduell: Wolfsburg und Hertha kommen nicht voran

Der VfL Wolfsburg hat in der Fußball-Bundesliga zwar seine Niederlagen-Serie, nicht aber seine sportliche Krise beendet. Im Duell der beiden großen Saisonenttäuschungen reichte es am Samstag nur zu einem 0:0 gegen Hertha BSC. Dieses Ergebnis half keinem der beiden Clubs dabei, sich von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Nach acht Niederlagen in den vorangegangenen acht Pflichtspielen trauerten die Wolfsburger diesmal vor 500 Zuschauern mehreren vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit hinterher.

Immerhin war der VfL lange Zeit das einzige Team, dessen Einsatz der Bedeutung dieses Krisenduells gerecht wurde. Wolfsburg war aktiv, die kurzfristig ohne Peter Pekarik (Covid-19) angetretene Hertha zumindest in der ersten Hälfte erstaunlich passiv. Die Wölfe gingen allerdings so fahrlässig mit ihren klaren Torchancen um, wie man sich das in dieser sportlichen Situation eigentlich nicht leisten kann.

St. Juste lässt Mainz gegen Bochum jubeln

Der FSV Mainz 05 hat auch den VfL Bochum seine Heimstärke deutlich spüren lassen. Dank eines Treffers von Rückkehrer Jeremiah St. Juste in der 48. Minute setzte sich die Mannschaft von Trainer Bo Svensson am Samstag in der Fußball-Bundesliga mit 1:0 (0:0) gegen den Aufsteiger durch. Das ruppige Duell der beiden Teams aus dem Tabellenmittelfeld vor nur 1000 erlaubten Zuschauern sah eindeutig nach Abstiegskampf aus. Mainz-Keeper Robin Zentner hielt einen schwach geschossenen Foulelfmeter von Sebastian Polter (32.).

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Bereits am Dienstag (20.45 Uhr) sehen sich beide Kontrahenten wieder - im DFB-Pokal-Achtelfinale in Bochum. Die Mainzer sind nun seit sechs Spiele in der Mewa Arena ungeschlagen und gewannen die vergangenen drei Partien (zuvor 3:0 gegen Wolfsburg und 4:0 gegen Hertha BSC) zu null. Gleichzeitig freuten sie sich nach dem 1:4 zum Jahresauftakt in Leipzig über das erste Erfolgserlebnis in der Rückrunde.

Wieder dank Silva und Nkunku: Leipzig gewinnt auch in Stuttgart

RB Leipzig hat auch sein zweites Rückrunden-Spiel in der Fußball-Bundesliga gewonnen und macht weiter Jagd auf die Champions-League-Ränge. Die Sachsen siegten nach einer weitgehend unspektakulären Vorstellung am Samstag mit 2:0 (1:0) beim VfB Stuttgart. Die formstarken Angreifer André Silva per Handelfmeter (11. Minute) und Christopher Nkunku (70.) erzielten vor coronabedingt nur 500 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena die Treffer für RB. Die Stuttgarter blieben zum vierten Mal in Serie sieg- und torlos - und könnten am Sonntag auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschen.

Die Laune von Pellegrino Matarazzo dürfte sich dadurch weiter verschlechtern. Der VfB-Trainer hatte einen Teil seiner Spieler nach dem enttäuschenden 0:0 in Fürth vorige Woche angezählt. Er habe ihren Auftritt "nicht akzeptieren" können, hatte er gesagt. Gegen RB baute er seine Mannschaft auf vier Positionen um. Philipp Förster und Roberto Massimo mussten auf die Bank, Pascal Stenzel wurde durch den aus der Corona-Quarantäne zurückgekehrten Konstantinos Mavropanos ersetzt. Borna Sosa fehlte wegen muskulärer Probleme. Die neuformierte VfB-Elf mühte sich zwar, blieb letztlich aber glücklos.

Leverkusen nach Sieg in Mönchengladbach neuer Bundesliga-Dritter

Bayer Leverkusen hat sich in der Fußball-Bundesliga auf den dritten Platz hinter Spitzenreiter Bayern München und Borussia Dortmund verbessert. Die Leverkusener gewannen am Samstagabend trotz zweier verschossener Elfmeter 2:1 (0:0) bei Borussia Mönchengladbach. Das Führungstor erzielte Robert Andrich in der 51. Minute. Direkt zuvor hatte Gladbachs Schlussmann Yann Sommer einen Foulelfmeter von Patrik Schick gehalten, der dann zum 2:0 traf (74.). Nico Elvedi verkürzte (81.), danach scheiterte Kerem Demirbay mit einem Strafstoß an Sommer (88.).

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