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Sensation bei US Open: Qualifikantin Raducanu gewinnt Finale

Die Britin Emma Raducanu hat die US Open gewonnen.

Die Britin Emma Raducanu hat die US Open gewonnen.

Bild: Seth Wenig, AP, dpa

Die Britin Emma Raducanu hat die US Open gewonnen.

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Die erste 18 Jahre alte Emma Raducanu hat sensationell die US Open gewonnen und mit ihrem Sieg Tennis-Geschichte geschrieben. Sogar die Queen gratulierte.
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dpa
12.09.2021 | Stand: 07:26 Uhr

Die Britin holte am Samstag (Ortszeit) als erste Qualifikantin den Titel bei einem Major Turnier. Die Nummer 150 der Weltrangliste bezwang die nur gut zwei Monate ältere Kanadierin Leylah Fernandez souverän 6:4, 6:3 und holte sich den größten Erfolg ihrer Karriere ohne einen einzigen Satzverlust im gesamten Turnier. Auch der Final-Einzug von Fernandez, die in den Runden zuvor unter anderen die ehemaligen US-Open-Siegerinnen Angelique Kerber und Naomi Osaka bezwungen hatte, war eine große Überraschung gewesen.

Das Duell der beiden war das erste Major-Finale zweier ungesetzter Spielerinnen. Zwei Teenagerinnen in einem Endspiel bei einem Grand Slam hatte es zuletzt 1999 gegeben, als Serena Williams gegen Martina Hingis gewann.

Raducanu holte sich das erste Break zum 2:0, kassierte aber sofort das Rebreak im ersten Satz. Die Zuschauer im Arthur Ashe Stadium bekamen mitunter spektakuläre Ballwechsel geboten. Nach 58 Minuten holte sich Raducanu mit dem zweiten Break zum 6:4 den ersten Durchgang.

Im zweiten Satz gelang Fernandez das erste Break zum 2:1, dieses Mal glich Raducanu postwendend aus und konterte mit einem weiteren Break zum 4:2. Fernandez konnte zwei Matchbälle abwehren und auf 3:5 mitsamt einer eigenen Breakchance verkürzen, ehe Raducanu sich ein blutendes Knie zuzog und nach der Behandlungspause ihre Nerven wieder im Griff hatte. Nach 1:51 Stunde nutzte die Britin den dritten Matchball und machte den Sieg mit einem Ass perfekt.

Queen Elizabeth II. hat der erst 18 Jahre alten Tennisspielerin Emma Raducanu zum Sieg bei den US Open gratuliert. "Das ist ein beeindruckender Erfolg in einem so jungen Alter und ein Beleg für harte Arbeit und Einsatz", schrieb das Oberhaupt der britischen Krone an die im kanadischen Toronto geborene Einwanderertochter eines Rumänen und einer Chinesin, die seit ihrem zweiten Lebensjahr in London wohnt und unter britischer Flagge antritt. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass ihre herausragende Leistung und die ihrer Gegnerin Leylah Fernandez die nächste Generation Tennisspieler inspirieren wird."

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