Vierschanzentournee Qualifikation

Viel Schnee, wenig weite Sprünge: Geiger bei turbulenten Verhältnissen bester Deutscher auf Platz 14

Karl Geiger belegte Rang 14 beim Qualifikationsspringen in Oberstdorf.

Karl Geiger belegte Rang 14 beim Qualifikationsspringen in Oberstdorf.

Bild: Ralf Lienert

Karl Geiger belegte Rang 14 beim Qualifikationsspringen in Oberstdorf.

Bild: Ralf Lienert

Mit schwierigen äußeren Bedingungen hatten die 55 übrig gebliebenen Skispringer bei der Qualifikation zum ersten Wettbewerb der Vierschanzentournee in Oberstdorf zu kämpfen.
28.12.2020 | Stand: 19:50 Uhr

Wechselnde Winde, starke Schneefälle und extrem unterschiedliche Anfahrtsgeschwindigkeiten beeinträchtigten den Wettbewerb am Montagabend stark.

Nach zwei reibungslosen Trainingssprüngen begann es zu Beginn der Qualifikation immer stärker zu schneien – und zu winden. Es gab etliche Unterbrechungen, weil die Anlaufspur mit Laubbläsern vom Neuschnee befreit werden musste.

Eisenbichler wettert

Einem verdarb das Wetter so richtig die Stimmung: Mitfavorit Markus Eisenbichler schüttelte schon im Aufwärmraum heftig den Kopf, als er die TV-Bilder betrachtete. Und nach seinem verpatzten Sprung auf nur 114 Metern „wetterte“ der 29-jährige Siegsdorfer über strengen Hygieneregeln: „Do kommst de vor wia beim Kindergeburtstag.“ Alles habe extrem lang gedauert, die Athleten hätten auch am Lift eine halbe Ewigkeit warten müssen. „Und dann steht da einer vom Landratsamt und sagt uns, wie Skispringen geht. Ja gratuliere.“

Die 5000 Euro Preisgeld für den Quali-Sieger sicherte sich mit der Bestweite von 128,5 Metern der Österreicher Philipp Aschenwald. Karl Geiger auf Platz 14 war bester Deutscher.

Auf diese Gegner treffen die deutschen Springer

Am Dienstag kommt es in der ersten Runde zu folgenden K.o.-Duellen mit deutscher Beteiligung:

  • EisenbichlerD. Prevc (Slowenien)
  • Hamann – Hörl (Österreich)
  • Schmid – Ammann (Schweiz)
  • Freitag – Zografski (Bulgarien)
  • Freund – Wellinger
  • Geiger – Foubert (Frankreich)
  • Siegel – Kytosaho (Finnland)
  • Roth – Sato (Japan)
  • Baer – Johansson (Norwegen)
  • Paschke – Aalto (Finnland)

(Aktuelles zum Springen lesen Sie am Dienstag in unserem Newsblog)

Beim Qualifikationsspringen wurde das umfangreiche Hygienekonzept für die Vierschanzentournee einem ersten Härtetest unterzogen. Monatelang war daran getüftelt und darüber diskutiert worden, ehe es beschlossen wurden. Und nach ersten Erkenntnissen hat alles geklappt – auch die strikte Trennung der verschiedenen Gruppen direkt an der Schanze. Es herrschte kaum „Begegnungsverkehr“ – und wenn doch, wie beispielsweise in der Mixed-Zone, wo nur wenige Journalisten die Sportler befragten, dann waren FFP-2-Masken ebenso Pflicht wie der vorgeschriebene Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. Generalsekretär Florian Stern zog gestern eine erste positive Zwischenbilanz: „Es kam im Stadion zu keinen nennenswerten Verstößen.“

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