Fußball-Bundesliga

Warmlaufen für den "Clásico": BVB und Bayern starten mit je fünf Siegen punktgleich in den Gipfel

Manuel Neuer tritt mit dem FC Bayern München am Samstag in Dortmund an.

Manuel Neuer tritt mit dem FC Bayern München am Samstag in Dortmund an.

Bild: picture alliance/Barbara Gindl/APA/dpa

Manuel Neuer tritt mit dem FC Bayern München am Samstag in Dortmund an.

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Das Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München gilt als größte Attraktion im deutschen Fußball. Alles zum deutschen "Clásico".
Manuel Neuer tritt mit dem FC Bayern München am Samstag in Dortmund an.
dpa
06.11.2020 | Stand: 07:59 Uhr

Rechtzeitig zum Kräftemessen der Branchenführer am Samstag (18.30 Uhr/Sky) haben sich beide Teams in der Tabelle auf ihre Stammplätze zwei und eins manövriert. Die Fakten zum Spiel:

  • BILANZ: Sechs der vergangenen sieben Duelle gingen an den FC Bayern. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren (10. November 2018) gelang dem BVB in diesem Zeitraum seit Anfang 2017 beim 3:2 im eigenen Stadion der einzige Sieg.
  • GLEICHSCHRITT: Erstmals seit elf Jahren liegen die Dauerrivalen vor dem direkten Duell nach Punkten gleichauf - damals rangierten sie jedoch im Mittelfeld. Das ist diesmal anders. Beide Teams gewannen fünf von sechs Meisterschaftspartien. Kurios: Sowohl der BVB als auch die Bayern verloren am zweiten Spieltag zum bisher einzigen Mal: der Revierclub mit 0:2 in Augsburg, die Münchner gar mit 1:4 in Hoffenheim.
  • UNTERSCHIED: Seit Jahren gilt der BVB als stark in der Offensive, aber anfällig in der Abwehr. In diesem Jahr scheint es genau umgekehrt. Mit 24 Treffern nach sechs Spieltagen sorgte der FC Bayern für eine Liga-Bestmarke, kassierte aber bereits neun Gegentore. Dagegen stellt der BVB mit nur zwei Gegentoren die beste Abwehr. (Lesen Sie auch: Rummenigge: "Alaba muss nun für sich eine Entscheidung treffen")
  • HEIMSTÄRKE: Auch wenn der BVB aufgrund der Corona-Krise im eigenen Stadion bisher vor nur wenigen oder gar keinen Fans spielen durfte, hat er sich seine Heimstärke bewahrt. Gegen Mönchengladbach (3:0), Freiburg (4:0), Schalke (3:0) und St. Petersburg (2:0) gab es Siege - ausnahmslos zu null.
  • TORJÄGERDUELL: Das Kräftemessen der Spitzenteams ist auch ein Duell der beiden Topstürmer. Robert Lewandowski traf seit seinem Wechsel nach München im Jahr 2014 besonders gern gegen seinen ehemaligen Club aus dem Revier: beachtliche 16 Mal in zwölf Spielen. Dagegen wartet der erst 20 Jahre alte BVB-Überflieger Erling Haaland, der all seine fünf Saisontore daheim erzielte, noch auf seinen ersten Bundesliga-Treffer gegen die Bayern. Beim 0:1 in seinem bisher einzigen Ligaduell mit den Münchnern Ende Mai ging er leer aus. Dafür traf er beim 2:3 im Supercup Ende September in München einmal.
  • MATCHWINNER: Der BVB sollte nicht nur verstärkt auf den Münchner Torjäger Robert Lewandowski achten, sondern auch auf Joshua Kimmich. Denn der Mittelfeldspieler avancierte in den vergangenen beiden Duellen der Branchenführer zum Matchwinner. Am 26. Mai schoss der Nationalspieler sein Team im Bundesliga-Endspurt zum 1:0. Vier Monate später gelang ihm im Supercup der 3:2-Siegtreffer. (Lesen Sie auch: BVB schöpft Mut für den Ligagipfel - Kehl: "Können Bayern schlagen")