Boykott wegen Bikini-Verbot

Wegen Kleidervorschriften: Deutsche Beach-Volleyballerinnen nicht nach Katar

Die deutschen Beach-Volleyballerinnen Julia Sude (im Angriff) und Karla Borger (rechts) sagten ihre Teilnahme am World-Tour-Turnier in Katar ab.

Die deutschen Beach-Volleyballerinnen Julia Sude (im Angriff) und Karla Borger (rechts) sagten ihre Teilnahme am World-Tour-Turnier in Katar ab.

Bild: picture alliance/dpa/AP | Pavel Golovkin

Die deutschen Beach-Volleyballerinnen Julia Sude (im Angriff) und Karla Borger (rechts) sagten ihre Teilnahme am World-Tour-Turnier in Katar ab.

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Wegen umstrittener Kleidervorschriften verzichten die Beach-Volleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude auf einen Start beim World-Tour-Turnier in Katar.
Die deutschen Beach-Volleyballerinnen Julia Sude (im Angriff) und Karla Borger (rechts) sagten ihre Teilnahme am World-Tour-Turnier in Katar ab.
dpa
20.02.2021 | Stand: 20:09 Uhr

Die katarischen Behörden hatten für die Wettkämpfe festgelegt, dass Spielerinnen in Shirts und knielangen Hosen starten sollen statt wie sonst üblich im "Sport-Bikini". "Wir wollen das nicht mittragen", sagten Borger und Sude dem "Spiegel".

"Es geht gar nicht um wenig anhaben oder nicht. Es geht darum, dass wir in unserer Arbeitskleidung nicht unsere Arbeit machen können", sagte Sude. Beachvolleyball sei "verdammt anstrengend", meinte Borger: "Wir passen uns in jedem Land an, wo wir können. Wir sind dazu auch bereit. Aber du bist da in der Hitze nur am Triefen."

Unterstützung für die Weltrangliste-16. kam vom Deutschen Volleyball-Verband. "Wir haben Respekt vor der Entscheidung von Karla und Julia und können diese absolut nachvollziehen", sagte ein Verbandssprecher am Samstag dem "Spiegel".

Der Weltverband hat in diesem Jahr erstmals ein Turnier in Katar auch für Frauen in den Kalender aufgenommen, bisher durften dort nur Männer spielen.

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