Fußball - Primera División

Wegen Suárez-Wechsel: Messi macht FC Barcelona bittere Vorwürfe

Das Verhältnis von Lionel Messi zu seinem Club FC Barcelona ist seit seinem gescheiterten Wechsel zerrüttet. Jetzt macht er der Vereinsführung schwere Vorwürfe.

Das Verhältnis von Lionel Messi zu seinem Club FC Barcelona ist seit seinem gescheiterten Wechsel zerrüttet. Jetzt macht er der Vereinsführung schwere Vorwürfe.

Bild: Joan Monfort, dpa (Archiv)

Das Verhältnis von Lionel Messi zu seinem Club FC Barcelona ist seit seinem gescheiterten Wechsel zerrüttet. Jetzt macht er der Vereinsführung schwere Vorwürfe.

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Lionel Messi macht dem FC Barcelona schwere Vorwürfe - es geht um den Wechsel von Luis Suárez. Für Präsident Bartomeu könnte es ohnehin eng werden.
Das Verhältnis von Lionel Messi zu seinem Club FC Barcelona ist seit seinem gescheiterten Wechsel zerrüttet. Jetzt macht er der Vereinsführung schwere Vorwürfe.
dpa
25.09.2020 | Stand: 17:38 Uhr

Die Abneigung von Weltfußballer Lionel Messi gegen die Führung seines langjährigen Vereins FC Barcelona ist spätestens seit seinem gescheiterten Wechselversuch im August kein Geheimnis mehr. Jetzt hat der Argentinier der Vereinsführung unter Präsident Josep Maria Bartomeu bittere Vorwürfe wegen des Wechsels seines Kollegen und Freundes Luis Suárez zu Atlético Madrid gemacht.

"Du hättest es verdient, als der verabschiedet zu werden, der Du bist: einer der wichtigsten Spieler in der Geschichte des Clubs, der sowohl im Team als auch solo Großes erreicht hat. Und nicht, dass sie Dich rauswerfen, wie sie es getan haben. Aber ehrlich gesagt überrascht mich jetzt wirklich nichts mehr", schrieb Messi am Freitag auf Instagram.

Neuer FC Barcelona-Trainer Koeman plante neue Saison ohne Suárez

Suárez hatte sich vor seinem Wechsel zu Atlético Madrid mit Tränen von seinem Club verabschiedet. "Ich werde immer ein Culé (ein Barcelona-Fan) bleiben, ganz egal, wo ich in Zukunft sein werde", sagte der sichtlich bewegte 33 Jahre alte Uruguayer am Donnerstag auf der Abschieds-Pressekonferenz im Camp Nou Stadion.

Der Wechsel kommt nicht überraschend: In Barcelona hatte der neue Trainer Ronald Koeman nicht mehr mit Suárez geplant. Die Katalanen wollen wegen der Corona-Pandemie ihre Lohnkosten senken. Zudem soll die Mannschaft verjüngt werden. (Lesen Sie dazu auch: Messi bleibt beim FC Barcelona - allerdings nicht freiwillig)

Misstrauensvotum: Muss FC Barcelona-Präsident Josep Maria Bartomeu gehen?

Bartomeu droht unterdessen ein Misstrauensvotum der Mitglieder und ein erzwungener Abschied schon vor den für März geplanten Wahlen. Mehr als 20.000 Menschen hatten nach Angaben der Initiative "Mehr als eine Bewegung" eine Petition unterschrieben mit dem Ziel, den unbeliebten Club-Präsidenten und seinen Vorstand durch ein Referendum aus dem Amt zu vertreiben. Notwendig waren mindestens 16.250 Stimmen.

Wenn die Unterschriften durch den spanischen Erstligisten anerkannt werden, muss der Club das Referendum ansetzen. Sollten 66,5 Prozent der 150.000 Vereinsmitglieder sich für einen Abschied aussprechen, muss der Vorstand um Bartomeu schon vor März gehen.