Stehplatz- und Alkoholverbot, keine Gästefans

Wie die Rückkehr der Fans ins Fußball-Stadion aussehen könnte

Fußball-Bundesliga: Eine volle Fan-Kurve wie hier beim FC Bayern München in der Allianz Arena - darauf werden wir noch länger verzichten müssen.

Fußball-Bundesliga: Eine volle Fan-Kurve wie hier beim FC Bayern München in der Allianz Arena - darauf werden wir noch länger verzichten müssen.

Bild: Sina Schuldt/dpa (Archiv)

Fußball-Bundesliga: Eine volle Fan-Kurve wie hier beim FC Bayern München in der Allianz Arena - darauf werden wir noch länger verzichten müssen.

Bild: Sina Schuldt/dpa (Archiv)

Die DFL diskutiert heute über einheitliche Maßnahmen für eine eingeschränkte Rückkehr von Fans in die Fußball-Bundesliga-Stadien.
Fußball-Bundesliga: Eine volle Fan-Kurve wie hier beim FC Bayern München in der Allianz Arena - darauf werden wir noch länger verzichten müssen.
dpa
22.09.2020 | Stand: 11:08 Uhr

Zentrales Thema auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga heute am Dienstag ist die Verabschiedung einheitlicher Maßnahmen für eine eingeschränkte Rückkehr von Fans in die Stadien. Unverhofft gibt es ein weiteres spannendes Thema: Die Deckelung der Spielergehälter.

Die Anhänger der 36 Profi-Clubs erwarten die Entscheidung der Deutschen Fußball Liga zur eingeschränkten Rückkehr der Zuschauer in der neuen Saison mit Spannung. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstag (ab 11.00 Uhr) soll per Videokonferenz über einheitliche Maßnahmen entschieden werden, wie dies zu realisieren ist. Es gibt aber Kritiker, die davor warnen.

>> Lesen Sie dazu: Nicht ob, sondern wie: Schwierige Debatte um die Zuschauer-Rückkehr <<

Die DFL hat einen Leitfaden erstellt, der ein Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober vorsieht. Zudem sollen keine Gästefans in den Stadien bis zum Jahresende erlaubt werden. Damit soll das Infektionsrisiko in der Corona-Pandemie verringert werden. Verkauft werden sollen für die Spiele nur personalisierte Online-Tickets, mit denen die Nachverfolgung von Infektionsketten möglich sind. Entsprechende Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der Mitgliederversammlung zur Abstimmung.

Markus Söder: Geisterspiele ja, aber keine Fan-Rückkehr

Allerdings haben auch Politiker wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angesichts ansteigender Zahlen von Neuinfektion Zweifel geäußert. Er hält Bundesligaspiele mit 25 000 Zuschauern "für sehr schwer vorstellbar". Die neue Spielzeit soll mit der ersten DFB-Pokalrunde vom 11. bis 14. September beginnen. Eine Woche später ist der Start von Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga vorgesehen.

>> Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Lage im Allgäu und der Welt laufend in unserem News-Blog <<

Unverhofft sorgte zudem ein Dauerthema vor der DFL-Versammlung für Diskussionsstoff. In zwei Gutachten des Bundestages wird die Deckelung der Millionengehälter im Profifußball auf europäischer Ebene als machbar angesehen. Viele Bundesligaclubs werden dies angesichts der finanziellen Einbußen in der Corona-Krise positiv aufgenommen haben.

DFB begrüßt Corona-Gutachten

Der Deutsche Fußball-Bund begrüßte die Gutachten. "Ich habe bereits vor einigen Wochen in meinem Fünf-Punkte-Plan für mehr Nachhaltigkeit im Fußball auch auf die Sinnhaftigkeit von Gehaltsobergrenzen sowie eine sinnvolle wirtschaftliche Regulierung des Fußballs hingewiesen", erklärte DFB-Präsident Fritz Keller auf dpa-Anfrage. Die Gutachten hätten nun mit dem Blick von außen bestätigt, was der DFB in internen Einschätzungen in Bezug auf den Profifußball bereits analysiert habe.

"Dass das Thema auf allen relevanten Ebenen nun auch politisch diskutiert wird mit dem Ziel, diese wichtige Frage auf klarer Faktenebene weiter voranzutreiben, begrüße ich sehr", sagte Keller.