"My2022"

Handy-Spionage durch App? Olympia-Macher weisen Bedenken zurück

Die Olympischen Spiele Peking 2022 finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 statt.

Die Olympischen Spiele Peking 2022 finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 statt.

Bild: Zhang Tao, dpa (Archiv)

Die Olympischen Spiele Peking 2022 finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 statt.

Bild: Zhang Tao, dpa (Archiv)

Die Organisatoren der Olympischen Winterspiele in Peking setzen beim Infektionsschutz auf die App "My2022". Die Sorge ist groß, dass diese Daten auslesen könne.
##alternative##
dpa
18.01.2022 | Stand: 08:04 Uhr

Die Organisatoren der Olympischen Winterspiele in Peking haben Befürchtungen zurückgewiesen, dass Handys und Laptops ausgespäht werden könnten oder Nahrungsmittel für Athleten nicht den Sicherheitsstandards genügen.

Ein Sprecher versicherte nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Dienstag, die Organisatoren hielten sich strikt an die Gesetze zum Schutz persönlicher Informationen.

Olympia in Peking: Google, Apple und Samsung überprüften kontroverse App

Die für die Spiele zu installierende App "My2022" diene dem präventiven Infektionsschutz während der Corona-Pandemie, sammle aber nicht nur Gesundheitsdaten, sondern stelle auch Informationsdienste zur Verfügung, sagte der Sprecher. (Lesen Sie auch: Genesenenstatus verkürzt - Lauterbach: Warn-App jetzt wichtig)

Die englischsprachige Zeitung "Global Times" ergänzte, Plattformen wie Google, Apple und Samsung hätten das Programm überprüft. Alle persönlichen Informationen seien verschlüsselt.

Die Angst vor chinesischer Spionage ist auch in Deutschland präsent

Aus Angst vor Spionage stellen einige Länder, darunter Deutschland, ihren Athleten laut Presseberichten von sensiblen Daten befreite Mobiltelefone zur Verfügung, auf denen "My2022" installiert werden kann. Es gibt auch Warnungen, dass chinesische Geheimdienste Daten nicht nur von Handys, sondern auch von Tablets und Laptops auslesen könnten.

Lesen Sie auch
##alternative##
Schwierige Partnerschaft

Es eint der Feind: Russland und China ziehen an einem Strang

Wie bereits vor den Sommerspielen 2008 in Peking wurden zudem auch diesmal Stimmen laut, dass chinesische Fleischprodukte verbotene Substanzen enthalten könnten, die bei Doping-Proben zum Problem werden könnten. Der Sprecher der Organisatoren versicherte, dass der Nahrungsmittelsicherheit "große Bedeutung" beigemessen werde. (Lesen Sie auch: Olympische Winterspiele in Peking: EU ringt um gemeinsame Haltung - UN-Generalsekretär dabei)

China verspricht "absolute Sicherheit" des Essens für Sportler

Die Aufsicht beginne bei der Zucht, verfolge den ganzen Prozess und erstrecke sich auch auf eingesetztes Futter und Medikamente, um die "absolute Sicherheit" des Essens für die Athleten sicherzustellen, betonte der Sprecher. Die "Global Times", die dem kommunistischen Parteiorgan "Volkszeitung" nahesteht, tat die Verdächtigungen als "Medienrummel" ab. (Lesen Sie auch: Geiger schafft in Zakopane Podestplatz - Tagessieg für Lindvik)